Alles
Golf Clubs
Ideenmagazin

Four Seasons Mauritius at Anahita: Ein Golfresort für alle, die privaten Luxus mögen

Es gibt diese grossen Worte, die wir für ferne Inseln gerne benutzen. «Paradies auf Erden» zum Beispiel. Ein Satz, der so oft fällt, dass man automatisch ein bisschen skeptisch wird. Mark Twain soll einmal gesagt haben, Mauritius sei zuerst erschaffen worden und der Himmel danach einfach kopiert. Nachdem ich selbst ein paar Tage im Four Seasons Resort Mauritius at Anahita verbracht habe, weiss ich ziemlich genau, was für einen Ort er damit gemeint haben muss.

Wahlfreiheit ohne Kompromisse. Das beschreibt das Four Seasons Resort Mauritius at Anahita ziemlich treffend. Und doch fühlt es sich hier ganz anders an als vieles, was man sonst unter Luxus versteht. Auf der weitläufigen Anlage an der Ostküste von Mauritius, wo sich Lagune, Mangroven und der Indische Ozean begegnen, entsteht eine Atmosphäre, die eher an ein eigenes kleines Universum erinnert als an ein klassisches Resort.

Schmale, gepflasterte Wege schlängeln sich durch das Grün, vorbei an Villen, die sich diskret hinter tropischem Blattwerk verbergen. Buggys gleiten lautlos vorbei, Mitarbeitende grüssen dich mit Namen. Hinter einer Kurve öffnet sich der Blick auf die Lagune, hinter der nächsten ein kleiner Teich, in dem sich die Palmen spiegeln.

Luxuriöser Pool mit Palmen und Restaurant

Schon als unser Taxi in die geschlossene Zufahrt einbiegt, sehe ich es. Königspalmen stehen Spalier und wiegen sich leise im Wind. Bereits der Eingang des Four Seasons setzt auf Understatement statt auf grosses Tamtam. Zur Begrüssung gibt es einen Welcome Drink in der Blu’Zil Bar und gleich diesen Blick, bei dem es mir für einen Moment gepflegt die Sprache verschlägt. Vor dir liegt die Lagune, ruhig wie eine glattgezogene Fläche, die den Himmel spiegelt und das Licht in all seinen Blautönen zurückwirft.

Danach werden wir vom Concierge-Service abgeholt und steigen ins Golfcart. Schon diese ersten Minuten fühlen sich weniger nach Ankunft an als nach dem stilvollen Vorspiel zu dem, was noch kommt. Vorbei an freundlich winkenden Mitarbeitenden, über eine Brücke, die das Resort sanft mit der vorgelagerten Mangroveninsel verbindet, auf der unsere Villa auf uns wartet. Das Gepäck ist längst da. Natürlich.

Wir waren nur wenige Tage hier – und haben jede Sekunde genossen. Das Four Seasons at Anahita ist das beste Golfresort, das wir in letzter Zeit besucht haben. Ohne jedes Wenn und Aber. Wer es sich leisten will und kann, wird nicht enttäuscht.


Die Island Beach Pool Villa vom Four Seasons

Tropischer Strand mit Palmen und Villa.
«Eine Beach Pool Villa bucht man nicht für die Nacht. Man bucht sie für den Lifestyle und die Ruhe.»

Das Resort ist komplett villa-basiert. 136 Einheiten, alle mit eigenem Pool, Terrasse und Garten. Wir wohnten in einer der neu gestalteten Island Beach Pool Villas auf der kleinen Mangroveninsel des Resorts. Es ist dieses seltene Gefühl von Privatsphäre, das man nicht gross erklären muss, weil es sofort da ist.

Draussen das leise Rauschen der Lagune, dahinter die Konturen der Bambous Mountains am Horizont. Über der Terrasse ein Strohdach, im Garten Liegestühle, daneben ein privater kleiner Pool, der sich nach einer Golfrunde plötzlich, wie die beste Erfindung des Tages anfühlt. Die Aussendusche wurde bei mir schon am zweiten Morgen zum festen Ritual. Und die Fahrräder vor der Tür vermitteln genau dieses schöne Gefühl, als würde dir dieses weitläufige Resort für ein paar Tage ganz persönlich gehören.

