# Hermanus Südafrika: Guest Houses, Whale Watching und Cliff Path

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- Veröffentlicht: 2026-09-12T08:13:00+02:00
- Autor: Monika Geisler

Wir sind im September in Hermanus, und das aus einem ziemlich guten Grund: Wale.
Sehr grosse sogar. Jetzt ist Hochsaison für die Southern Right Whales und Buckelwale,
die jedes Jahr in die geschützten Gewässer der Walker Bay kommen. Hermanus gilt 
als einer der besten Orte Südafrikas für Whale Watching vom Land aus. Im September
herrscht hier also praktisch Hauptverkehrszeit im Meer.

Und genau deshalb wollten wir hierher. Einen Wal vom Boot aus zu sehen, ist schon
etwas Besonderes. Aber einfach an einer Klippe zu stehen und plötzlich taucht da
einer auf, ohne Tour, ohne Programm und ohne Vorwarnung, das macht etwas mit einem.
Spätestens als wir vom Cliff Path aus eine Southern-Right-Wal-Mutter mit ihrem Kalb
entdecken, ist klar: Das musst du einmal gesehen haben. Und wenn einer tatsächlich
springt, jubelt plötzlich die halbe Klippe. Wildfremde Menschen zeigen aufs Wasser,
lachen, rufen und freuen sich gemeinsam wie kleine Kinder. Genau diese kollektive
Begeisterung macht Hermanus für uns so besonders.

![Wegweiser im Zentrum von Hermanus bei Sonnenuntergang in Südafrika](https://nineteengolf.
guide/wp-content/uploads/hermanus-walker-bay-suedafrika.jpg)

Sich in Hermanus zu verlaufen, ist gar nicht so einfach und irgendwie auch nicht
besonders schlimm.

## Hermanus Boutique Guest House direkt am Cliff Path

Unsere Basis für die nächsten Tage ist das Hermanus Boutique Guest House an der 
Marine Drive. Eine Adresse, bei der vor allem eines ziemlich gut funktioniert: die
Lage. Nur ein paar Schritte trennen uns von der felsigen Küste, direkt unterhalb
liegt Fick’s Pinchos & Wine und gleich daneben beginnt der Cliff Path. Bis zum Old
Harbour und ins Zentrum von Hermanus laufen wir etwa 15 Minuten. Ein Auto braucht
es dafür nicht. Tür auf, Richtung Meer und los.

Vielleicht hatten wir deshalb vor unserer Ankunft auch ein sehr konkretes Bild von
unserem Zimmer im Kopf. Morgens die Vorhänge öffnen, Walker Bay in Blau, Grau oder
Grün vor uns und mit etwas Glück schon beim ersten Kaffee einen Wal entdecken. In
Hermanus erscheint einem diese Vorstellung schliesslich gar nicht so vermessen.

Unser Zimmer Nummer 18 liegt allerdings im zweiten Stock des rückwärtigen Gebäudeteils
und gehört nicht zu den Kategorien mit direktem Meerblick. Die Walker Bay erleben
wir deshalb draussen und nicht vom Bett aus. Das ist zunächst einmal kein Mangel,
sondern schlicht eine Frage der gebuchten Kategorie. Und genau auf die würden wir
bei diesem Haus besonders achten.

Denn zwischen den einzelnen Zimmern und Suiten gibt es deutliche Unterschiede. Neben
den Standard Deluxe Rooms stehen Pool Rooms, Luxury Sea View Rooms, Honeymoon Suites
und eine Family Suite zur Auswahl. Ganz oben rangiert die 60 Quadratmeter grosse
Penthouse Suite mit umlaufendem Balkon und Blick über die Walker Bay. Auch die Sea
View Rooms sind ausdrücklich auf die Aussicht ausgerichtet, während sich die Pool
Rooms in einem separaten Gebäudeteil rund um den kleinen Pool befinden und unter
anderem mit offenen Bädern und Aussenduschen ausgestattet sind. Je nach Kategorie
gehören Klimaanlage, Minikühlschrank, Kaffee- und Teestation sowie teilweise Spa-
Badewannen zur Ausstattung.

