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Hermanus Südafrika: Guest Houses, Whale Watching und Cliff Path

Wir sind im September in Hermanus, und das aus einem ziemlich guten Grund: Wale. Sehr grosse sogar. Jetzt ist Hochsaison für die Southern Right Whales und Buckelwale, die jedes Jahr in die geschützten Gewässer der Walker Bay kommen. Hermanus gilt als einer der besten Orte Südafrikas für Whale Watching vom Land aus. Im September herrscht hier also praktisch Hauptverkehrszeit im Meer.

Und genau deshalb wollten wir hierher. Einen Wal vom Boot aus zu sehen, ist schon etwas Besonderes. Aber einfach an einer Klippe zu stehen und plötzlich taucht da einer auf, ohne Tour, ohne Programm und ohne Vorwarnung, das macht etwas mit einem. Spätestens als wir vom Cliff Path aus eine Southern-Right-Wal-Mutter mit ihrem Kalb entdecken, ist klar: Das musst du einmal gesehen haben. Und wenn einer tatsächlich springt, jubelt plötzlich die halbe Klippe. Wildfremde Menschen zeigen aufs Wasser, lachen, rufen und freuen sich gemeinsam wie kleine Kinder. Genau diese kollektive Begeisterung macht Hermanus für uns so besonders.

Wegweiser im Zentrum von Hermanus bei Sonnenuntergang in Südafrika
Sich in Hermanus zu verlaufen, ist gar nicht so einfach und irgendwie auch nicht besonders schlimm.

Hermanus Boutique Guest House: Von Frühstück bis Betthupferl

Unsere Basis ist das Hermanus Boutique Guest House an der Marine Drive, nur einen Steinwurf von der felsigen Küste entfernt. Direkt unterhalb liegt Fick’s Pinchos & Wine, daneben verläuft der berühmte Cliff Path. Der Old Harbour und das Zentrum von Hermanus sind ebenfalls bequem in etwa 15 Minuten zu Fuss erreichbar.

Der Blick, den wir uns von unserem Zimmer aus ausgemalt haben: Vorhang auf, Walker Bay in Blau, Grau oder Grün, mit etwas Glück ein Wal zum ersten Kaffee. Unser Zimmer Nummer 18 im zweiten Stock des Hinterhauses hält sich mit dem Meerblick allerdings gepflegt zurück. Stattdessen blicken wir auf den Parkplatz und links auf den kleinen Pool. Ein bisschen schade finden wir das schon, gerade weil das Meer hier nicht einfach nur Aussicht, sondern irgendwie Teil des ganzen Hermanus-Gefühls ist.

Dabei liegt das Guest House genau dort, wo du in Hermanus sein möchtest. Insgesamt 18 Zimmer und Suiten stehen zur Auswahl, vom Standard Deluxe Room bis zur Penthouse Suite mit umlaufendem Balkon und Panoramablick über die Walker Bay. Wenn du morgens tatsächlich vom Bett aus nach Walen Ausschau halten möchtest, solltest du bei der Buchung also genau hinschauen: Meerblick ist hier eine Zimmerkategorie und keine automatische Nebenwirkung der Adresse.

Unser Tipp deshalb: Wenn verfügbar, buch dir eines der Zimmer vorne im Haupthaus mit Blick auf die Walker Bay. Der Aufpreis gegenüber den rückwärtigen Zimmern ist überschaubar. Und ganz ehrlich: Wenn du schon an einem Ort schläfst, an dem morgens theoretisch ein Wal an deinem Fenster vorbeischwimmen könnte, dann möchten wir wenigstens die Chance haben, ihn auch zu sehen.

Ein kleiner Tipp noch: Wer im September nach Hermanus reist, sollte die Klimaanlage direkt bei der Ankunft einschalten, und zwar nicht auf «Kühlen», sondern vor allem auf «Dry» zum Trocknen, denn die Luftfeuchtigkeit in den Zimmern ist enorm.

Das Hermanus Boutique Guest House ist keine klassische Luxusadresse, sondern eher die Einstiegskategorie für alle, die in guter Lage wohnen möchten, ohne gleich das ganz grosse Reisebudget aufzumachen. Die Zimmer funktionieren fast ein bisschen wie ein Appartement, nur eben ohne Küche. Die vermissen wir hier allerdings keine Sekunde, denn dafür ist die Restaurantszene in Hermanus schlicht zu gut.

