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Auf der Promenade von Marina Village liegt ein Segelboot neben dem nächsten. Olivenbäume in Terrakottatöpfen werfen kleine Schatten auf den warmen Naturstein, und irgendwo zwischen Bootsstegen und Caféterrassen stellt sich unweigerlich die Frage: Wo genau soll hier eigentlich der neue, viel besprochene Golfplatz sein?

Die Antwort liegt ein paar Kurven weiter oben. Dort formt Gary Player gerade Montenegros ersten 18-Loch-Golfplatz aus der felsigen Landschaft. Willkommen in Luštica Bay, einem Ort, der noch keine 18 fertigen Löcher hat, aber schon jetzt eine der spannendsten Golfgeschichten an der ganzen Adria erzählt.

Wer den Namen zum ersten Mal hört, denkt oft an ein weiteres Ferienresort an der montenegrinischen Küste. Falsch gedacht. Was hier auf rund 690 Hektar und knapp sechs Kilometern Küstenlinie zwischen der Unesco-geschützten Bucht von Kotor und der offenen Adria entsteht, ist keine Ferienanlage, sondern eine komplett neu geplante Küstenstadt – und der erste ernstzunehmende Golf-Adressenpunkt Montenegros überhaupt.

Willkommen in Luštica Bay: Aussicht auf die Adria-Bucht

Lustica Bay – eine Stadt, kein Resort

Entwickelt wird Lustica Bay vom Schweizer börsenkotierten Immobilienentwickler Orascom Development gemeinsam mit der Regierung Montenegros. Rund 1,6 Milliarden Euro sind langfristig budgetiert, über 600 Millionen davon laut Unternehmensangaben bereits verbaut. Im Vollausbau sollen hier sieben Hotels, rund 3’000 Wohneinheiten vom Studio bis zur Villa, zwei Marinas, Schulen, ein medizinisches Zentrum und eben jener 18-Loch-Golfplatz entstehen – Platz für am Ende rund 6’000 Bewohnerinnen und Bewohner. Bemerkenswert dabei: Nur rund zehn Prozent der Fläche werden überhaupt bebaut. Der Rest bleibt, was er ist – Macchia, Fels, Meer.

Samih Sawiris, der Kopf hinter Orascom, hat einmal gesagt, wichtiger als Leute, die in seiner Stadt kaufen, seien Leute, die darin leben. Genau das ist in Lustica Bay Programm: Läden und Restaurants entlang der Promenade werden von Montenegrinerinnen und Montenegrinern geführt, mehr als 80 Prozent der Beschäftigten in der gesamten Entwicklung stammen aus der Region, und unter den Eigentümerinnen und Eigentümern zählt man mittlerweile Menschen aus über 50 Nationen. Das Motto der Anlage – «A place to belong» – klingt erst nach Marketing, bis man merkt: Man meint es hier tatsächlich so. Kein Wunder, dass Vergleiche mit Costa Navarino, Andermatt Swiss Alps oder El Gouna fallen – alles Projekte aus demselben Haus.

Yachthafen und Leuchtturm

Golf in Lustica Bay: Gary Player und der erste Platz mit Meerblick von jedem Loch

Das eigentliche Herzstück für Golferinnen und Golfer liegt oberhalb der Bucht: ein 18-Loch-Platz, signiert von Gary Player und Montenegros erster überhaupt.

Player plant hier einen spektakulären Seaview-Parkland-Course, der sich über mehr als 200 Höhenmeter durch die Landschaft zieht. Es geht ordentlich auf und ab, der Platz ist lang, sportlich und anspruchsvoll. Ein gemütlicher Feriencourse mit hübscher Aussicht soll das also ganz bewusst nicht werden. Trostpflaster: Von jedem einzelnen Loch aus sieht man das Meer, eine Eigenschaft, die weltweit nur rund zehn Prozent aller Golfplätze vorweisen können.