Etwas anderes beschäftigt uns während unseres Aufenthalts allerdings ebenfalls. 
Vor unserer Reise haben wir uns natürlich, wie vermutlich die meisten Gäste, die
Website angesehen. Dort präsentiert sich das Hermanus Boutique Guest House sehr 
zeitgemäss, mit eleganten Interieurs und dem Versprechen eines stilvollen Rückzugs
an der Küste. Entsprechend waren unsere Erwartungen.

Vor Ort erleben wir einige Bereiche anders, als es die aktuellen Bilder im Internet
vermuten liessen. Das ist keine Katastrophe und macht aus einer guten Lage keine
schlechte. Aber es ist eine Beobachtung, die für uns genauso zu einem Hotelaufenthalt
gehört wie das, was uns gefällt. Und natürlich kann ein professionell fotografiertes
Zimmer auf einer Website einen anderen Eindruck vermitteln als an einem verregneten
Septembertag, wie bei uns. 

Dazu kommt während unseres Aufenthalts ein Faktor, den kein Hotelfoto transportieren
kann: das Wetter. September ist in dieser Region zwar Walsaison, aber eben noch 
kein südafrikanischer Hochsommer. Bei uns ist es über mehrere Tage kühl und regnerisch,
entsprechend hoch ist die Luftfeuchtigkeit.

Das merken wir auch in unserem Zimmer. Die Feuchtigkeit ist deutlich spürbar und
so wird die Klimaanlage für uns aus einem etwas unerwarteten Grund wichtig. Nicht
zum Kühlen, sondern zum Trocknen. Unser Praxistipp lautet deshalb: Nach der Ankunft
auf «Dry» stellen und laufen lassen. Bei uns macht das einen merklichen Unterschied.
Keine besonders glamouröse Reiseweisheit, zugegeben, aber vermutlich eine der nützlicheren
in diesem Abschnitt.

Wir würden das Hermanus Boutique Guest House vielmehr als unkomplizierte Basis für
Reisende sehen, die möglichst viel von Hermanus erleben möchten und denen eine zentrale
Lage wichtiger ist als ein Hotel, in dem sie den ganzen Tag verbringen. Und vielleicht
ist genau das die richtige Einordnung für dieses Haus.

Unseren eigenen Eindruck möchten wir dabei weder dramatisieren noch im Nachhinein
glattbügeln. Unsere Reportagen entstehen schliesslich nicht am Schreibtisch anhand
von Pressebildern, sondern vor Ort. Wir reisen, wohnen, essen, laufen, schauen, 
fotografieren und erleben ein Haus so, wie es sich während unseres Aufenthalts tatsächlich
zeigt. Manches überzeugt uns, anderes weniger. Beides gehört für uns zu einer ehrlichen
Reisegeschichte und darf deshalb auch nebeneinanderstehen.

 [  Hermanus Boutique Guest House | Hier klicken  ](https://www.hermanusguesthouse.co.za/)

![Farbenfrohes Interieur im Hermanus Guest House in Südafrika mit floralen Lampenschirmen](
https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/hermanus-guest-house-suedafrika-walker-
bay1.jpg)

Ein Gläschen gefällig? Der Sherry steht bereit. Bedienen ausdrücklich erwünscht.

Der Tag beginnt für uns ziemlich entspannt. Für den ersten Kaffee müssen wir nicht
einmal das Zimmer verlassen, denn die Nespresso-Maschine steht schon bereit. Und
falls zwischendurch der kleine Hunger kommt, finden wir im Haupthaus eine Etagere
mit frischem Obst zur Selbstbedienung.

Am späten Nachmittag wird es dann fast schon ritualisiert: Zwischen 17 und 18 Uhr
gibt es täglich zwei Gläser Wein aufs Haus. Schliesslich sind wir im Western Cape.
Da fühlt sich ein Glas Wein am Nachmittag weniger wie Luxus und mehr wie landschaftsgerechte
Versorgung an. Später wartet im Haupthaus noch ein Sherry zur Selbstbedienung.

Am Abend wird beim Turndown-Service das Wasser im Zimmer aufgefüllt, und als kleines
Betthupferl liegt eine Praline auf dem Kopfkissen bereit. Das mögen wir.

