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Sotogrande: Die 27-Löcher des Almenara Golf

In Sotogrande liegen Valderrama, La Reserva und Almenara dicht beieinander. Das Golfer-Mekka bringt es gerade mal auf 5.000 Einwohner. Besonders im Herbst ist das Dorf ein Paradies für ruhesuchende Golfer und Golferinnen. Denn witzigerweise werden Golfplätze immer dann als atemberaubend schön empfunden, wenn kein Mensch darin zu sehen ist. Unterhalb vom La Reserva Golfclub schlängeln sich die 27-Löcher vom Almenara Sotogrande Golf Club zwischen den Hügeln unmittelbar neben dem Naturpark Los Alcornocales entlang. Egal, von welchem Abschlag wir auch schauen, der Blick in die Weite der Fairways wird von den vielen Eukalyptus- Pinienbäumen oder Korkeichen gesäumt. Dazwischen blitzen die sandigen Stellen und tiefe Bunker. Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und die Nächte kühler, erholen sich auch die von der sengenden Hitze des spanischen Sommers gezeichneten Flächen schnell. Das leise Knistern der trockenen Piniennadeln unter unseren Schuhen klingt, als ob die Natur selbst spricht und am ersten Loch steigt uns der konzentrierte Duft der Bäume tief in die Atemwege. Frisch, belebend und gleichzeitig beruhigend von süsslich bis würzig, von zitronig bis holzig. Dazu lässt die andalusische Oktober-Sonne den grauen Alltag zu Hause schnell in weite Ferne rücken. Wenn man wie wir eine späte Mittags-Tee-Time nimmt, gibt man sich dem puren eigenbrötlerischen Golf-Lifestyle mit Sonnenuntergang hin. Denn dass dieser Kurs überlaufen ist, kann man trotz seiner Beliebtheit wirklich nicht behaupten.

Die drei 9-Loch-Schleifen sind alle unterschiedlich und können vom Gast an der Golf Rezeption selbst zusammengestellt werden. Der Pinos-Kurs schlängelt sich lang durch viele Bäume, während der Lagos entlang des Sees für ein wenig Nervenkitzel sorgt. Der Alcornoques soll sich durch die enormen Höhenunterschiede von Tee zu Grün von den anderen beiden unterscheiden, aber davon haben wir uns selbst nicht überzeugen können. Ursprünglich stammt das Design vom Waliser Dave Thomas. Im Jahre 2021 aber wurde der Almenara Golf vom legendären lokalen Golfer Manuel Piñero umgestaltet. Das SO/Sotogrande Hotel beauftragte ihn, eine leichte Prise mehr Spielvergnügen für die Resort-Gäste in das Layout zu bringen. Mit breiten Bahnen bis hin zu kniffligen, von Bäumen gesäumten Löchern und weiten Abschlägen über das Wasser ist für jeden Geschmack und Niveau jetzt etwas dabei. Insbesondere für die herausfordernden Par-3-Löcher ist der Platz berühmt-berüchtigt.

Golf ist kein faires Spiel“. Also steckt der Teufel im Detail und einige Abschläge schreien nach einem grossen Titan-Driver für genügend Länge. Andere wiederum haben subtile, aber beabsichtigte hängende Stellen, die von uns gerne mitgenommen werden, sobald man einen Schlag toppt. Viele Greens auf der Anlage sehen harmlos aus, sind sie aber nicht. Wenn dir also jemand einen Putt schenkt, dann nimm ihn.

Gut zu wissen:

 

  • Der Almenara hat selbst keine Driving Range, aber ein geräumiges Putting Green vor der Clubhaus Terrasse.
  • Erst den Buggy und dann die Golfbags aus dem Auto holen, sonst schleppt man sein Gepäck zum Caddy Master.
  • Das Pulled Pork Sandwich im Restaurant „SoCiety“ ist empfehlenswert und die hausgemachte Marinade macht den Unterschied.

WAS AUCH NOCH SPANNEND IST