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Dolomitengolf in Osttirol: 36 Loch, vier Kurse und ganz viel Panorama

36 Loch, aufgeteilt in vier 9-Loch-Kurse, die das Golfsekretariat täglich neu kombiniert. Das macht den Platz nicht nur gross, sondern angenehm abwechslungsreich. Wer mehrere Tage spielt, steht nicht jeden Morgen vor derselben Runde – rein rechnerisch ergeben sich sechs mögliche 18-Loch-Varianten.

Was den Platz aber wirklich ausmacht, ist die Stille. Das Dolomitengolf liegt auf der Alpensüdseite, eingebettet zwischen der Weite Osttirols und den Lienzer Dolomiten. Die Berge sind immer da.

Die Anlage ist überraschend flach für eine alpine Region. 99 Prozent der Gäste, sagt man uns, sind Golferinnen und Golfer. Das ist kein Hotel mit Golfplatz. Das ist ein Golfparadies mit Hotel.

Wer in den Suites eincheckt, bekommt für die gesamte Aufenthaltsdauer einen Golfcart gratis dazu, inklusive eigenem Golffach im Club, wo das Equipment einfach stehen bleiben darf. Kein Wunder, dass die meisten den Cart nutzen. Schade eigentlich – denn nur wer läuft, spürt das Fairway wirklich unter den Füssen und entdeckt jedes Mal neue Ecken, die man vom Cart aus verpasst.

wasserhindernis mit brücke und bäumen am grün

Dolomitengolf Silber: die 9-Loch-Schlaufe mit Inland-Links-Gefühl

Der Silberne Kurs ist bereits auf dem neuen Standard – und ehrlich gesagt: Vom Layout gefällt er uns am besten. Vielleicht, weil er sich am wenigsten nach klassischem Parkland anfühlt und fast ein wenig wie ein Inland-Links spielt. Offen, weit, mit Fairways, die Raum geben und trotzdem klare Entscheidungen verlangen.

Die Bäume stehen hier nicht im Weg, dafür übernehmen tiefe Blumenwiesen diese Rolle zuverlässig. Gerät der Ball auch nur ein Mü zu weit hinein, wird die Suche schnell vergebens. Dazu grosse, selbstbewusste Bunker und Wasserhindernisse, die das Spiel wachhalten, ohne ihm die Leichtigkeit zu nehmen.

Obwohl die Zahlen auf der Scorekarte nüchtern bleiben, fühlt sich der Silberne moderner und sportiver an. Vielleicht auch deshalb, weil hier endlich einmal die Drives so richtig rausgehen – und ein Platz, auf dem der Driver mitspielt, sammelt bekanntlich schnell Sympathiepunkte. Vielleicht ist er genau deshalb unser Lieblingskurs im Dolomitengolf. Aber wie so oft beim Golf gilt: Layoutliebe ist Geschmackssache.

Auch modisch passt dieser Platz eher zu klaren Linien als zu viel Tamtam. Bei 36 Grad auf dem Fairway tragen wir neue Styles von GOLFINO – sportlich, leicht und genau richtig für eine Runde, auf der man Bewegungsfreiheit nicht nur schätzt, sondern braucht. Es ist diese Art von Golfmode, die nicht laut sein muss, um gut auszusehen: funktional genug für den Drive, elegant genug für den Drink danach.

Jeden Freitag findet hier ein 9-Loch-Turnier statt – für Gäste, die über die Woche gespielt haben, und für Golf-Beginner, die in der hauseigenen Akademie gerade ihren Platzreifekurs gemacht haben. An unserem Turniertag sind tatsächlich viele frische Platzreife-Absolventen dabei. Das merken wir erst, als uns gleich mehrere fragen, ob auch wir gerade unsere Platzreife gemacht hätten. Ziemlich verwundert sind sie dann, als der erste Drive schnurgerade 160 Meter rausgezimmert wird.

