Kaum sind wir mit Airlink von Kapstadt in Skukuza gelandet, zeigt sich zum ersten Mal, dass Shiviko ein bisschen anders tickt. Der kleine Flughafen ist ungefähr so niedlich, wie ein Flughafen nur sein kann, und davor warten die üblichen Safari-Jeeps auf ihre Gäste für das maximale Kruger-Abenteuer. Auf uns wartet eine schwarze Mercedes V-Class in der Business-Luxus-Version. Ein erster Hinweis darauf, dass Shiviko Kruger keine klassische Safari-Lodge ist – und auch gar keine sein möchte.
Dass wir trotzdem am Rand des Kruger Nationalparks sind, lässt sich natürlich nicht übersehen. Auf der kurzen Fahrt Richtung Paul Kruger Gate grasen am Sabie River Büffel, dazwischen stehen ein paar Elefanten. Unser Guide Pet bleibt davon vollkommen unbeeindruckt. «Das sind inoffizielle Sichtungen. Erst mal ankommen», sagt er – ein Satz, den wir in den nächsten Tagen noch öfter von ihm hören.
Knapp 40 Minuten später öffnet sich das Gelände von Elephant Point, einem kleinen Reservat gleich hinter der Parkgrenze, das sich anfühlt, als hätten wir den Park noch gar nicht verlassen. Wir rollen an privaten Lodges vorbei: Reet und Holz, das vertraute Safari-Design. Ganz am Ende des Weges kommt Shiviko Kruger – und plötzlich spricht die Architektur eine andere Sprache: Flachdach, Glas, Sichtbeton. Und obendrauf wächst Gras.
Ankommen bei Shiviko Kruger: Ein ganzes Team winkt zur Begrüssung
Zur Begrüssung steht das ganze Team draussen und winkt, als kämen alte Bekannte nach Hause. Vorne stehen Michael, der mit wenigen Monaten nach England auswanderte, um später voller Stolz zurückzukommen, und seine südafrikanische Frau Anica, die das Haus gemeinsam führen. Dann folgt das Begrüssungsritual: Silence, unsere Butlerin, giesst aus einem Krug warmes Wasser über unsere Hände, aufgefangen von einer glänzenden Messingschale. Daneben wartet Skhumbuso bereits mit einem Tablett mit orangefarbenem Eistee und Zitrone. Vermutlich hat diese kleine Zeremonie einen deutlich würdevolleren Namen. Wir nennen sie fürs Erste einfach: die lange Anreise abwaschen.
Michael – alle nennen ihn Mike – und Anica prägen das Erlebnis entscheidend. Beide sind Profis und haben bereits an einigen herausragenden Adressen gearbeitet. Anica war im Management tätig, Mike zu seinen Anfängen sogar als Ranger in Lodges, die viele Safari-Fans kennen – etwa in Samara in der Karoo. Genau dort haben wir ein Jahr zuvor selbst Station gemacht. Später managten sie gemeinsam Top-Adressen im Safari-Luxussegment.
Exclusive Use: Urlaub in der Private-Villa mit Privatkoch und Butler
Hier muss niemand in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett springen, weil der nächste Game Drive wartet. Und schon gar nicht muss man in Khaki, Safarihemd und Wanderschuhen aufkreuzen – so wie wir es getan haben. Im Nachhinein hätten wir uns den Safari-Look getrost sparen können. Weder der Stil des Hauses noch das Konzept verlangen danach.
Dieses Konzept heisst «Exclusive Use» und ist durchaus wörtlich zu nehmen: kein gemeinsames Dinner mit fremden Gästen, keine festen Essenszeiten, kein vorgeschriebener Game-Drive-Plan. Im Grunde mietest du mit Familie, Freunden oder ganz allein deine eigene Villa samt Team. Bei uns heisst das: Pet als privater Guide – oder besser gesagt Freizeitdesigner –, Jessica als eigene Köchin, Silence als Butlerin und ihr Halbbruder, der sich um nahezu alles andere kümmert. Der Aufenthalt wird um dich herum gebaut.
