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Dolomitengolf Suites – zwei Hauben, fünf Sterne und 36 Löcher, die dich nicht mehr loslassen

Hinter Lienz, fast ein bisschen versteckt, biegen wir ein letztes Mal ab – und plötzlich öffnet sich eine kleine Welt für sich. Zur Rechten die schroffen Lienzer Dolomiten, zur Linken frisch gemähtes Grün, und mittendrin das On-Course-Hotel Dolomitengolf Suites. Wer hier ankommt, bleibt gern. Und wenn man ehrlich ist: Es gibt eigentlich keinen Grund, eine Woche lang überhaupt wieder hinauszufahren.
Entspannte Gesichter, glückliche Gäste, jede Menge Wiederholungstäter. Für viele ist das Dolomitengolf längst keine Hoteladresse mehr, sondern ein vertrauter Rückzugsort. Das spürst du, sobald du den Wagen abstellst.

Wir starten in Zürich, das Ziel: Lavant in Osttirol. Auf dem Papier eine Strecke wie viele andere. In der Realität ein kleiner Geduldstest, denn auf dem Brenner und durchs Pustertal reiht sich Baustelle an Baustelle. Gefühlte 60 Stundenkilometer, kilometerlang.

Aber ehrlich gesagt: Genau hier zeigt unser E-Auto Genesis GV60 Luxury, was es kann. Die modernen Assistenzsysteme übernehmen einen guten Teil der Lenkarbeit, halten die Spur, regeln den Abstand, nehmen uns den Stress aus dem ständigen Stop-and-go. Wir kommen an, ohne das Gefühl, eine Schlacht hinter uns zu haben – und das ist, wenn man ehrlich ist, schon die halbe Reise wert.

Lavant liegt bei Lienz, und das Dolomitengolf liegt dort, wo man fast glaubt, man hätte sich verfahren. Einmal rechts abbiegen, vorbei an Wald und Wiesen, und schon stehst du in einer idyllischen Parallelwelt.

Bauhaus statt Alpen-Kitsch: Architektur trifft Bergpanorama

Auf den ersten Blick überrascht das Dolomitengolf mit einer Architektur, die man hier nicht sofort erwarten würde: kubisch, klar, reduziert. Eine Formensprache, die an den Bauhausgedanken erinnert – clean, chic, weniger ist mehr. Kein alpiner Hüttencharme, kein dekorativer Überschwang, kein Schnickschnack.

Und doch wirkt nichts kühl. Es ist der Kontrast, der funktioniert: gerade Linien gegen zerklüftete Berge, klares Design gegen wilde Natur. Genau das macht den Ort so eigen.

Dolomitengolf Suites: Suiten statt Zimmer – und der Unterschied ist kein kleiner

elegantes hotelzimmer mit bergblick

Unsere Suite, Nummer 822, liegt ganz oben im Gebäude: 100 Quadratmeter Superior Suite mit einem Wohnzimmer, das diesen Namen auch verdient. Das gepolsterte Bett-Kopfteil in warmem Taupe, Kissen mit dezentem Muster, der Doppelwaschtisch im Bad mit Blick durch die Glasfront auf den eigenen Balkon. Alles grosszügig gedacht, nichts wirkt zusammengequetscht. Platz genug, um ein paar Tanzschritte zu üben, ohne irgendwo anzustossen.

Das ist der Unterschied zwischen einem Zimmer, in dem man schläft, und einem Zimmer, in dem man tatsächlich lebt – wenigstens für ein paar Tage.

Generell wird im Dolomitengolf Suites nicht gekleckert, sondern grosszügig gewohnt. 78 Suiten gibt es hier, erzählt uns Hoteldirektor und Gastgeber Florian Steiner, und keine einzige misst weniger als 45 Quadratmeter. Dazu italienische Designermöbel, warme Materialien, viel Licht und grosszügige Loggien mit Liegestühlen – perfekt für ein sehr privates Sonnenbad. Und natürlich dieser Blick auf das, wofür man hergekommen ist: Berge und Golfplatz.

Familie Hamacher und das Team: 30 Jahre und kein bisschen müde

Der 46-jährige Florian Steiner ist ein guter Einstieg in die eigentliche Geschichte dieses Hauses – denn hinter den Dolomitengolf Suites steckt keine anonyme Hotelkette, sondern die Familie Hamacher. Seit über 30 Jahren in der Region verwurzelt, mit einer Konsequenz, die man spürt. Begonnen hat alles 1994, als Werner Hamacher sein erstes Haus eröffnete, das Defereggental Hotel & Resort. 1999 kam die Anlage Dolomitengolf Osttirol mit den ersten 18 Loch dazu, 2006 wuchs sie auf 27 Loch, 2017 schliesslich auf die heutigen 36 Loch.