Gespielt wird bei sengender Sommerhitze auf dem Silberkurs, und das Windchen, das über die Fairways streicht, verleiht dem Platz streckenweise ein leichtes Linksgefühl. Flight-Partner Reto aus Graubünden erzählt uns, dass er hier sogar eine Fernmitgliedschaft hat – für 400 Euro im Jahr. Er übernachtet im Schwesterhotel nebenan, dem 4-Sterne Dolomitengolf Hotel & Spa, gespielt wird auf demselben Platz. Reto kommt seit Jahren jeden Sommer hierher, nur um eine Woche Golf zu spielen. Und er ist damit nicht allein: Wir treffen mehrere Gäste, die schon mehr als das siebte oder zehnte Mal da sind.

panoramablick über den Golfplatz im Dolomitengolf Resort in Osttirol
Bei NineteenGolf.Guide stehen echte Erlebnisse im Mittelpunkt. Alle Bilder auf dieser Website stammen aus eigener Produktion und zeigen Hotels, Golfplätze, Restaurants und Destinationen so, wie wir sie selbst erlebt haben – authentisch, ungestellt und ehrlich. Die Fotos wurden vom Nineteen-Team aufgenommen und unterliegen unserem Urheberrecht. Eine Verwendung ist möglich, ausschliesslich mit Quellenangabe „© NineteenGolf.Guide“
 

Dolomitengolf Rot: 9 Löcher im grössten Golfresort Tirols

Der Rote Kurs beginnt dort, wo Golf im Resort idealerweise beginnt: direkt neben dem Proshop. Wir starten schon um acht Uhr morgens, allein, mit genügend Zeit und ohne Druck im Flight dahinter. Der Platz zeigt sich als angenehm entspannter Parkland-Kurs – ruhig, gepflegt, gut lesbar und genau richtig, um in den Tag hineinzuspielen.

Die Fairways sind breit, die Grüns top gepflegt, die Bunker hell vor dem Felsenpanorama dahinter. Wasserhindernisse plätschern genau dort, wo man gerade seinen Rhythmus gefunden hat – charmant, ein bisschen unverschämt und immer dann, wenn es am wenigsten passt.

Besonders schön wird es an Loch 7. Das Dogleg führt direkt am Dolomitengolf Suites vorbei, entlang des Pools, mit der Fahne fast vor dem Haus. Ein langes, durchaus anspruchsvolles Par 5 – und unser Lieblingsloch auf diesem Kurs.

Wer früh raus will, nutzt den Frühgolfer-Brunch, der bis 12 Uhr im benachbarten Dolomitengolf Hotel & Spa serviert wird, direkt am ersten Abschlag. Praktisch für alle, die ihren eigenen Rhythmus bestimmen und lieber Qualität als Eile wollen. Und wer sein Spiel gezielt verbessern will, bucht eines der Golf-Packages der Akademie: mehrere Tage intensiv mit den Pros an Technik und Spielpraxis, ganz ohne auf Genuss zu verzichten.

Grün mit Wasserhindernis im Dolomitengolf Resort in Osttirol
Der wohl schönste Anblick für Golfer: Das Grün vom 9ten Loch vor dem Wasserhindernis. Ausblick vom Clubhaus

Dolomitengolf Blau: frisch überarbeitet, besser gewappnet für den Winter

Lukas, der Golf Club Manager, erzählt uns, dass der Blaue Kurs gerade umfassend überarbeitet wurde und seit wenigen Tagen wieder offiziell geöffnet ist. Der Grund liegt in der Topografie: Die Anlage ist relativ flach, und im Winter kann drei bis vier Monate lang eine dicke Eisschicht auf den Fairways liegen. Für den Rasen bedeutet das Stress – bis tief in die Wurzeln.

Der Blaue Kurs wurde deshalb neu onduliert und mit einer neuen Drainage versehen, die das Problem künftig deutlich entschärfen soll. Und das ist erst der Anfang: Nach und nach sollen in den kommenden Jahren auch der Rote und der Grüne Kurs auf diesen Standard gebracht werden.