Du kannst mit dem Bike losziehen, musst aber nicht. Eigentlich ist im Resort alles angenehm fussläufig erreichbar. Und wenn dir gerade nicht nach Gehen ist, dauert es selten lange, bis einer der Mitarbeitenden mit dem Buggy vorbeifährt. Das Schönste daran: Wirklich alle fragen mit dieser unangestrengten Herzlichkeit, ob du aufspringen magst und wohin man dich bringen darf.
Nach der umfassenden Renovation, mit der das Four Seasons Resort Mauritius at Anahita im November 2025 mit neuer Energie wiedereröffnet wurde, wirken die Interiors hell, sandfarben und erstaunlich leicht. Den Stil würde ich fast mit einer luxuriösen Foundation vergleichen, die sich schwerelos auf sensible Haut legt. Präsent, aber nie zu viel. Manche nennen das Easy Luxury oder Quiet Luxury. Ich nenne es ganz einfach: endlich angekommen.

Luxus mit Privatsphäre: Wie eine eigene Welt!

Hier bist du ganz bei dir. Du hörst nichts, was dich stört, du siehst nichts, was du nicht sehen willst, und hast genau die Ruhe, die im Alltag so selten geworden ist. Es ist diese Form von Privatsphäre und Luxus, die ein normales Zimmer, selbst in einem sehr guten Hotel, schlicht nicht bieten kann.

Die Details sind durchdacht, ohne sich aufzudrängen. Ein Willkommenskorb mit Früchten, darunter eine aufwendig dekorierte Ananas, das lokale Symbol für Gastfreundschaft, und eine Flasche Takamaka – Wein aus Litschi, der selbst geübten Gaumen meist schmeckt – im Eiskübel, die noch kalt ist. Nicht kalt wie «irgendwann in den Kühlschrank gestellt», sondern kalt wie: «Wir wussten, genau wann du ankommst».

Man könnte an dieser Stelle natürlich die Ausstattungsliste herunterbeten. Klimaanlage, Nespresso-Maschine, Butler-Service, Smart-TV. Alles da. Alles selbstverständlich. Und in Wahrheit alles nebensächlich, solange du bei Sonnenuntergang auf der Terrasse sitzt und den «Reise-Palmen» die sich immer nach Ost/West ausrichten – dabei zuschaust, wie sie sich als Fächer träge im Wind wiegen.
Was bleibt, ist ohnehin etwas anderes. Dieses Gefühl, das sich manchmal schon nach wenigen Stunden einstellt. Als wäre der Körper schneller angekommen als der Kopf. Four Seasons nennt das Service. Wir würden eher sagen: Es ist ein seltenes Geschenk an Reisende, die genau diese Art von Ruhe zu schätzen wissen.

So luxuriös ist das Badezimmer der Island Beach Pool Villa

Das Badezimmer der Island Beach Pool Villa hebt das Wohnerlebnis noch einmal auf ein anderes Niveau. Eigentlich ist es weniger ein Badezimmer als ein eigener kleiner Rückzugsort.

Mitten im Raum steht eine Badewanne, eine stille Einladung zum gepflegten Nichtstun. Warmes Licht fällt durch die Scheiben, Naturstein zieht sich durch den Raum, zwei breite Waschtische unterstreichen die Grosszügigkeit. Die Open-Air-Dusche liegt in einem schwarzen Lavasteingarten, umgeben von Tropengrün und den leisen Geräuschen des Gartens. Ein kleiner Gekko scheint diesen Ort übrigens ebenfalls zu schätzen und nennt ihn ganz selbstverständlich sein Zuhause. 

Das Badezimmer ist hier kein separater Raum im klassischen Sinn, sondern Teil eines offenen Wohnkonzepts. Alles grosszügig inszeniert. Drinnen und draussen gehen fliessend ineinander über. 