2003 eröffnete das Dolomitengolf Hotel & Spa, 2012 dann das 5-Sterne-Designhotel Dolomitengolf Suites. Heute kümmern sich rund 250 Mitarbeitende um das gesamte Resort. Jeder Ausbau folgt demselben Gedanken: Was braucht ein anspruchsvoller Gast wirklich? Und dann: Wie macht man es noch etwas besser?

mann im anzug in vinothek
Florian Steiner, seit 21 Jahren im Unternehmen und heute Hoteldirektor und Gastgeber im Dolomitengolf – einer, der das Haus nicht nur führt, sondern prägt.

Florian selbst kümmert sich rund um die Uhr um die Bedürfnisse der Gäste – mit einer Herzlichkeit, die einem hier nirgends schwerfällt. Seit 21 Jahren ist er im Haus, hat als Restaurantleiter angefangen und macht bis heute allabendlich seine Runde bei den Gästen.

Das Team selbst ist bunt zusammengewürfelt, viele kommen aus Rumänien, Ungarn, Slowenien und Kroatien, manche schon seit vielen Jahren. Sie wohnen in einer Team-Residenz, die genau zwischen den Suites, dem Hotel und dem Golfplatz liegt. Eine unserer Servicekräfte erzählt uns, dass die Zimmer dort traumhaft sind, dass es allen gut geht und dass sie ein eingeschworenes Team sind. Es mache ihr grossen Spass, auch wenn es manchmal stressig sei – und in ihrer Freizeit habe sie hier sogar Langlaufen gelernt, obwohl sie aus Ungarn kommt. Solche Geschichten erzählt man nicht, wenn man sich nicht wohlfühlt.

Restaurant Vincena: Zwei Hauben, viel Herz und Osttiroler Geschmack

Chefkoch in der Küche
Kurz vor dem Abendservice: Küchenchef Johannes Wendelin-Pointner vor der Küche der Dolomitengolf Suites. Das Restaurant Vincena trägt bereits zwei Hauben – für ihn kein Ruhekissen, sondern eine Herausforderung, die er mit Herz, Humor und Haltung angenommen hat.

Wo so viel Herzblut im Haus steckt, wundert es nicht, dass abends die wohl schönste Bühne dafür öffnet: das Restaurant Vincena. Zwei Hauben sind in Österreich keine Kleinigkeit. Dazu 86 Punkte im Falstaff Guide, eine zweite Bestätigung, die niemand bräuchte, der schon einmal hier gegessen hat. Im Rahmen der Gourmet-Halbpension gehört das mehrgängige Menü für Suiten-Gäste ohnehin zum Abend dazu, ergänzt um ausgewählte Degustationsabende, die sich lohnen, sobald man sie einmal entdeckt hat.

Hinter dieser Küche steht Johannes Wendelin-Pointner, ein waschechter Osttiroler, der einen Schweinsbraten lieber als Schweinsbraten serviert, als ihn in seine Atome zu zerlegen. Kein Schäumchen, kein Rumgebastel auf dem Teller, dafür Handschrift, fast wie Kalligrafie, wie er selbst sagt. Und sein Fazit zur eigenen Arbeit, unprätentiös wie der ganze Mann: «Ich steh jeden Tag mit einem Lächeln auf, jedenfalls zu 99 Prozent.» Das ganze Interview findest du hier. 

Essen im Dolomitengolf: Zwei-Hauben-Kulinarik im Restaurant Vincena

Pianobar im Hotel
Hoteldirektor Florian im Gespräch mit seinem Barkeeper

Wer danach noch nicht genug hat, und das ist keine unrealistische Gefahr, findet sich in der Piano Bar wieder. Ein architektonisches Statement aus dunklem Holz, gedämpftem Licht und alpiner Klarheit, wo sich italienisches Design und Tiroler Zurückhaltung in einem Glas treffen. Die Vinothek nebenan lädt zum Bleiben ein. Man darf ruhig noch eine Runde länger sitzen.

Ein eigenes kleines Kapitel verdienen übrigens die Bananen. Sie sind hier heiss begehrt, hoch im Kurs, und das Haus weiss das nur zu gut: Im Früchtekorb in der Lobby und beim Frühstück liegen sie in grosser Zahl bereit. Wir haben selbst gesehen, wie sich Gäste stapelweise ihre Tagesration sichern, um sie später mit auf die Runde zu nehmen. Eine kleine, fast liebenswert simple Choreografie, die sich jeden Morgen aufs Neue wiederholt – und ein schöner Übergang zu dem, weswegen die meisten überhaupt hier sind. 