«Twigs»: Die Skulptur hinter dem Logo von Shiviko Kruger
Das Erste, was wir nach dem Team im Haupthaus zu sehen bekommen, ist Twigs. Wer einmal hier war, erkennt die Figur danach überall wieder. Sie schreitet im Logo neben dem Schriftzug, läuft auf den Türen der Land Cruiser mit, ziert die Bettwäsche und steht in voller Grösse am Pool des Clubhouse: eine rund vier Meter hohe Stahlskulptur, vom Besitzer selbst in Auftrag gegeben. Ein Mensch im weiten Ausfallschritt, mitten in der Bewegung nach vorn. Kopf und Körper sind ein dichtes Geflecht aus dunklen, verdrehten Metallstreben, durch das man stellenweise hindurchsehen kann. Aus dem Rücken aber wächst ein wildes, verzweigtes Geäst, halb Baumkrone, halb Wurzelwerk. Anica erklärt uns, dass die Zweige nach hinten die Vergangenheit und die Zweige nach vorne die Zukunft symbolisieren und wir in der Gegenwart wandeln.
Nachts, wenn Spots die Skulptur von unten anstrahlen, glänzt das Metall silbrig vor dem schwarzen Himmel, und im Pool davor läuft ihr Spiegelbild kopfüber mit. Das Team liest sie so: eine Figur auf dem Weg nach vorn, deren Wurzeln sie mit der Vergangenheit verbinden – Heritage, Identity & Legacy. Ziemlich genau das, wofür Shiviko steht.
Gründächer, Kunst und unsichtbare Technik
Shiviko ist ein Ort, an dem es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Für Kunstinteressierte ist das Anwesen ein kleiner Fundus – und angenehm weit entfernt von jener Safari-Optik, die Afrika zwangsläufig mit Leopardenmuster und Tropenhelm-Deko übersetzen möchte. Stattdessen treffen Kunst, klare Architektur und Landschaft aufeinander. Begrünte Dächer lassen die zweistöckigen Baukörper beinahe in der Grassavanne verschwinden und helfen gleichzeitig, die Innentemperatur zu regulieren. Grosse Schiebetüren öffnen ganze Wände nach draussen, sodass die Landschaft nicht vor der Terrasse endet, sondern Teil des Hauses zu werden scheint.
So modern wie die Architektur ist auch die Technik dahinter. Licht und Klimatisierung lassen sich per Touch steuern, und selbst bei den Vorhängen genügt ein kurzes Zupfen am Stoff – schon gleiten sie wie von Geisterhand zurück. Noch angenehmer ist, was man gar nicht bemerkt: Draussen erleben wir kalte wie heisse Tage, drinnen bleibt das Klima konstant angenehm. Michael erklärt uns, dass eine kontrollierte Wohnraumlüftung permanent für frische Luft sorgt. Kein Fensteröffnen, kein Luftzug, kein Brummen – man merkt nur, dass man nichts merkt.
Die Ekasi Villa bei Shiviko Kruger: Wohnen mit Soweto im Herzen
Vier private Villen verteilen sich über das Gelände von Shiviko, mit jeweils zwei oder drei Schlafzimmern. Zwei bieten Platz für bis zu vier, zwei für bis zu sechs Gäste – genügend Raum also auch dann, wenn mehrere Generationen gemeinsam reisen. Was sie voneinander unterscheidet, ist jedoch nicht nur ihre Grösse. Jede Villa erzählt ihre eigene kulturelle Geschichte Südafrikas.
Unsere heisst Ekasi. Der Begriff stammt aus dem südafrikanischen Township-Slang und bedeutet so viel wie «im Township». Die Villa führt uns gedanklich denn auch schnell nach Soweto.
Schon am Eingang schwebt vor dem Fenster eine Ketteninstallation der Orlando Towers, jener beiden bemalten Kühltürme, die längst zu den Wahrzeichen Sowetos gehören. Im Essbereich begegnen uns Desmond Tutu, Nelson Mandela und Winnie Madikizela-Mandela an den Wänden. Ein Stockwerk höher wird es musikalisch: Unser Schlafzimmer trägt den Namen «Music Room», an den Wänden hängen gerahmte Plattencover von Stimela und Jonas Gwangwa. Und an dieser Stelle müssen wir ehrlich sein: Wir mussten erst einmal googeln.
Wir sind Ende der 70er-Jahre geboren, weit entfernt von Südafrika aufgewachsen und kennen die Geschichte der Apartheid und des Freiheitskampfes natürlich. Vieles davon haben wir damals allerdings nur über Bilder in den Nachrichten wahrgenommen, deren Bedeutung wir als Kinder kaum verstehen konnten.