Farbenfrohes Interieur im Hermanus Guest House in Südafrika mit floralen Lampenschirmen
Ein Gläschen gefällig? Der Sherry steht bereit. Bedienen ausdrücklich erwünscht.

Der Tag beginnt für uns ziemlich entspannt. Für den ersten Kaffee müssen wir nicht einmal das Zimmer verlassen, denn die Nespresso-Maschine steht schon bereit. Und falls zwischendurch der kleine Hunger kommt, finden wir im Haupthaus eine Etagere mit frischem Obst zur Selbstbedienung.

Am späten Nachmittag wird es dann fast schon ritualisiert: Zwischen 17 und 18 Uhr gibt es täglich zwei Gläser Wein aufs Haus. Schliesslich sind wir im Western Cape. Da fühlt sich ein Glas Wein am Nachmittag weniger wie Luxus und mehr wie landschaftsgerechte Versorgung an. Später wartet im Haupthaus noch ein Sherry zur Selbstbedienung.

Am Abend wird beim Turndown-Service das Wasser im Zimmer aufgefüllt, und als kleines Betthupferl liegt eine Praline auf dem Kopfkissen bereit. Das mögen wir.

Warum Hermanus fast nur Guest Houses hat

Wer in Hermanus nach den grossen Hotelnamen sucht, sucht länger als gedacht. Dafür stolperst du gefühlt an jeder zweiten Ecke über ein Guest House, ein kleines Boutique-Hideaway oder eine Villa mit ein paar Zimmern und, mit etwas Glück, ziemlich beneidenswertem Meerblick. Das ist kein Zufall, sondern ein Stück Ortsgeschichte.

Hermanus begann als kleine Fischersiedlung rund um den heutigen Old Harbour und entwickelte sich später zu einem beliebten Ferien- und Erholungsort. Die gute Meeresluft lockte Besucher an, Sanatorien und erste Hotels entstanden. Mit der Zeit entdeckten immer mehr wohlhabende Feriengäste die Küste für sich, und statt nur im Hotel zu wohnen, bauten viele ihre eigenen Häuser. Spätestens in den 1950er- und 60er-Jahren gehörte Hermanus zu den beliebten Ferienorten der Kapregion. So wuchsen entlang der Küste vor allem Villen und Ferienhäuser statt grosser Hotelkomplexe.

Und viel Platz für Letztere gibt es ohnehin nicht. Auf der einen Seite liegt der Atlantik, auf der anderen erheben sich die Berge, dazwischen bleibt ein vergleichsweise schmaler Streifen für die Stadt. Hermanus ist geografisch gesehen also eher auf Boutique als auf Bettenburg programmiert.

Viele der privaten Häuser wurden mit zunehmendem Tourismus zu Guest Houses und kleinen Boutique-Unterkünften, und genau das prägt das Ortsbild bis heute. Es passt auch zur Art, wie hier gereist wird: Viele Gäste kommen individuell aus Kapstadt, bleiben ein paar Tage für Wale, Kulinarik und Meer und ziehen anschliessend weiter Richtung Garden Route.

Ganz ohne klassische Hotels kommt Hermanus natürlich trotzdem nicht aus. Mit The Marine thront sogar eines der traditionsreicheren Luxushotels Südafrikas direkt über den Klippen. Dort haben wir im neuen Pavilion Restaurant gegessen, und das ist definitiv eine unserer Empfehlungen.

Kein Anfang der Garden Route, aber ihr schönstes Vorspiel

Eines gleich vorweg, damit keine Verwirrung entsteht: Hermanus gehört nicht zur Garden Route. Die beginnt offiziell erst in Mossel Bay, gut zwei Autostunden weiter östlich. Hermanus liegt rund 2 Stunden       südöstlich von Kapstadt und eignet sich damit ziemlich perfekt als Zwischenstopp auf dem Weg dorthin.

Was Hermanus schafft, ist selten geworden: Der Ort fühlt sich zugänglich und trotzdem besonders an, mit einem eigenartig ruhigen Tempo, an das man sich nach Kapstadt erst einmal wieder gewöhnen muss. Hier passiert genug, damit dir nicht langweilig wird – und gleichzeitig wenig genug. Genau das macht Hermanus zu so einem guten Ort für eine Auszeit: raus aus dem Takt der Stadt, weg vom digitalen Dauerrauschen. Das Einzige, was hier noch rauscht, ist die Brandung des Meeres.