Luxuriöses Badezimmer mit Badewanne
Es ist weniger ein Badezimmer – und mehr ein privater Spa-Bereich innerhalb der eigenen Villa.

Dein privater Pool – Island Beach View Pool Villa

Der Pool ist nicht zum Schwimmen gedacht, also nicht riesig. Aber ich kenne jemanden, der darin gut zwei Stunden verbracht hat, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass die Sonne längst brennt. Einfach auf der Stufe sitzen, durch das Geäst der Palmen hindurch in Richtung Ozean schauen und sonst gar nichts. Genau dafür ist er da. Für diese stillen Momente zwischendurch. Für Zweisamkeit. Und für das abendliche Glas Takamaka im kühlen Nass, wenn die Luft noch warm ist und das Licht langsam orange wird.

Mein Lieblingsplatz ist allerdings die grosse Daybed-Liege direkt am Wasser, geschützt unter einem weit gespannten Schirm. Genau der richtige Ort, um einfach mal nichts zu tun. Ein bisschen dösen, ein bisschen schauen, ein bisschen den Moment laufen lassen.

Dahinter liegt die eigene Terrasse, grosszügig angelegt, mit einem Lounge-Sofa, auf dem man sich mühelos für Stunden verlieren kann. Oder, in meinem Fall, auch mal ganz entspannt den Laptop hervorzuholen. Es gibt keinen Durchgang, keine Hintergrundkulisse anderer Gäste. Privat im besten Sinne des Wortes. Nicht abgeschottet, sondern einfach ungestört.

Der Strand vor der Villa: Postkartenklischee in Bestform

Der Strand selbst ist pures Postkartenklischee. Dort warten pro Villa noch einmal zwei eigene Liegen direkt am Wasser, erste Reihe fürs Nichtstun und fürs sehr ausgiebige Fernsehen aufs Meer. Die Liegen stehen nicht dicht an dicht, sondern mit genau jenem Abstand, der einen ernsthaft glauben lässt, dieser Strandabschnitt gehöre gerade nur uns.

Feiner weisser Sand zwischen den Zehen, der Blick auf die sanfte Kurve der Lagune, Palmen, die genau im richtigen Winkel stehen. Ein paar Schritte weiter schwingt eine Hängematte zwischen zwei Palmen. Und am Horizont zeichnen sich die markanten Silhouetten der Bambous Mountains ab, die, wie man uns erzählte, auch ein wunderbares Ziel für Wanderungen sind.

Tropischer Strand mit Palmen und Liegen

Four Seasons Resort Mauritius at Anahita: So fühlt sich Luxus auf Mauritius an

Was Four Seasons grundsätzlich auszeichnet, ist nicht einfach Luxus, sondern die Art, wie er sich anfühlt. Die Hotelgruppe ist bekannt für ihre sogenannte Golden Rule: andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Das klingt zunächst einfach, ist in der Realität aber wohl einer der grössten Unterschiede. Genau daraus entsteht dieser weltweit so besondere Ruf der Marke. Nicht als Marketingversprechen, sondern als gelebte Servicekultur.

Der Luxus zeigt sich hier weniger in Gold, Marmor und grosser Geste als in der Aufmerksamkeit für Details: im weichen Bademantel, im Obstkorb, in den kleinen Aufmerksamkeiten, die still sagen, dass du hier nicht einfach nur Gast bist. Dazu kommt ein Service, der rund um die Uhr präsent ist, ohne je aufdringlich zu wirken: diskret, herzlich und mit genau dem richtigen Gespür für den Moment.
Wie selbstverständlich sich das im Four Seasons Resort Mauritius at Anahita fortsetzt, zeigt sich auch rund um die Poollandschaft. Es gibt gleich mehrere Bereiche, je nachdem, wonach dir gerade ist. Ein paar Bahnen ziehen, mit Kindern planschen oder einfach sehr überzeugend nichts tun: Alles ist möglich.