Im Obergeschoss wird schnell klar, dass Luxus hier vor allem mit Platz zu tun hat. Das Bett ist riesig, die Räume sind es ebenfalls. Schlafzimmer, Bad und begehbare Ankleide fliessen ineinander und nehmen zusammen beinahe die Dimensionen einer kleinen Wohnung an. Man breitet sich aus, lässt Dinge liegen, verschwindet im Bad, taucht irgendwann in der Ankleide wieder auf und merkt, wie angenehm es ist, wenn Raum einmal keine Rolle spielt.
Unser heimlicher Favorit und gleichzeitig der Eyecatcher ist die freistehende ovale Badewanne. Eine Tür zum Kleiderschrank sucht man dagegen vergeblich, denn das Bad geht fliessend in die begehbare Ankleide über. Und dort wartet bereits die nächste Überraschung auf mich.
Unsere Koffer sind leer.
Silence hat nach Freigabe durch meinen Mann längst ausgepackt und alles fein säuberlich einsortiert. Hemden hängen, Schuhe stehen an ihrem Platz, der Inhalt unserer Koffer ist in Schubladen und Schränken verschwunden. Silence ist eine eher stille Natur – der Name passt erstaunlich gut –, aber mit ihrer herzlichen Art braucht sie ohnehin nicht viele Worte. Spätestens hier merken wir: Man kümmert sich um uns, bevor wir überhaupt auf die Idee kommen, dass es etwas zu kümmern gäbe.
Draussen gehört uns eine überdachte Terrasse. Betondecke, schwarzer Stahlpfeiler, ein langer dunkler Tisch mit geflochtenen Sesseln – und dahinter fast nur noch Grün. Baumkronen und Buschland ziehen sich bis zu den blauen Hügeln am Horizont. Unten am Flussufer grast ein Hippo und grunzt zufrieden vor sich hin. Tief, sonor und kaum zu überhören. Dieses Geräusch wird in den nächsten Tagen immer wieder zu unserem ganz persönlichen Shiviko-Soundtrack. Vielleicht ist es dieser Kontrast, der sich festsetzt: drinnen Luxus, draussen Wildnis.
Was unseren Aufenthalt so angenehm macht, sind vor allem unsere drei guten Hausgeister, die um uns herumwuseln, sich um alles kümmern und dieses wunderbare «Whenever, Whatever»-Gefühl entstehen lassen. Wir müssen nichts tun – ausser entscheiden, worauf wir gerade Lust haben. Im Kühlschrank stehen jederzeit Snacks bereit, und hungrig bleibt ohnehin niemand, denn Jessica, die Köchin der Villa, sorgt dafür, dass es uns an nichts fehlt.
Private Köchin und Butlerin: Kulinarik in der Safari-Villa
Kulinarisch funktioniert Shiviko genauso wie der Rest des Hauses: nicht nach einem festen Plan, sondern nach den Menschen, die gerade darin wohnen. Eine Speisekarte gibt es ebenso wenig wie ein Buffet. Dafür eine eigene Köchin, die jeden Tag neu entscheidet, was auf den Tisch kommt – mit regionalen Zutaten, saisonalen Produkten und Kräutern aus der Umgebung. In unserer Ekasi Villa ist das Jessica Mhlanga.
Am Morgen steht Jessica bereits in der Küche, während Silence das Frühstück serviert. Der Duft von frisch Gebackenem und Kaffee zieht durchs Haus – wobei wir gestehen müssen, dass wir uns den allerersten Kaffee kurz zuvor heimlich selbst geholt haben und uns dabei mit einem Augenzwinkern nicht von Silence erwischen lassen wollten, wie wir ihn selbst machen. Auf dem langen Holztisch liegen Croissants und dunkles Brot auf einem Holzbrett, die Butter wartet im Schälchen, daneben steht ein grosses Glas Granola mit Beeren. Danach kommen Eierspeisen aus Jessicas Küche, frisch zubereitet und liebevoll angerichtet.
Was man Jessica am Herd nicht ansieht, ist der Weg dorthin. Wie das südafrikanische Getaway Magazine erzählt, konnte sie sich nach der Schule keine weiterführende Ausbildung leisten. Sie bewarb sich für die Singita School of Cooking – und wurde unter Tausenden Bewerbungen als eine von nur zehn ausgewählt, als jüngste Frau ihres Jahrgangs. Zu ihren Spezialitäten gehören heute traditionelle Gerichte wie Oxtail aus dem gusseisernen Potjie und Mangwinya, die südafrikanische Variante des Vetkoek, die sie früher mit ihrer Mutter zubereitet hat. Für uns ist Jessica eine der Begegnungen, die uns besonders ans Herz gegangen sind: herzlich, warm und mit einer Art, bei der man sie einfach mögen muss.
