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Der Links Course im Constance Belle Mare Plage: Warum der Name täuscht

Der Name sagt Links Course, das Gelände sagt erst einmal etwas ganz anderes. Wer hier einen klassischen Links mit Dünensand, Meergras und jener windgepeitschten, leicht störrischen Küstenlaune erwartet, muss sich hier kurz neu sortieren. Denn statt am Meer entlangzuspazieren, stehst du im hügeligen Hinterland auf einem Golfplatz im Constance Belle Mare Plage, der auf ehemaligem Zuckerrohrland entstanden ist und sich heute erstaunlich selbstverständlich in das vulkanisch geprägte Gelände einfügt.

Warum der Links Course im Constance Belle Mare Plage Mauritius seinen Namen trägt

Warum er trotzdem Links Course heisst, bleibt ein wenig Interpretationssache. Vielleicht wollte man den Kontrast zum älteren Legend Course im Constance Belle Mare Plage betonen. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass der Platz von der Resortseite aus gesehen links der Strasse liegt. Wer weiss das schon. 

Sicher ist nur: Der von Rodney Wright und Peter Alliss entworfene Kurs vermittelt mit seinen sanften Wellen, offenen Linien und dem ständigen Spiel mit dem Wind zumindest eine Ahnung jener Weite, die man mit Links-Golf verbindet. 

Von der Lobby des Constance Belle Mare Plage aus ist er in wenigen Minuten mit dem hauseigenen Shuttle erreichbar, das im Halbstundentakt fährt. Praktisch ist das allemal, gerade wenn die Sonne schon vor dem ersten Abschlag sehr deutlich macht, dass wir hier nicht in Schottland sind.

Inselgrün mit Fahne und Sandbunker

Und hier kommt der eigentliche Spoiler: Uns hat der Links Course auf Mauritius fast noch besser gefallen als der legendäre Legend nebenan. Vor allem landschaftlich. Die vulkanischen Felsformationen, die sogenannten volcanic outcroppings, sind so stimmig in den Platz integriert, dass sie ihm beinahe eine skulpturale Handschrift verleihen. Insgesamt wirkt der Kurs offener, wilder und topografisch deutlich bewegter als der Legend Course. Genau das macht ihn so reizvoll und anspruchsvoll, fordert aber auch ein wenig Kondition.

Natürlich kann man den Platz laufen. In der Praxis entscheiden sich die meisten jedoch für den Buggy, und das nicht ohne Grund. Das hügelige Layout, der Spielfluss und die Temperaturen sprechen meistens eine ziemlich klare Sprache. Wenn man am Nachmittag bei über 30 Grad unterwegs ist, ist man ehrlich gesagt sehr dankbar, wenn die Beine nicht auch noch zum zusätzlichen Trainingsprogramm werden. Unser Eindruck war ohnehin, dass es auf dem Links Course im Belle Mare Plage später am Tag spürbar ruhiger zugeht als am frühen Morgen. Aber wie so oft gilt auch hier: Am besten macht man sich sein eigenes Bild.

Golfgrün mit Fahne und Lavasteinen vor tropischer Landschaft unter blauem Himmel
Beim Par-3-Loch 9 geht es steil bergauf zum Grün.

Der Links ist offen, verspielt und anspruchsvoll

Wer uns kennt, weiss ausserdem, dass wir uns Loch-für-Loch-Beschreibungen gerne ersparen. Auch die grosse Selbstbeweihräucherung darüber, mit welchem Schläger welche Bahn bezwungen wurde, überlassen wir lieber anderen. Denn am Ende ist doch viel spannender, wie sich ein Platz anfühlt.

Und genau dieses Gefühl beginnt hier oft schon auf dem erhöhten Abschlag. Die Fairways des Links Course im Constance Belle Mare Plage wirken offener als jene drüben auf dem Legend Course, was vielleicht auch an diesen erhöhten Tees liegt. Wenn du dort oben stehst, öffnet sich der Blick über sattes Grün, Bunker, Wasserflächen und sanft modellierte Bahnen. Dazwischen ziehen sich immer wieder dunkle Linien aus schwarzem Vulkangestein durch das Bild. Sie geben dem Platz Kontur, formen Hügel, setzen Akzente und sehen dabei schlicht grossartig aus. Viele sagen, der Legend sei der schwierigere der beiden Plätze. Ich persönlich sehe das etwas anders.

Ich habe eher den Eindruck, dass viele Bahnen hier stark mit dem Gelände spielen. Durch die blinden Löcher bleibt fast jede Bahn mit einem kleinen Überraschungsmoment verbunden. Langeweile ist definitiv kein Thema. Kraft hilft beim Drive natürlich. Noch hilfreicher sind jedoch Vorstellungskraft, kluge Entscheidungen und ein gutes Verhältnis zur eigenen Flugkurve. Oder anders gesagt: Wer nur draufhaut, wird hier nicht automatisch glücklich. Wer mitdenkt, hat deutlich mehr Freude. Und ich sage das ganz bewusst so, wie ich es empfunden habe. Golf auf Mauritius bleibt, wie Golf fast überall, ein sehr individuelles Erlebnis. Wer schon dort war und den Platz ganz anders erlebt hat, darf das selbstverständlich. Genau das macht dieses Spiel ja auch so spannend.

Wenn der Legend die elegante Grande Dame ist, dann ist der Links der charmante Kavalier mit Humor. Einer allerdings, der dir Fehltritte nicht verzeiht. Schon gar nicht auf den Back Nine, wo Wasser immer wieder sehr bewusst ins Spiel kommt. Und trotzdem sieht das alles so gut aus, dass man selbst in heiklen Momenten fast vergisst, wie anspruchsvoll die Bahn eigentlich ist. Fast jedenfalls.

Golferin am Wasser auf The Links at Constance Belle Mare Plage, Mauritius
Spätestens rund um den See zeigen die Back Nine des Links Belle Mare Plage, wie schön Strategie sein kann.

Genau darin liegt für mich der Reiz vom Links Golfplatz im Constance Belle Mare Plage. Es ist ein Genuss, hier zu spielen. Und ganz ehrlich: Im Urlaub darf ein Abschlag über Wasser auch einmal misslingen, wenn die Kulisse dafür so spektakulär ist, dass man noch Stunden später davon erzählt. Denn am Ende geht es doch genau darum. Um traumhafte Golfplätze, grossartige Ausblicke und Erlebnisse, die weit über den Score hinaus in Erinnerung bleiben.

Eigene Impressionen vom Links im Belle Mare Plage

Bei NineteenGolf.Guide stehen echte Erlebnisse im Mittelpunkt. Alle Bilder auf dieser Website stammen aus eigener Produktion und zeigen Hotels, Golfplätze, Restaurants und Destinationen so, wie wir sie selbst erlebt haben – authentisch, ungestellt und ehrlich.

Die Fotos wurden vom Nineteen-Team aufgenommen und unterliegen unserem Urheberrecht. Eine Verwendung ist möglich, ausschliesslich mit Quellenangabe „© NineteenGolf.Guide“

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Das Inselgrün von Loch 17 am Legend Course

WAS AUCH NOCH SPANNEND IST