Grüner Kurs Dolomitengolf: Weite Fairways, Bergblick und bewegte Grüns

Der Grüne Kurs startet ebenso wie der Silberne und Blaue hinten am Starterhäuschen und wirkt wenn man ihn spielt auf den ersten Blick wie die zweite Version vom Roten Kurs   – weit, flach, landschaftlich offen und mit viel Raum zwischen Fairway, Bäumen und Bergkulisse. Doch unterschätzen sollte man ihn nicht. Er gilt als der längste der vier Kurse, und gerade die bewegten Grüns verlangen mehr Aufmerksamkeit, als die entspannte Optik zunächst vermuten lässt. Auf den Bildern sieht man gut, was diesen Kurs ausmacht: grosszügige Spielbahnen, helle Bunker, einzelne markante Bäume, hohe Blumenwiesen am Rand und immer wieder dieser Blick in die Berge. Ein Kurs, der nicht laut auftritt, aber im Spiel durchaus Charakter zeigt.

Golfcart am Bunker auf dem Golfplatz

Platzreifekurse im Dolomitengolf: Golf lernen im Urlaub

golftasche auf driving range dolomitengolf

Auch beim Golfservice merkt man im Dolomitengolf Resort, dass hier nicht erst seit gestern abgeschlagen wird. Alles ist darauf ausgelegt, den Einstieg ins Spiel so unkompliziert wie möglich zu machen – egal, ob du bereits routiniert unterwegs bist oder deine Platzreife noch vor dir hast.

Die Akademie Dolomitengolf bietet dafür eigene Einsteigerkurse an, bei denen du innerhalb von fünf Tagen Schritt für Schritt zur Platzreife geführt wirst. Trainiert wird in kleinen Gruppen, mit Leihschlägern, Kursunterlagen sowie Range- und Übungsbällen inklusive. Auf dem Programm stehen die Grundlagen des Spiels: Schwung, Chip, Putt, erste Runden auf dem Platz sowie Regel- und Etikettekunde. Kurz gesagt: alles, was du brauchst, um dich später sicher und entspannt auf dem Golfplatz zu bewegen.

Dass das im Dolomitengolf besonders gut funktioniert, liegt auch an der Infrastruktur. Die Anlage ist grosszügig, die Driving Range bietet ausreichend Raum zum Üben, und auf der angeschlossenen Übungsanlage kannst du genau das trainieren, worauf es später auf der Runde ankommt: lange Schläge, kurzes Spiel, Putten, Bunker, Gefühl. Dazu kommt der 36-Loch-Meisterschaftsplatz direkt vor der Tür – also genug Golf, um das Gelernte nicht nur auf der Matte, sondern auch im echten Spiel zu testen.

Für alle, die bereits Platzreife haben und gezielt weiterkommen möchten, gibt es zusätzliche Golf-Packages mit den Pros der Akademie. Dort wird mehrere Tage lang an Technik, Taktik und Spielpraxis gearbeitet – unterstützt durch moderne Trainingssysteme wie Trackman, Videoanalyse, SAM PuttLab oder Logical Golf. Das klingt ziemlich professionell, bleibt aber angenehm urlaubstauglich: vormittags trainieren, nachmittags spielen, abends gut essen.

Dolomitengolf Resort: Wohnen, Kulinarik und Golfurlaub in Osttirol

Nach dem Spiel ist vor dem Resortgefühl: Wie es sich in den Dolomitengolf Suites wohnt, warum so viele Gäste wiederkommen und was das Haus kulinarisch besonders macht, erzählen wir in unserem ausführlichen Artikel zum Dolomitengolf Resort.

frau auf balkon schaut zurück und grüsst

Apropos Stil auf dem Platz: Die Golfoutfits, die ich während dieser Reise trage, stammen aus der neuen Kollektion von Golfino. Leichte Materialien, klare Linien, sportliche Schnitte – genau richtig für Tage, an denen es früh auf den Platz geht, mittags 36 Grad hat und man nach der Runde trotzdem noch gut angezogen auf der Terrasse sitzen möchte. Wer die Looks nachshoppen möchte, findet die aktuelle Kollektion im Golfino Online-Shop.

WAS AUCH NOCH SPANNEND IST