Das Prinzip dahinter ist einfach: Jessica kocht nur für uns. Keine anderen Gäste. Der Braai (südafrikanisch für BBQ) wird nur für uns aufgetischt, beim Dinner for Two sitzen wir mit Blick auf das flackernde Feuer vor unserer Terrasse. Was, wann und wo wir essen, richtet sich nach uns. Für ein paar Tage dreht sich dieses kleine Universum tatsächlich nur um uns, und wir haben Zeit, einfach mal nur wir zwei zu sein. Natürlich funktioniert das auch, wenn Kind und Kegel, Oma und Opa dabei sind – dann ist es eben Familienzeit statt Zeit zu zweit. Womöglich ist genau das der grösste Luxus hier: Zeit mit den Menschen, mit denen man hergekommen ist. Shiviko schafft dafür den Raum – und nimmt einem fast alles andere ab.
Mehr als nur Safari: Erlebnisse im eigenen Rhythmus
Jeden Morgen steht bei Shiviko dieselbe Frage im Raum: Worauf haben wir heute Lust? Natürlich hat das Team Ideen, macht Vorschläge und organisiert Erlebnisse. Wir müssen im Grunde nur Ja sagen. Aber wir müssen es eben auch nicht. Wenn uns nach etwas anderem ist, sagen wir, was wir möchten – und dann wird geschaut, wie man genau das möglich macht. Und falls du die Tiere lieber aus dem Hubschrauber von oben beobachten möchtest, wird eben ein Hubschrauber organisiert, erzählt uns Pet auf seine herrlich humorvolle Art.
Wenn wir in den Kruger wollen, steht Pet mit dem klassischen offenen 4×4 bereit. Wenn wir weiter weg möchten, wartet die klimatisierte Mercedes V-Class. Und wenn wir morgens beschliessen, dass heute weder Safari noch Ausflug angesagt sind, bleiben wir eben in Shiviko, liegen am Pool und lassen uns von Silence einen Mimosa servieren. Niemand schaut dabei auf die Uhr oder erinnert uns daran, dass um 15 Uhr irgendein Game Drive beginnt.
Aber: Wenn du einen Game Drive im Kruger machen möchtest, lohnt sich das Aufstehen dann eben doch. Denn dort gibt es Momente, für die sich jeder Wecker lohnt: fünf junge Löwen, die gemeinsam ihre Siesta halten – wobei einer von ihnen plötzlich ein Gesicht zieht, das uns kurz rätseln lässt. Bis klar wird: Der Löwe muss mal. Und offensichtlich ist auch das bei einem König der Tiere eine ziemlich ernste Angelegenheit –, zwei Leoparden, die ihre Route ablaufen und dabei die Strasse kreuzen, oder eine Elefantenherde mit einem kleinen Elefanten, der mitten auf der Strasse seine ganz eigene Show abzieht.
Eine ganz andere Seite der Region zeigt die Panorama Route. Gut über eine Autostunde von Shiviko entfernt beginnt eine Landschaft, die mit Safari plötzlich gar nichts mehr zu tun hat: die Three Rondavels hoch über dem Blyde River Canyon, God’s Window mit seinem moosbewachsenen Regenwaldpfad und die vom Wasser ausgewaschenen Gesteinskessel der Bourke’s Luck Potholes. Pet erzählt uns, dass daraus meist eine Tagestour wird. Und vielleicht ist genau das der Punkt: Rund um Shiviko gibt es weit mehr zu entdecken als den Kruger Nationalpark – andere Naturschönheiten, Kultur und ein Südafrika jenseits der klassischen Safari.
Shiviko Kruger für Golfer: Der Schlüssel zu einer Tee Time im Leopard Creek
Wer Golf spielt, kennt Leopard Creek. Ein Prestigeplatz, von dem viele Golfer träumen. Wenn die Alfred Dunhill Championship über die Bildschirme läuft, wechselt die Kamera immer wieder vom Fairway über den Crocodile River hinüber in den Kruger Nationalpark. Elefanten, Hippos, Giraffen oder Krokodile werden dabei beinahe selbstverständlich Teil der Golfkulisse. Wer will denn da bitteschön nicht auch selbst mal abschlagen?