Der Hauptpool liegt im Herzen des Resorts und ist von den Villen aus angenehm schnell mit dem Fahrrad erreichbar. Schon die Kulisse ist genau so, wie man sie sich auf Mauritius erhofft: hohe Palmen, tropisches Grün und davor ein zweistufiger Infinity-Pool, der sich in Richtung Hauptstrand und Lagune öffnet. Davor liegt der Strand mit dem privaten Jetty zur Île aux Cerfs und wieder diese Hängematten, die in der Dämmerung zu meinen liebsten Fotomotiven zählen.

Auf der einen Seite befindet sich das ganztägig geöffnete Restaurant Chaloupe, auf der anderen eine Reihe stilvoller Liegen, die schon rein optisch klarmachen, dass Eile hier keinen Platz hat. Und der Eiswagen, ja, den gibt es tatsächlich, ist täglich im Einsatz. Der obere Pool ist flach angelegt und mit seinem sanften Einstieg ideal für Familien mit kleineren Kindern. Der untere ist tiefer und damit eher die Bühne für alle, die lieber schwimmen als plantschen.

Im Fitnessbereich gibt es zudem einen 25-Meter-Pool für alle, die tatsächlich Bahnen ziehen wollen. Auch die Fitness Area selbst ist grosszügig angelegt: draussen ein Bereich für Functional Training unter freiem Himmel, drinnen ein klimatisierter Kraftraum mit allem, was ein ernsthaftes Workout braucht. Ich habe hier meinen Tag gestartet, ganz vorbildlich und mit besten Absichten, bevor sich mir später wieder der Eiswagen in den Weg gestellt hat.

Luxuriöses Resort mit Palmen und Pool
Bei NineteenGolf.Guide stehen echte Erlebnisse im Mittelpunkt. Alle Bilder auf dieser Website stammen aus eigener Produktion und zeigen Hotels, Golfplätze, Restaurants und Destinationen so, wie wir sie selbst erlebt haben – authentisch, ungestellt und ehrlich. Die Fotos wurden vom Nineteen-Team aufgenommen und unterliegen unserem Urheberrecht. Eine Verwendung ist möglich, ausschliesslich mit Quellenangabe „© NineteenGolf.Guide“

Kulinarik im Four Seasons Resort Mauritius at Anahita: Restaurants und Fine Dining

Für mich ist Kulinarik selten einfach nur Essen. Es sind Stimmungen. Geschichten. Diese leisen Momente, in denen du spürst, wie viel ein Teller über einen Ort erzählen kann. Im Four Seasons Anahita hat jedes Restaurant seine eigene Handschrift und zusammen ergeben sie ein köstliches Porträt von Mauritius.

Der Morgen beginnt im Restaurant Chaloupe

Was dich dort erwartet, ist keine Frühstücksbuffet-Pflichtübung, sondern eine Brottheke, die aussieht, als hätte jemand eine Pariser Boulangerie kurzerhand in die Tropen verlegt. Croissants in drei Varianten, Multigrain-Sourdough, Vanille-Brioche, Almond-Custard-Schnecken. Alles frisch, alles hausgemacht.

Dazu das vermutlich bestsortierte Früchtebuffet der ganzen Reise und draussen, vor dem klimatisierten Raum, kreolische Linsencurrys, sambalartige Würzsaucen in handbemalten Keramikschalen, ein klassisches English Breakfast und eine Eierspeisen-Station, die wirklich keine Wünsche offenlässt.

«Bonzour» steht auf der Tafel am Eingang. Und fast wie von selbst lande ich an der Pancake-Station. Warm, fluffig, mit frischen Beeren und genau so, wie ich es mag.

La Plaz Beach Grill auf Île aux Cerfs: Beach Lunch exklusiv für Four Seasons Gäste

Mittags zieht es uns ans Wasser. La Plaz Beach Grill: Sonnensegel in warmem Ockergelb, Blick auf die Lagune und auf dem Teller madagassische Garnelen-Tempura in knuspriger Hülle mit Wasabi-Mayo. Mehr braucht es manchmal nicht, um den Lunch sehr überzeugend in die Länge zu ziehen. Wobei – ein Fläschchen Wein aus dem nahen Südafrika schadet der Sache nun wirklich auch nicht.

