Man stellt sich das Simola Golf Estate in Knysna eigentlich anders vor. Südafrikanischer Hochsommer, Dezember bis Januar – Sonne satt, kurze Ärmel, perfekte Bedingungen für Golf an der Garden Route. Und dann gibt es diese Tage. Unseren zum Beispiel. Einen dieser seltenen Hochsommer-Ausreisser, an dem der Himmel beschlossen hat, wirklich alles zu geben.
Sintflutartig. Ohne Übertreibung.
Wir sind bei Bilderbuchbedingungen gestartet: tiefblauer Himmel, ein paar harmlose Wolken, genau so, wie man sich einen Golftag an der Garden Route vorstellt. Doch Simola hatte andere Pläne. Was zunächst nach perfektem Golfwetter aussah, kippte schneller als gedacht. Am Ende blieben uns die ersten neun Löcher – und mehr war schlicht nicht möglich. Nicht, weil uns der Platz in die Knie gezwungen hätte, sondern weil wir auf ein essentielles Detail verzichtet hatten: Regenkleidung. Von FootJoy. Wer packt so etwas schon ein, wenn Hochsommer in Südafrika auf dem Reiseplan steht? Unsere österreichischen Flight-Partner sahen das ähnlich. Ein kurzer Blick, ein kollektives Schulterzucken – und die einstimmige Entscheidung: Clubhaus statt Durchhalteparole.
Und das war, ehrlich gesagt, keine schlechte Wahl.
Denn das Clubhaus im Simola Golf & Country Estate ist genau das, was man sich nach einer halben Runde im Regen wünscht: stilvoll, grosszügig, mit Weitblick – und vor allem mit einer Küche, die man auch ganz ohne Alibi-Golfrunde empfehlen würde. Exzellent. Punkt.
Die Bunkerlandschaften vom Simola Golf Course sieht man schon vom Clubhaus aus...
Der Simola Golfplatz – auch bei Regen beeindruckend
Das Simola Golf Estate zählt nicht ohne Grund zu den Top-Golfplätzen an der Garden Route. Hoch oben auf dem Simola-Hügel gelegen, eröffnet sich der Blick über bewaldete Täler, den Knysna River und – an klaren Tagen – bis zu den berühmten Knysna Heads. Selbst bei grauem Himmel spürt man sofort: Das hier ist grosses Golf in Südafrika.
Links schimmert die Lagune von Knysna, dahinter öffnet sich der Indische Ozean. Im Hintergrund zeichnen sich die Berge ab, ruhig, fast gelassen. Und irgendwo da unten, gefühlt sehr weit unter mir, liegt das Fairway. Breit zwar, aber alles andere als einladend. Drei Bunker bewachen es wie stumme Wächter.
Der Parkland-Course wurde 2005 eröffnet und ist einer von nur drei Jack-Nicklaus-Signature-Golfplätzen in Afrika – und zugleich der erste dieser drei. Typisch Jack Nicklaus: strategisch, visuell eindrucksvoll, fair, aber niemals banal. Fünf Par-3-Löcher, fünf Par-5-Bahnen – ungewöhnlich konzipiert, aber perfekt in die Landschaft eingebettet.
Diese Mischung aus Höhenunterschieden, Panorama und spielerischer Raffinesse zieht sich durch alle 18 Löcher. Loch zwei mag ein früher Höhepunkt sein – aber bei Weitem nicht der einzige. Das von Jack Nicklaus gezeichnete Layout schlängelt sich durch hügeliges, bewaldetes Terrain und verlangt immer wieder kluge Entscheidungen statt grosser Gesten.
Der Kurs ist clever zwischen zwei Tälern geroutet, getrennt durch den Simola-Kamm. Die Löcher 1 sowie 8 bis 18 bieten spektakuläre Ausblicke auf Lagune und Ozean, während die übrigen Bahnen mit Fluss- und Bergblick spielen. Selbst bei Regen erkennt man sofort: Dieser Golfplatz in Knysna wurde nicht einfach gebaut – er wurde komponiert.
Gut Essen im Simola Golf Club: Burger, Clubsandwich & Austern
Nach 9 Löchern war Schluss. Klitschnass, leicht entnervt und trotzdem glücklich, wenigstens einen Eindruck von diesem aussergewöhnlichen Platz bekommen zu haben.
Zurück im Simola Golf Clubhouse wurde alles wieder gut. Drinnen empfängt dich dieser klassische Members-Club-Vibe: dunkles Holz, Chesterfield-Sessel, ein Hauch britischer Landhausstil – vielleicht etwas oldschool, aber genau das verleiht Simola seinen Charakter. Und ganz ehrlich: Nach neun triefend nassen Loch fühlt sich das Clubhaus vom Simola wie eine warme Umarmung an.