Gesagt, getan. Ganz so einfach ist es allerdings nicht: Eine freie Startzeit online suchen, buchen und losspielen funktioniert hier nicht. Und deshalb bekommt unser Aufenthalt in Shiviko noch einmal eine andere Dimension. Als Gast gehört man zu dem kleinen Kreis, für den eine Tee Time im privaten Leopard Creek Country Club arrangiert werden kann. Wie uns Michael erklärt, wird das Regime gerade angepasst, um das Erlebnis Leopard Creek wieder auf seinen alten, elitären Weg zurückzuführen – und eine Tee Time wieder zu etwas Besonderem zu machen.
Wofür Leopard Creek noch bekannt ist? Natürlich für seine 18 Leoparden. An jedem Loch wartet eine lebensgrosse Skulptur des südafrikanischen Künstlers Dylan Lewis. Gemeinsam erzählen sie einen Tag im Leben eines Leoparden. Von Loch zu Loch verändern sich Haltung und Bewegung der Katze – vom ruhenden Leoparden am ersten Abschlag über den Jäger mit gerissener Beute bis zum letzten Akt, bei dem er scheinbar zufrieden in die Landschaft blickt.
Unserer Meinung nach folgt auch der Platz selbst der Geschichte des Leoparden: Die ersten neun Löcher sind ziemlich gemütlich. Auf den zweiten neun wacht der Leopard dann auf. Der Platz wird spannend und taktisch, bis zum grossen Finale am 18. Loch, wo schliesslich über Leben und Tod entschieden wird – zumindest über Leben oder Tod des Golfballs.
Bei NineteenGolf.Guide stehen echte Erlebnisse im Mittelpunkt. Alle Bilder auf dieser Website stammen aus eigener Produktion und zeigen Hotels, Golfplätze, Restaurants und Destinationen so, wie wir sie selbst erlebt haben – authentisch, ungestellt und ehrlich. Die Fotos wurden vom Nineteen-Team aufgenommen und unterliegen unserem Urheberrecht. Eine Verwendung ist möglich, ausschliesslich mit Quellenangabe „© NineteenGolf.Guide“
Vom Leopard Creek zu den Big Five: Game Drive nach der Golfrunde
Zum Gesamterlebnis, das das Team von Shiviko für uns organisiert, gehört selbst die An- und Abfahrt. Rund zwei Stunden dauert die Strecke zum Leopard Creek. Hingefahren werden wir früh am Morgen, mit einem Kaffee in der Hand, komfortabel in der Mercedes V-Class. Nach der Runde wartet dagegen der offene Safari-4×4 auf uns. Auch zurück sind wir rund zwei bis drei Stunden unterwegs, nur wird aus dem Transfer diesmal kurzerhand ein Game Drive durch den Kruger. Und der liefert: Auf dem Weg nach Shiviko sehen wir tatsächlich die kompletten Big Five – eine Seltenheit im Kruger, wo nur rund sieben Prozent der Fläche über Strassen erreichbar sind.
Noch mehr Golf am Kruger Nationalpark: Skukuza Golf Club und Kruger Park Lodge
Dass Golf hier auch vollkommen anders aussehen kann, zeigt sich knapp 30 Autominuten von Shiviko entfernt. Der Skukuza Golf Club nennt sich selbstbewusst «The Wildest Golf Course in the World» und ist das Gegenstück zu Leopard Creek: neun Löcher mitten im Kruger Nationalpark, ohne Zäune – gespielt wird nur, wenn die Verantwortlichen grünes Licht geben und kein Löwenrudel auf dem Grün liegt.
Ein zweiter 9-Loch-Platz liegt ganz in der Nähe: der Kruger Park Lodge Golf Course bei Hazyview. Er gehört zur Kruger Park Lodge und wurde von Gary Player entworfen.
Luxus-Safari in Südafrika: Für wen sich Shiviko Kruger lohnt
Shiviko ist für Menschen gemacht, die vor allem Zeit miteinander verbringen möchten – und bereit sind, für diese Form von Privatsphäre und Individualität entsprechend viel Geld auszugeben. Im Grunde kauft man sich ein kleines Universum auf Zeit: eine komplette Villa, viel Platz und ein Team, das sich ausschliesslich um die eigenen Wünsche kümmert. Nichts davon kommt von der Stange.
Deshalb funktioniert Shiviko so gut für Familien über mehrere Generationen, aber auch für Freundesgruppen oder Honeymooner, die sich einmal etwas gönnen möchten. Wer dagegen das klassische Erlebnis einer luxuriösen Safari-Lodge sucht und es gerne etwas geselliger mag, findet im Greater Kruger ebenfalls passende Adressen – Royal Malewane wäre dafür ein Beispiel. Shiviko Kruger definiert Luxus anders: über Zeit, Privatsphäre und die Freiheit, sich um möglichst wenig selbst kümmern zu müssen. Für uns war es das erste und sicher nicht das letzte Mal, diesen modernen Lifestyle zu geniessen, der zum Glück auch das moderne Südafrika ausmacht.