Was viele nicht wissen: Der Beach Grill liegt auf der Île aux Cerfs, also genau auf jener Insel, auf der sich auch der Golfplatz befindet. Wer die Überfahrt mit dem Speedboat für eine Runde Golf nutzt, macht es wie wir und hängt den Mittagslunch ganz entspannt gleich mit dran. Das Boot für die Rückfahrt kommt dann direkt an den Strand.

Kulinarik mit Meerblick

Blu’Zil und die Rum Library: immer mit schönster Aussicht

Wer nachmittags zwischen Pool und Strand pendelt, landet früher oder später im Blu’Zil. Beachbar, Social Hub, Craft-Cocktail-Adresse und Rum Library in einem. Und spätestens beim zweiten Glas ist der Nachmittag auf die wohl schönste Art verloren.
Ich liebe diesen Ort. Nicht nur wegen der Drinks, obwohl die definitiv ihren Teil dazu beitragen. Sondern auch wegen der kleinen Fische, die in den Terrassenbecken aufwachsen. Skalare, Kugelfische und andere fischigen Bewohner, die hier fast wie in einer geschützten Kinderstube ihre ersten Bahnen ziehen, bevor sie irgendwann ihren eigenen Weg in die Lagune finden. Ich könnte ihnen stundenlang zusehen. Es ist seltsam beruhigend. Fast meditativ.

Und in der Dämmerung, kurz vor dem Dinner, wenn das Licht weicher wird und das Wasser die letzten Farben des Tages aufnimmt, ist das Blu’Zil für mich der schönste Ort im ganzen Resort. Der perfekte Platz für einen Drink, bevor du später in einem der Restaurants verschwindest.

Elegante Lounge mit Blick auf Natur

Ti Pwason: Barfuss-Luxus am Strand

Zum Dinner geht’s ins Ti Pwason. Auf Kreolisch bedeutet das zwar «kleiner Fisch», in der Realität ist das Programm aber alles andere als klein. Der Grill steht direkt am Strand, das Meer rauscht im Hintergrund, und an diesem Abend treten zwei Musiker mit Banjo und Gitarre ganz nah vor unseren Tisch. Nur für uns spielen sie «Love Is All Around» von Wet Wet Wet. Viel unaufdringlich romantischer geht es kaum.

Vor mir liegt ein ovales Tablett: gegrillter Oktopus, Tiger-Prawns, Fisch, Langusten-Scheren, gratinierte Muscheln.
Ich sitze da, barfuss im Sand — meine Sandalen liegen irgendwo hinter mir, achtlos hingeworfen. Und in diesem Moment wird mir klar: Es gibt Luxus, den man kaufen kann. Und dann gibt es diesen hier. Momente, die zwar Geld kosten, aber in der Erinnerung unbezahlbar sind.

Angara: Indische Tandoor-Küche im Four Seasons Mauritius

Die Restaurants liegen am Abend wie leuchtende Inseln am Wasser. Goldenes Licht fällt durch die offenen Strukturen, spiegelt sich ruhig in der Lagune und zieht lange Reflexionen über die Oberfläche. 

Das Angara bietet Tandoori-Küche. Kardamom und Ghee liegen in der Luft. Noch bevor die erste Speisekarte auf dem Tisch liegt, kommt jemand mit kleinen Schälchen und einem feinen Pinsel. Es folgt das Ritual des Bindis, jenes kleinen Punkts auf der Stirn, der im indischen Kulturkreis Schutz und Segen bringen soll. Vier Farben stehen zur Auswahl. Ich entscheide mich für Rot. Ganz klassisch.
Das Ambiente des Angara trägt einen sofort. Warmes Licht unter gestreiften Baldachinen, holzvertäfelte Wände, draussen tropische Nachtluft. Irgendwo zwischen Indien und Mauritius, zwischen Tradition und Moderne. Die Küche bewegt sich genauso: authentische Tandoor-Aromen mit einem Twist, der einen kurz innehalten lässt. Auf dem Tisch erscheint eine weisse Ceviche, cremig und kühl, übersät mit gelben Maiskugeln, eingelegten Jalapeño-Scheiben, Erdnüssen und violetten Blüten. Dazu farbige Papadum-Dreiecke aus einem kleinen Kupfertopf: schwarz mit Sesam, tiefrot, grün, elfenbeinfarben.