Southern Right Whales direkt vor der Küste von Hermanus in der Walker Bay
Und plötzlich sind sie da. Southern Right Whales nur wenige Meter vor den Felsen. Näher braucht Whale Watching für uns eigentlich nicht zu werden.

Warum alle wegen der Wale nach Hermanus kommen

Die eigentlichen Stars hier heissen Southern Right Whales. Wobei hinter diesem Namen eine ziemlich unschöne Geschichte steckt. «Right Whale» nannte man sie früher, weil sie für Walfänger als der «richtige Wal» galten: langsam, häufig küstennah unterwegs und nach dem Töten an der Wasseroberfläche treibend. Wenn man heute an den Klippen von Hermanus steht und ihnen beim Spielen, Atmen oder einfach nur beim Dahingleiten zusieht, wirkt dieser Ursprung fast unvorstellbar.

Zum Glück ist die Walker Bay heute kein Jagdrevier mehr, sondern Kinderstube. Jedes Jahr ziehen die Southern Right Whales aus den kalten, nahrungsreichen Gewässern rund um die Antarktis an die südafrikanische Küste. In den geschützten, wärmeren Buchten finden die Weibchen genau das, was sie brauchen: Ruhe, Sicherheit und Zeit für ihren Nachwuchs. Hier bringen sie ihre Kälber zur Welt, säugen sie und bleiben, bis die Kleinen kräftig genug für die lange Reise zurück in den Süden sind.

Vielleicht berührt einen dieser Ort genau deshalb so sehr. Weil man nicht einfach Wale beobachtet, sondern Mütter mit ihren Jungen. Weil man plötzlich versteht, warum sie ausgerechnet hierherkommen. Und weil aus einem spektakulären Naturschauspiel etwas erstaunlich Persönliches wird.

Das Schöne daran: Du musst dafür nicht einmal aufs Boot. Ich bin den Cliff Path bei bestem Frühlingswetter kilometerweit allein entlanggelaufen, das Meer immer im Blick, und habe an mehreren Stellen Wale entdeckt. Mal zeigte sich nur ein Rücken, mal eine Flosse, dann wieder verriet eine Bewegung im Wasser, dass da draussen gerade etwas passiert. Dieses Schauen, Suchen und Warten gehört für mich zum Zauber dazu.

Unterwegs bin ich immer wieder mit Locals ins Gespräch gekommen. Viele von ihnen haben selbst beim ganz normalen Spaziergang mit dem Hund ein Fernglas dabei. Die Wale gehören hier einfach zum Alltag und schaffen es trotzdem jedes Mal, alle stehen bleiben zu lassen.

Rund um den Old Harbour ist am meisten los. Je weiter du dem Cliff Path folgst, desto ruhiger wird es, denn die meisten Besucher bleiben in Hafennähe. Wenn du Zeit hast, ist mein Tipp deshalb ganz klar: weiterlaufen. Irgendwann begegnet dir kaum noch jemand.

Genau dort habe ich mich schliesslich hingesetzt und über eine Stunde lang zwei Walen zugeschaut. Ganz allein, mit bestem Blick aufs Meer. Und als einer von ihnen plötzlich aus dem Wasser sprang, kam mein lautes «Wow!» völlig automatisch.

Sievers Point und der Old Harbour gehören zu den bekannten Spots, doch eigentlich kann dir dieses Erlebnis fast überall entlang der Küste begegnen. An manchen Stellen gibt es sogar Sitzplätze wie in einem kleinen Amphitheater.

Ganz allein sind die Southern Right Whales hier übrigens nicht. Auch Buckelwale ziehen auf ihrer Route vorbei, während Brydewale das ganze Jahr über in der Region unterwegs sind. Im September herrscht vor Hermanus also einiges an Verkehr.

Wer die Tiere vom Wasser aus erleben möchte, kann rund 40 Autominuten entfernt in Gansbaai mit Marine Dynamics, die zu einer wissenschaftlichen Stiftung für Meeresbewohner gehören, zu einer Marine Big 5 Tour starten. Je nach Sichtung begegnen dir dabei Wale, Haie, Delfine, Robben und Pinguine.