Shiviko Kruger: Gut zu wissen für deinen Aufenthalt
Anreise nach Shiviko:
Airlink fliegt täglich nonstop von Kapstadt nach Skukuza, die Flugzeit beträgt knapp zweieinhalb Stunden. Auch von Johannesburg gibt es tägliche Direktverbindungen. Am Skukuza Airport wird man vom Shiviko-Team abgeholt; bis zur Villa sind es rund 40 Minuten. Alternativ können Transfers ab Mbombela, Hazyview oder Hoedspruit sowie private Flug- und Helikoptertransfers organisiert werden.
Villen & Konzept im Shiviko:
Shiviko ist auf Exclusive Use ausgelegt: Die Villa gehört während des Aufenthalts ausschliesslich der eigenen Reisegesellschaft. Zum Konzept gehören ein privates Team mit Guide, Köchin, Butler und Housekeeping sowie individuell organisierte Game Drives und Ausflüge. Feste Essenszeiten oder einen vorgegebenen Safari-Tagesablauf gibt es nicht. Die Preise variieren je nach Villa und Saison und sind auf Anfrage erhältlich.
Kruger Nationalpark:
Shiviko liegt bei Elephant Point unmittelbar am Kruger Nationalpark und eignet sich damit für Game Drives ebenso wie für Ausflüge in die weitere Region. Die Öffnungszeiten der Kruger-Gates ändern sich je nach Jahreszeit; im September beispielsweise sind die Eingangstore von 6 bis 18 Uhr geöffnet.
Beste Reisezeit für Safari:
Eine einzige gibt es eigentlich nicht. Von April bis September herrscht Trockenzeit mit warmen, trockenen Tagen und teilweise kalten Nächten; durch die lichtere Vegetation gelten diese Monate traditionell als besonders gut für Tierbeobachtungen. Von Oktober bis März ist es heisser und regenreicher, dafür wird die Landschaft deutlich grüner.
Kleidung für Safari:
Das Safari-Outfit kann getrost zu Hause bleiben. Für einen Game Drive im Kruger sitzt man ohnehin im Fahrzeug, entsprechend reicht ganz normale, bequeme Freizeitkleidung. Wichtiger ist der Zwiebellook: Frühmorgens und abends kann es im offenen 4×4 empfindlich kühl werden, während es tagsüber schnell warm wird. Feste Schuhe, Hut, Sonnenbrille und Sonnenschutz sind trotzdem praktisch. Und falls du den Kruger lieber zu Fuss statt aus dem 4×4 erleben möchtest, hat das Shiviko-Team auch darauf die passende Antwort und organisiert eine geführte Walking Safari. Dann allerdings darf das Safari-Outfit tatsächlich aus dem Koffer.
Gesundheit bei Safari:
Der Kruger Nationalpark liegt in einem Malariarisikogebiet. SANParks stuft das Risiko zwar grundsätzlich als niedrig ein, weist aber auf ein höheres Risiko zwischen November und April hin und empfiehlt Reisenden, eine medikamentöse Prophylaxe mit dem eigenen Arzt abzuklären.
Tipp für Golfer:
Safari und Golf lassen sich rund um Shiviko erstaunlich gut kombinieren. Das Team organisiert die Tee Time im Leopard Creek Country Club und macht auf Wunsch selbst aus dem Rücktransfer einen Game Drive durch den Kruger. Wer noch mehr spielen möchte, findet mit dem Skukuza Golf Club und dem Kruger Park Lodge Golf Course zwei weitere Plätze in der Region.
Tipp für die Weiterreise:
Wer Safari, Golf und Küste miteinander verbinden möchte, kann Shiviko wunderbar mit der Garden Route kombinieren. Nach ein paar Tagen am Kruger geht es per Inlandsflug von Skukuza nach Gqeberha weiter Richtung Küste. Wer noch ein ganz anderes Safari-Gefühl erleben möchte, legt zunächst einen Stopp in einem Private Game Reserve im Eastern Cape ein, bevor es mit dem Mietwagen weiter entlang der Garden Route geht. Zwischen Gqeberha, Knysna und George warten dann nicht nur Küste und Landschaft, sondern auch einige der spannendsten Golfplätze Südafrikas.