Drei Löcher plus Driving Range sind bereits bespielbar, sechs weitere befinden sich im Grow-in. Die ersten neun Löcher sollen 2027 spielbar sein, der komplette 18-Loch-Platz bis 2028 fertiggestellt werden.

mann auf der teebox mit meerblick
Golfdirektor Boško zeigt uns, wie er das Grow-in der neuen Fairways kontrolliert.
Das sind unsere aktuellen Ideen, wir freuen uns an weitere Vorschläge an unsere Redaktion

Die Luštica Bay Destination: Hotels und Immobilien zwischen Golfplatz, Marina und Adria

Luštica Bay ist eine komplett geplante Stadt am Meer. In Quartieren wie Marina Village, Centrale, The Peaks und Horizon entstehen Apartments, Ferienhäuser und Villen, teils direkt am Golfplatz und mit Blick auf die Adria. Wer sich also beim Golfen fragt, ob man hier nicht einfach länger bleiben könnte, hat eine ziemlich konkrete Antwort: In Luštica Bay kann man den Meerblick auch kaufen.

Mehr als 1’000 Wohneinheiten sind laut Orascom bereits verkauft, an über 700 Eigentümerfamilien aus mehr als 50 Nationen. Die Marina bietet aktuell 115 Liegeplätze, fünf Strände sind bereits fertiggestellt.

Hotels in Luštica Bay: Vom The Chedi bis Centrale

Seit 2018 steht direkt an der Marina das The Chedi Luštica Bay, das erste Fünf-Sterne-Hotel der Destination und Mitglied der Leading Hotels of the World. Inzwischen ergänzt das Centrale Luštica Bay by Angsana das Angebot mit einem Boutique-Hotel mitten im neuen Stadtzentrum. Dazu kommen private Vacation Homes für alle, die lieber im eigenen Apartment wohnen. Langfristig sieht der Masterplan sogar sieben Hotels vor.  

Und wer etwas wirklich Aussergewöhnliches sucht: Vor der Küste liegt Mamula Island, eine historische Festungsinsel, die heute als exklusives Hotel der Banyan Group geführt wird und einen ganz besonderen Rückzugsort vor der Küste von Luštica Bay bietet.

Felsige Küste und türkisfarbenes Meer auf Mamula Island Montenegro
Kein klassischer Sandstrand, dafür Wasser, bei dem man nicht lange überlegt, ob man hineinspringt. Die felsige Küste gehört zum Charakter der Insel.

Die Boka-Bucht: Kotors Unesco-Welterbe vor der Haustür

Ein weiterer Standortvorteil liegt buchstäblich vor der Haustür: die Bucht von Kotor, kurz Boka genannt, eine der spektakulärsten Küstenlandschaften Europas. Geologisch kein Fjord, sondern eine sogenannte Ria – ein überflutetes Flusstal –, fühlt sie sich mit ihren bis zu 1’500 Meter hohen Kalksteinbergen, die fast senkrecht aus dem tiefblauen Wasser steigen, trotzdem genau danach an. Venezianische Städtchen, barocke Kirchen und uralte Fischerdörfer schmiegen sich an die schmale Küstenlinie – Natur und Kultur so eng verwoben, dass der innere Teil der Bucht zum Unesco-Welterbe erklärt wurde. Vom Hafen von Lustica Bay aus ist die Boka in wenigen Bootsminuten erreichbar, was die Destination auch für Tagesausflüge und Bootstouren attraktiv macht.

Anreise: Mit Edelweiss in unter zwei Stunden an die Adria

Edelweiss Flugzeug am Flughafen Zürich
Direkt von Zürich an die Adria: Im Sommer bringt Edelweiss uns nach Tivat und damit fast vor die Haustür von Luštica Bay.

Edelweiss verbindet Zürich während der Sommersaison direkt mit Tivat – ohne Umsteigen und in weniger als zwei Stunden. Vom kleinen Flughafen sind es anschliessend rund 15 Fahrminuten bis nach Lustica Bay. Für Golferinnen und Golfer eine gute Nachricht: Auf von Edelweiss durchgeführten Flügen reist das erste Golfgepäckstück bis 23 Kilogramm grundsätzlich kostenlos mit, sofern kein Light-Tarif ohne Aufgabegepäck gebucht wurde und die Ausrüstung rechtzeitig angemeldet ist.