Und falls du dich schon vor der Reise ein wenig auf Hermanus einstimmen möchtest: «Der Walausrufer» von Zakes Mda passt erstaunlich gut zu diesem Ort. Denn Hermanus hat tatsächlich einen Whale Crier. Das ist touristisch, gehört aber tatsächlich zur Identität des Ortes.

Whale Crier von Hermanus mit Kelp-Horn beim Whale Watching an der Walker Bay
Ein Beruf, den es so wohl nur in Hermanus gibt: Der Whale Crier hält Ausschau nach Walen und macht mit seinem Horn aus getrocknetem Kelp auf Sichtungen aufmerksam.

Der Cliff Path von Hermanus

Zwölf Kilometer Küstenweg, vom New Harbour bis zum Grotto Beach. Felsen, Brandung, Fynbos, Wildblumen, kleine Wasserfälle und schroffe Klippen. Ein Weg, der gleichzeitig meditativ ist und wachhält. Morgens, wenn die Luft noch kühl ist, fast menschenleer, nachmittags belebt von Spaziergängern, die alle dasselbe suchen: Abstand vom Alltag und Nähe zum Meer.

Und die spürst du hier wirklich. Wenn die Brandung gegen die Felsen schlägt, liegt die Gischt in der Luft, setzt sich auf die Haut und irgendwann schmeckst du das Salz auf den Lippen. Der Cliff Path selbst wechselt dabei ständig seinen Charakter. Mal läufst du über einen schmalen Steinweg, mal schlängelt sich der Pfad direkt durch den Fynbos, dann wieder geht es über Holzplanken oder über Stahlstege, die direkt an den Klippen befestigt sind. Genau das macht ihn so abwechslungsreich. Unterwegs führen immer wieder kleine Abzweigungen zu Aussichtspunkten und Buchten wie Skulpiesbaai, Langbaai, Kammabaai und Voelklip Beach.

Einer der bekanntesten Spots ist Sievers Point. Je weiter du dich vom Zentrum entfernst, desto ruhiger wird es. Immer wieder stehen Bänke am Wegesrand, auf denen man eigentlich nur kurz Platz nehmen möchte und dann doch viel länger sitzen bleibt. Schliesslich könnte jederzeit ein Wal auftauchen.

Rund um den Old Harbour und Gearing’s Point zeigt sich der Cliff Path noch einmal von einer ganz anderen Seite. Zwischen Felsen, Fynbos und Meer tauchen plötzlich Skulpturen auf. Manche bunt und ein bisschen verrückt, andere so zurückhaltend, dass sie beinahe mit der Landschaft verschmelzen. Sie gehören zu «Sculpture on the Cliffs», einem Kunstprojekt des Hermanus FynArts Festivals, das seit 2014 zeitgenössische Kunst an die Küste bringt. Andere Orte hätten vermutlich einfach noch eine Aussichtsplattform hingestellt. Hermanus stellt Kunst hin.

Fast genauso spannend fand ich allerdings die Männer in den leuchtend grünen Westen mit der Aufschrift «Cliff Path Management». Ich habe sie immer wieder beim Schneiden, Pflegen und Aufräumen gesehen. Erst dabei wurde mir bewusst, dass sich zwölf Kilometer Küstenweg eben nicht von allein in Schuss halten. Die Cliff Path Management Group kümmert sich gemeinsam mit der Gemeinde um Wege und Aussichtspunkte, schützt die empfindliche heimische Vegetation, entfernt invasive Pflanzen und pflanzt Fynbos nach. Kurz gesagt: Während wir spazieren, Wale suchen und Fotos machen, sorgen andere dafür, dass es hier auch morgen noch genauso schön aussieht.

Und dann wären da noch die Klippschliefer. Kleine, pelzige Tiere, die erstaunlich zutraulich zwischen den Felsen umherhuschen und dabei aussehen, als könnten sie keiner Fliege etwas zuleide tun. Und jetzt kommt’s: Zu ihren nächsten lebenden Verwandten gehören tatsächlich die Elefanten. Ja, richtig gelesen. Warum ich das weiss? Weil ich als Kind eindeutig zu viel Heinz Sielmann und David Attenborough geschaut habe.