Auf dem Teller landet hier alles, was ein echtes Clubhaus-Herz höherschlagen lässt: saftige Burger, knusprige Fries, ein ehrliches Club Sandwich oder – natürlich – fangfrische Austern aus der Knysna Lagoon. Dazu ein gut gekühlter südafrikanischer Chardonnay, der perfekt zum maritimen Aroma passt. Während draussen die Wolken gemächlich über die Hügel ziehen, sitzt du drinnen gemütlich im warmen Chesterfield-Sessel, schaust auf das satte Grün des Simola Golf Course und denkst dir: Beim nächsten Mal kommen wir hier bei Sonnenschein zurück – und spielen die 18 voll aus.
Die Bildergalerie vom Simola Golf Club, bevor der grosse Regen kam...
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Die Geschichte hinter dem Simola Golf Estate
Auch die Entstehung des Simola Golf Estate liest sich wie ein Roman. Jack Nicklaus war bereits 1995 involviert, als der ursprüngliche Entwickler Ola Grinaker seine Vision präsentierte. Doch zwischen erster Idee und offizieller Eröffnung lagen zehn Jahre – inklusive Bankrott, Umweltkatastrophe und jahrelangem Stillstand.
Erst als das Projekt neu aufgestellt wurde, kehrte Nicklaus zurück, um seinen Signature Golf Course in Südafrika zu vollenden. Vielleicht passt es deshalb ganz gut, dass auch unser Besuch nicht nach Plan verlief. Simola ist ein Platz, der zeigt, dass grosse Visionen manchmal Umwege nehmen – und dass selbst Regen nichts daran ändert, wie besonders dieser Ort ist.
Q & A – Simola Golf Estate, Knysna
Wo liegt der Simola Golfplatz genau?
Der Simola Golf & Country Estate liegt oberhalb der Lagune von Knysna, an der berühmten Garden Route in Südafrika. Vom Fancourt Resort in George zum Beispiel nach Simola sind es rund 70 Kilometer. Das Simola Estate ist hoch auf einem bewaldeten Hügel positioniert, der Golfplatz bietet spektakuläre Ausblicke auf den Knysna River, den Indischen Ozean und die Outeniqua-Bergkette. Das Zentrum von Knysna ist nur wenige Fahrminuten entfernt – man fühlt sich abgeschieden, ist aber nie wirklich weit weg.
Wie kommt man zum Simola Golf Estate?
Die Anreise ist unkompliziert. Von der N2, der Hauptverkehrsader entlang der Garden Route, zweigst du in Knysna in die Old Cape Road ab und folgst der Beschilderung Richtung Simola. Ab dem Ortszentrum sind es rund 10 Minuten Fahrt bis zum Eingang des Estates. Der Pezula Championship liegt in direkter Nachbarschaft.
Der nächstgelegene Flughafen ist der George Airport, etwa 60 Kilometer entfernt. Von dort erreichst du Simola bequem mit dem Mietwagen – eine der schönsten Strecken Südafrikas inklusive.
Was macht den Simola Golfplatz so besonders?
Simola ist neben Pearl Valley und St Francis Links einer von nur drei Jack-Nicklaus-Signature-Golfplätzen in Afrika – und der erste, der realisiert wurde. Der 18-Loch-Championship-Course (Par 72) ist ungewöhnlich konzipiert, mit fünf Par-3- und fünf Par-5-Löchern, und perfekt in das hügelige, bewaldete Gelände eingebettet.
Höhenunterschiede, strategisch platzierte Bunker und ständig wechselnde Panoramen sorgen dafür, dass jede Runde anders spielt – und lange im Gedächtnis bleibt.
Ist Simola ein Resort- oder ein Parkland-Course?
Formal ist Simola ein Parkland-Course, fühlt sich aber durch seine Lage fast wie ein Panorama-Bergplatz an. Die Fairways schlängeln sich durch natürliche Vegetation, ohne künstlich zu wirken. Alles wirkt grosszügig, ruhig und sehr südafrikanisch.
Ist der Platz auch für Gastspieler zugänglich?
Ja. Simola Golf Estate ist für Gastspieler geöffnet, Startzeiten können vorab reserviert werden. Aufgrund der teils steilen Wege ist ein Golfcart empfehlenswert – und in vielen Greenfee-Paketen bereits inkludiert.
Wann ist die beste Reisezeit für Golf in Simola?
Grundsätzlich lässt sich in Knysna ganzjährig Golf spielen. Die beliebtesten Monate sind September bis April, wenn das Wetter stabil und angenehm warm ist. Auch der südafrikanische Sommer (Dezember bis Januar) bietet ideale Bedingungen – kurze Regenschauer sind möglich, gehören aber eher zur Ausnahme … (wir hatten halt Pech!)
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