Fünf Gänge später ist man satt, aber nicht schwer. Glücklich, aber nicht schläfrig. Und dann kommt noch etwas: Freundschaftsbändchen, kleine Rakhis, in Indien seit Jahrhunderten ein Symbol für Zuneigung und Glück. Die Herren bekommen Blau, die Damen Rot. Ich trage meines noch immer.

Japanisch-inspirierte Küche im Awase

Alle Wege im Four Seasons sind ab der Dämmerung sanft beleuchtet. Kleine Lichter zeichnen Linien durchs Grün, als wolle dich das Resort ganz bewusst langsamer werden lassen, und führen uns von den Island Villas hinüber auf die andere Seite des Resorts. 

Für uns führt er ins japanisch inspirierte Awase. Wir starten mit einer Auswahl an Sushi — und ehrlich gesagt brauche ich an diesem Punkt nicht mehr viel Überzeugungsarbeit. Sushi geht bei mir immer. Danach: gegrillter Oktopus mit Currysauce, eingelegten Gurken und lila Süsskartoffelchips. Wenn ich das in der Schweiz bekäme, wäre ich arm. Aber glücklich.

Am Abend spiegeln sich die Lichter der Restaurants ruhig in der Lagune und geben dem Resort eine ganz eigene Stimmung.

So bewegt man sich durch das Four Seasons at Anahita

Das Anwesen des Four Seasons Resort Mauritius at Anahita erstreckt sich über 26 Hektar tropische Gartenlandschaft. Und ehrlich gesagt ist das eine Zahl, die man erst dann wirklich versteht, wenn man sich selbst einmal hindurchbewegt hat. Am besten mit dem Fahrrad, das vor jeder Villa bereitsteht. In zwei Grössen übrigens, was ich persönlich sehr zu schätzen weiss. Ihr kennt mich ja, ich bin nicht gerade gross. Zumindest körperlich.

Dann rollst du durch schattige Palmenalleen, vorbei an Bougainvillea-Hecken, und bist irgendwann nicht mehr ganz sicher, ob es links zum Strand geht, geradeaus zum Gym oder rechts zu jener Bar mit den Terrassentreppen. Genau so beginnt dieser andere Rhythmus, in den man hier erstaunlich schnell hineingleitet. Und ehe man sich versieht, füttert man Skalare und Kofferkugelfische, als wäre genau das gerade der wichtigste Termin des Tages.

Mauritische Küche entdecken: Kreolischer Kochkurs

Wer mich kennt, weiss: An einem Kochkurs gehe ich normalerweise eher vorbei. Philipp allerdings nicht. Er ist ganz klar der Lukullus unter uns beiden und steht mit echter Begeisterung in der Küche. Und genau für Menschen wie ihn hat das Four Seasons die richtige Antwort: einen lokalen Kochkurs in einer eigens dafür eingerichteten kleinen Hütte mit Blick auf den Strand hinter dem Chaloupe Restaurant, in der die Gäste in die Geheimnisse der mauritischen Küche eingeführt werden.

Gekocht wird mit lokalen Zutaten, nach traditionellen Rezepten, in einer Küche, in der sich die Kulturen der Insel fast wie von selbst begegnen. Indische Gewürze, französische Technik, kreolische Seele.

Philipp war begeistert. Er hat gerührt, probiert, nachgefragt und sehr konzentriert gekocht. Ich habe ihm dabei zugesehen und mit grosser Überzeugung die Rolle übernommen, die mir mindestens ebenso gut liegt: interessiert nicken und mitessen.

