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Der Erste in Belek: National Golf Club

Als passionierter Golfer suchte ich mal wieder nach einer neuen Herausforderung, und was wäre besser als der älteste und erste Golfclub in Belek? Der National Golf Club, der am 18. November 1994 seine Tore öffnete, gilt noch heute als einer der schwierigsten Plätze der Region. Wobei die Schwierigkeit beim Golfen ist wie bei der Schönheit – sie liegt im Auge des Betrachters. Jeder Golfer und jede Golferin hat ihre eigenen Vorstellungen davon, was eine Bahn, ein Platz oder gar ein ganzes Spiel herausfordernd macht. 

Entworfen wurde der 18-Loch-Meisterschaftsplatz von den prominenten Golfern David Feherty und David Jones. Feherty, ein Ryder Cup-Spieler, und Jones, ein Senioren-Tour-Spieler, haben hier ein wahres Meisterwerk geschaffen. Bereits 1996 und 1997 wurden hier die PGA European Turkish ausgetragen, was nur noch mehr unterstreicht, wie prestigeträchtig dieser Kurs ist.

Parkland-Plätze zeichnen sich durch ihre gepflegten Rasenflächen, die harmonisch in die natürliche Landschaft integriert sind, aus. Der National Golf Club macht hier keine Ausnahme. Jede Bahn ist sorgfältig gestaltet, um sowohl ästhetisch ansprechend als auch spielerisch herausfordernd zu sein. Die strategisch platzierten Bunker und Wasserhindernisse erfordern präzises Spiel und kluge Entscheidungen. In Belek sind fast alle Golfplätze Parkland-Plätze. Es gibt jedoch eine bemerkenswerte Ausnahme: Dieser Golfplatz unterscheidet sich durch sein Links-Design, das mehr offene Flächen und weniger Bäume bietet, und somit eine ganz andere Herausforderung darstellt.

Nach 18 herausfordernden Löchern gibt es nichts Besseres, als im Clubhaus im altbritischen Stil zu entspannen. Die Atmosphäre ist gemütlich, fast so, als ob man nach Hause kommt. Von der Terrasse aus hast du einen atemberaubenden Panoramablick über den Golfplatz – ein perfekter Ort, um den Tag Revue passieren zu lassen und vielleicht sogar schon den nächsten Schlag in Gedanken zu planen.

Aber kommen wir zu den Details, die diesen Club wirklich herausragen lassen. Im Jahr 2000 wurde er auf Platz 42 der Rangliste des UK Golf World Magazine geführt. Im darauffolgenden Jahr kletterte er auf Platz 39 der Golfplätze am europäischen Festland. Und es geht noch weiter: Im Jahr 2000 belegte er Platz 9 der Golfplätze an der europäischen Mittelmeerküste des deutschen Magazins Die Welt. Doch das ist nicht alles: Im März 2002 wählten die Leser des deutschen Golf Journal Magazins den Platz auf Rang 16 der besten Golfplätze weltweit, und 2003 schaffte er es sogar auf Platz 14. Wenn das mal keine beeindruckende Bilanz ist!

Ein Blick auf die Bewertungen im Internet zeigt, dass dieser Club nicht nur auf dem Papier glänzt. Spieler loben die hervorragende Pflege des Platzes, die anspruchsvollen Layouts und die friedliche, fast meditative Atmosphäre. Es gibt kaum einen besseren Ort, um das Zusammenspiel von Natur und Sport so intensiv zu erleben. Natürlich gibt es auch die üblichen Herausforderungen – nicht jeder liebt die dichten Pinienwälder und engen Fairways. Aber genau das macht doch den Reiz aus, oder?

Wer ist David Feherty?

David Feherty ist eine schillernde Persönlichkeit in der Golfwelt, der nicht nur als erfolgreicher Golfer, sondern auch als Golfplatzdesigner und Moderator bei LIV Golf in Erscheinung getreten ist. Feherty, ein gebürtiger Nordire, begann seine Golfkarriere auf professionellem Niveau und gewann fünf Mal auf der European Tour. Seine Arbeit als Golfplatzdesigner konzentriert sich darauf, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Golfanlagen zu schaffen, die den sportlichen Herausforderungen und ästhetischen Ansprüchen gerecht werden. 

Seit 2022 hat sich Feherty jedoch zunehmend als Moderator bei LIV Golf einen Namen gemacht und bringt seinen einzigartigen Stil, seinen Humor und sein Fachwissen in die Berichterstattung über die Golfereignisse ein. Die Saudi-Golf-Liga sei, so sagte Feherty, „eine Gelegenheit wieder ich selbst zu sein. Es ist immer schwieriger geworden, vor allem bei Sportübertragungen irgendeine Art von Charakter zu zeigen”. Ausserdem antwortete er in einem Interview, warum er zu LIV gewechselt sei, kurz und knapp: “Geld“.

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