Unseren Artikel zu den vier 9-Loch-Schlaufen im Dolomitengolf Resort findest du hier.

Bei NineteenGolf.Guide stehen echte Erlebnisse im Mittelpunkt. Alle Bilder auf dieser Website stammen aus eigener Produktion und zeigen Hotels, Golfplätze, Restaurants und Destinationen so, wie wir sie selbst erlebt haben – authentisch, ungestellt und ehrlich. Die Fotos wurden vom Nineteen-Team aufgenommen und unterliegen unserem Urheberrecht. Eine Verwendung ist möglich, ausschliesslich mit Quellenangabe „© NineteenGolf.Guide“

Dolomitengolf Suites: Alpenpanorama auch beim Schwimmen

ausblick auf den pool

Der Spa-Bereich ist über einen verglasten Gang mit dem Haupthaus verbunden, ein Detail, das man erst zu schätzen weiss, wenn man nach der dritten Runde leicht geschmeichelt die Beine hochlegt. Über 1000 Quadratmeter Wellness: beheizter Aussenpool im Garten mit Blick auf die Lienzer Dolomiten, vollverglaster Innenpool direkt am Bergpanorama, ein Panorama-Badehaus mit finnischer Sauna, Bio-Sauna und Dampfbad, Technogym-Fitness, fünf Behandlungsräume. Dazu ein neues Hallenbad, das den Bereich noch einmal vergrössert.

Bei Hochsommertemperaturen um die 36 Grad, wie wir sie erleben, ist die Bio-Sauna allerdings ziemlich verwaist. Wer bei dieser Hitze schon schwitzt, ohne sich zu bewegen, braucht keine zusätzliche Wärmekammer. Wer hier keine Erholung findet, sucht sie aktiv nicht.

Golfurlaub im Dolomitengolf: Warum so viele Gäste wiederkommen

Je länger du dich im Resort umhörst, desto klarer wird: Viele Gäste kommen nicht einfach einmal, sie kommen wieder. Manche zum siebten Mal, manche noch öfter. Rund 70 Prozent Stammgäste, erzählt Florian, der Hoteldirektor. Und wenn du während deines Aufenthalts abends einen Tisch am Fenster möchtest, solltest du besser früh genug reservieren. Auch das ist hier offenbar Teil des Spiels.

Warum so viele Gäste wiederkommen, versteht man im Dolomitengolf ziemlich schnell. Es ist diese Mischung aus Golf ohne Umwege, ruhiger Lage und einem Resort, das den Tagesablauf fast von selbst organisiert.

Der andere Teil ist weniger planbar und vielleicht noch wichtiger: die ungekünstelte Herzlichkeit der Führung und der Mitarbeiter selbst. Dieses Haus wirkt nicht freundlich, weil es freundlich wirken möchte. Es ist freundlich. Und das überträgt sich spürbar auf die Gäste. Selten haben wir eine so harmonische Atmosphäre erlebt – auf dem Platz, im Restaurant, im Spa und sogar auf dem Hotelflur Richtung Neubau. Egal, wem man begegnet: Man wird herzlich gegrüsst.

Anreise & Praktisches

Lavant liegt keine 10 Minuten von Lienz entfernt, und Lienz ist besser erreichbar, als man denkt. Mit dem Auto von Salzburg rund 2,5 Stunden via Zell am See, von Innsbruck ebenfalls 2,5 Stunden über den Felbertauern, von München rund 3,5 Stunden. Wer aus der Schweiz kommt, fährt wie wir über den Brenner und das Pustertal – mit etwas Geduld für die Baustellenabschnitte. Mit dem Zug geht es direkt bis Lienz, von dort ein kurzes Taxi. Wer fliegt: Klagenfurt ist in rund 1,5 Stunden erreichbar, Innsbruck in etwa 2,5 Stunden. 

Die Golfsaison startet jährlich Mitte April.

36 Traumlöcher mit Panorama-Garantie: Golf am Fuss der Dolomiten

36 Loch, aufgeteilt in vier 9-Loch-Kurse, die das Golfsekretariat täglich neu kombiniert. Das macht den Platz nicht nur gross, sondern angenehm abwechslungsreich. Wer mehrere Tage spielt, steht nicht jeden Morgen vor derselben Runde – rein rechnerisch ergeben sich sechs mögliche 18-Loch-Varianten.

Klicke unten auf den Artikel und gelange direkt zu unserem Beitrag über die vier 9-Loch-Schlaufen im Dolomitengolf Resort.

WAS AUCH NOCH SPANNEND IST