Seepferdchen-Schnorcheln in den Mangroven der Lagune

Direkt vor unserer Island Beach Pool Villa kann man schnorcheln. Genau das machen wir auch, auf der Suche nach Seepferdchen. Ausgerüstet mit Schnorchel und Flossen gleiten wir ins badewannenwarme Wasser. Unser Guide hatte sie am Morgen noch gesehen. Aber Seepferdchen, das lernst du schnell, sind keine Wesen für feste Termine. Sie tauchen auf, wenn sie wollen – und eben nicht, wenn du suchst.

Macht nichts. Denn was wir stattdessen sehen, ist mehr als genug: Seegurken und Seesterne auf dem Grund, Muränen in den Felsspalten oder Seegras und überall kleine Anemonenfische, exakt wie Nemo.
Was diesen Ort aber wirklich besonders macht, sind die Mangroven. Sie sind das eigentliche Herz dieses Ökosystems. Garnelen, Hummer, Krabben, Muscheln und sogar Vögel leben in diesem stillen Geflecht aus Wurzeln und Gezeitenwasser.

Einladung zum Four Seasons Management Cocktail

Gleich am zweiten Abend werden wir zum Management Cocktail eingeladen, vorne am Strand, im warmen Licht des Sonnenuntergangs. Wein, Champagner, kleine Häppchen, freundliche Gesichter. Das Setting macht die halbe Arbeit, die Menschen den Rest.

Die Idee dahinter ist so simpel wie clever: Im Luxussegment weiss man längst, dass Hospitality von Beziehung lebt — nicht von Infrastruktur. Es ist der Moment, in dem das Hotel aufhört, ein Produkt zu sein, und beginnt, ein Gastgeber zu werden. Du triffst den General Manager, den Küchenchef, das Guest-Relations-Team, die Personalchefin, die Marketingchefin — und ihr Social-Media-Team, das heute den ganzen Tag Imagebilder für eine Kampagne geshootet hat. Gespräche, die nicht inszeniert wirken, sondern einfach passieren.

Oseyan Spa: Slow Motion über der Lagune

Was in keinem Luxushotel fehlen darf — und im Four Seasons Anahita einen eigenen Namen verdient: das Oseyan Spa. Du läufst über einen Holzsteg, der dich über der schimmernden Lagune ins Spa trägt. Irgendwo auf diesem Steg hat jemand den Schalter bei mir auf Slow Motion gestellt, jedenfalls kommt es mir so vor. 

Das Spa wurde im Zuge der Resort-Renovation komplett neu gestaltet und erweitert — und man merkt es. Der Stil ist von der Natur der Insel inspiriert: organisch, warm, beruhigend. 

Wir liegen nebeneinander im Behandlungsraum, zwei Liegen, zwei Therapeutinnen. Deep Tissue, sagen sie. Und meinen es auch so. Jeder Stress, der sich in den letzten Golfrunden in den Muskeln festgesetzt hat, wird hier gründlich herausmassiert. nach den Behandlungen lädt der Aufenthalt zum Verweilen ein. Der Spa-Shop ist eine wahre Versuchung für den Geldbeutel, wie übrigens auch die niedliche Boutique mit den Urlaubs-Outfits und hübschen Schmuckstücken.

Gut zu wissen: Four Seasons Resort Mauritius at Anahita

Das Four Seasons Resort Mauritius at Anahita liegt in Beau Champ an der Ostküste von Mauritius und ist Teil des Anahita Sanctuary, einer privaten Anlage mit beeindruckender Dimension. Das gesamte Anwesen erstreckt sich über 213 Hektar tropische Gärten und Privatstrände, grenzt an eine der grössten Lagunen der Insel und vereint gleich mehrere Welten an einem Ort.

Zum Ensemble gehören neben dem Four Seasons ein zweites Fünf-Sterne-Hotel, zwei Golfplätze sowie eine Auswahl an Luxusvillen und Residenzen. Auch die vorgelagerte Privatinsel Île aux Chats ist Teil dieses Konzepts. Trotz dieser Grösse wirkt das Resort nie überladen, sondern erstaunlich ruhig und durchdacht.