Hermanus Reisetipps

Fernkloof Nature Reserve: 

Wenn du Hermanus nicht nur auf Wale reduzieren möchtest, lohnt sich ein Abstecher ins Fernkloof Nature Reserve. Das Schutzgebiet liegt praktisch oberhalb der Stadt, umfasst rund 1.800 Hektar und bietet etwa 60 Kilometer Wanderwege durch den Fynbos. Besonders schön ist es im südafrikanischen Frühling, wenn überall Wildblumen blühen. Wanderschuhe statt Wal-Fernglas, zumindest für ein paar Stunden.

Hemel-en-Aarde Valley: 

Der Name bedeutet übersetzt «Himmel und Erde», und zumindest beim Wein wurde hier nicht zu viel versprochen. Wenn du Pinot Noir und Weissweine magst, solltest du einen halben Tag für das Tal einplanen. Zahlreiche Weingüter liegen nur wenige Kilometer ausserhalb von Hermanus.

Samstag ist Markttag: 

Wenn du am Wochenende in Hermanus bist, lohnt sich ein Besuch auf dem Hermanus Country Market. Samstags von 9 bis 14 Uhr gibt es lokale Produkte, Essen und Kunsthandwerk. Ebenfalls am Samstag findet im Hemel-en-Aarde Village der Hermanuspietersfontein Food & Wine Market statt. Frühstück, Wein und Wochenende. Kann man schlechter beginnen.

Gut zu wissen, bevor du losfährst

Anreise: 

Am unkompliziertesten erreichst du Hermanus mit dem Mietwagen oder per Taxi bzw. Uber-Transfer ab Kapstadt. Dafür solltest du mit rund CHF 100 bis 125 rechnen. Die Route führt über die N2 und R43. Je nach Verkehr solltest du mit rund eineinhalb bis zwei Stunden Fahrzeit rechnen.

Beste Reisezeit: 

Für Whale Watching sind die Monate Juli bis November ideal, wobei August bis Oktober als Hochsaison gelten. September hat uns besonders gut gefallen. Die Chancen auf Southern Right Whales und Mutter-Kalb-Paare sind ausgezeichnet, gleichzeitig beginnt am Kap der Frühling und der Fynbos blüht. Eine Garantie gibt es bei Wildtieren natürlich nie. In Hermanus stehen die Chancen aber ziemlich gut, dass du dein Fernglas öfter brauchst als deine Geduld.

Auch ausserhalb der Walsaison lohnt sich Hermanus, etwa im Februar und März bei sommerlich warmem Wetter. Plane ein paar Tage ein, dann hast du Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang auf dem Cliff Path, das Walker Bay Nature Reserve und vielleicht noch einen Ausflug Richtung Gansbaai. Hermanus ist ohnehin viel zu schön, um es im Sehenswürdigkeiten-Schnelldurchlauf abzuhaken.

Sicherheit: 

Ich habe Hermanus als angenehm und entspannt erlebt. Ich bin hier als Frau mehrfach allein kilometerweit auf dem Cliff Path unterwegs gewesen und auch allein durch die belebten Einkaufsstrassen im Zentrum gelaufen. Die Menschen waren durchweg freundlich, und ich hatte zu keiner Zeit Angst oder Bedenken. Natürlich gelten auch hier die üblichen Vorsichtsmassnahmen, die ich auf Reisen grundsätzlich beachte, wie ab der Dämmerung lieber ein Taxi zu nutzen, auch für die kleinsten Wege. Mein persönliches Gefühl vor Ort war jedoch durchweg positiv. Und spätestens, wenn selbst die Einheimischen beim Gassigehen mit Hund und Fernglas unterwegs sind, merkt man ohnehin schnell, worauf hier die grösste Aufmerksamkeit gerichtet ist: aufs Meer.

Aktivitäten rund um Hermanus: Kulinarik, Wein, Golf

WAS AUCH NOCH SPANNEND IST

Tapas Gericht im Ficks Restaurant Hermanus am Cliff Path
Fischrestaurant

Die besten Restaurants in Hermanus

Hermanus, der kleine Küstenort, hat sich kulinarisch zu einer sehr guten Adresse entwickelt, bei der man erstaunlich schnell merkt: Hier