Anreise: ca. 45 Minuten vom Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport, entweder mit privatem Chauffeur-Transfer oder Mietwagen

Golf: Der Anahita Golf Course von Ernie Els liegt direkt im Resort. Der Île aux Cerfs Golf Club von Bernhard Langer ist per Bootshuttle in wenigen Minuten als Teil des Gesamterlebnisses erreichbar. Eine Runde pro Tag ist inklusive

Zwei Golfplätze inklusive – das ist auf diesem Niveau alles andere als selbstverständlich​. Morgens abschlagen, mittags regenerieren, abends geniessen. Genau so sehen perfekte Golfreisen für mich aus.

Zwei Top-Golfplätze im Four Seasons inklusive

Golf im Four Seasons Resort Mauritius at Anahita bedeutet vor allem eines: maximale Abwechslung auf höchstem Niveau. Gäste spielen auf zwei spektakulären Championship-Plätzen – dem von Ernie Els designten Anahita Golf Club direkt am Resort sowie dem legendären Île aux Cerfs Golf Club von Bernhard Langer, erreichbar per Bootsshuttle. 

Für wen ist das Four Seasons at Anahita perfekt?

Das Four Seasons Mauritius at Anahita ist kein Resort für jene, die jeden Moment verplanen müssen. Es ist ein Ort für Menschen, die wissen, was sie suchen: Raum, Stille, Qualität – und die Freiheit, morgens abzuschlagen, mittags im eigenen Pool zu schwimmen und abends barfuss am Strand zu essen.

Es ist kein Ort für den perfekten Hausstrand – die Lagune rund ums Resort ist teils flach und bedingt zum Schwimmen geeignet. Der wirklich weisse, freie Strand liegt auf Île aux Cerfs, mit dem Bootshuttle schnell erreichbar. Für mich als Golferin: völlig okay. Ich bin hier für Fairways, Ruhe, Pool und Sonnenuntergänge, die sich ins Gedächtnis brennen.
Der Horizont, die Lagune bei Sonnenuntergang in Orange und Rosa oder der erste Kaffee auf der Veranda, noch bevor der Tag beginnt – das sind die Bilder, die bleiben.

Ein luxuriöses Golf-Basecamp, das sich anfühlt wie eine private Residence. Genau die Art von Ort, an dem Golfer:innen kein Programm brauchen – sondern nur Zeit.

Anreise nach Mauritius

„Welcome to the Seychelles.“ Was zunächst nach einem kurzen Zwischenhalt klingt, erweist sich schnell als besonderes Reiseerlebnis. Beim Blick aus dem Fenster zeigt sich Mahé mit einer aussergewöhnlich eindrucksvollen Landebahn: ein schmaler Streifen, der scheinbar direkt durch das türkisfarbene Wasser führt, umgeben von Granitfelsen und tropischer Vegetation.

Gerade diese Kombination macht die Anreise so reizvoll. Was viele nicht wissen: Die Seychellen und Mauritius liegen nur rund zwei Flugstunden voneinander entfernt und lassen sich ideal miteinander verbinden. Für Reisende ab Zürich ist dabei besonders angenehm, dass die Strecke ohne Umweg über die grossen Drehkreuze im Nahen Osten möglich ist.

Wer anschliessend weiter nach Mauritius fliegt, kann zudem ganz entspannt an Bord bleiben. Ein Umsteigen, hektischer Transit oder erneutes Einchecken entfallen – die Weiterreise erfolgt unkompliziert im selben Flugzeug.

Der Direktflug von Zürich nach Mauritius dauert mit Edelweiss rund 11,5 Stunden. Die Zeitverschiebung ist angenehm gering: Im Schweizer Winter ist Mauritius der Schweiz drei Stunden voraus, im Sommer sind es zwei Stunden. Das bedeutet: kein Jetlag, kein Ankommen in Etappen, sondern direkt am nächsten Morgen entspannt auf dem Fairway stehen – ein echter Vorteil für deinen Golfurlaub im Indischen Ozean.

Gerade für Golfer ist die Anreise mit Edelweiss besonders attraktiv, denn das Golfgepäck reist kostenfrei mit.

WAS AUCH NOCH SPANNEND IST