## Warum Hermanus fast nur Guest Houses hat

Wer in Hermanus nach den grossen Hotelnamen sucht, sucht länger als gedacht. Dafür
stolperst du gefühlt an jeder zweiten Ecke über ein Guest House, ein kleines Boutique-
Hideaway oder eine Villa mit ein paar Zimmern und, mit etwas Glück, ziemlich beneidenswertem
Meerblick. Das ist kein Zufall, sondern ein Stück Ortsgeschichte.

Hermanus begann als kleine Fischersiedlung rund um den heutigen Old Harbour und 
entwickelte sich später zu einem beliebten Ferien- und Erholungsort. Die gute Meeresluft
lockte Besucher an, Sanatorien und erste Hotels entstanden. Mit der Zeit entdeckten
immer mehr wohlhabende Feriengäste die Küste für sich, und statt nur im Hotel zu
wohnen, bauten viele ihre eigenen Häuser. Spätestens in den 1950er- und 60er-Jahren
gehörte Hermanus zu den beliebten Ferienorten der Kapregion. So wuchsen entlang 
der Küste vor allem Villen und Ferienhäuser statt grosser Hotelkomplexe.

Und viel Platz für Letztere gibt es ohnehin nicht. Auf der einen Seite liegt der
Atlantik, auf der anderen erheben sich die Berge, dazwischen bleibt ein vergleichsweise
schmaler Streifen für die Stadt. Hermanus ist geografisch gesehen also eher auf 
Boutique als auf Bettenburg programmiert.

Viele der privaten Häuser wurden mit zunehmendem Tourismus zu Guest Houses und kleinen
Boutique-Unterkünften, und genau das prägt das Ortsbild bis heute. Es passt auch
zur Art, wie hier gereist wird: Viele Gäste kommen individuell aus Kapstadt, bleiben
ein paar Tage für Wale, Kulinarik und Meer und ziehen anschliessend weiter Richtung
Garden Route.

Ganz ohne klassische Hotels kommt Hermanus natürlich trotzdem nicht aus. Mit The
Marine thront sogar eines der traditionsreicheren Luxushotels Südafrikas direkt 
über den Klippen. Dort haben wir im neuen Pavilion Restaurant gegessen, und das 
ist definitiv eine unserer Empfehlungen.

[Wer es noch intimer und luxuriöser möchte, geht ins Birkenhead House, mehr dazu in diesem Artikel.](https://nineteengolf.guide/news/birkenhead-house-hermanus-boutique-hotel/)

## Kein Anfang der Garden Route, aber ihr schönstes Vorspiel

Eines gleich vorweg, damit keine Verwirrung entsteht: Hermanus gehört nicht zur 
Garden Route. Die beginnt offiziell erst in Mossel Bay, gut zwei Autostunden weiter
östlich. Hermanus liegt rund 2 Stunden       südöstlich von Kapstadt und eignet 
sich damit ziemlich perfekt als Zwischenstopp auf dem Weg dorthin.

Was Hermanus schafft, ist selten geworden: Der Ort fühlt sich zugänglich und trotzdem
besonders an, mit einem eigenartig ruhigen Tempo, an das man sich nach Kapstadt 
erst einmal wieder gewöhnen muss. Hier passiert genug, damit dir nicht langweilig
wird – und gleichzeitig wenig genug. Genau das macht Hermanus zu so einem guten 
Ort für eine Auszeit: raus aus dem Takt der Stadt, weg vom digitalen Dauerrauschen.
Das Einzige, was hier noch rauscht, ist die Brandung des Meeres.

![Southern Right Whales direkt vor der Küste von Hermanus in der Walker Bay](https://
nineteengolf.guide/wp-content/uploads/hermanus-walker-bay-suedafrika-wale.jpg)

Und plötzlich sind sie da. Southern Right Whales nur wenige Meter vor den Felsen.
Näher braucht Whale Watching für uns eigentlich nicht zu werden.

## Warum alle wegen der Wale nach Hermanus kommen

Die eigentlichen Stars hier heissen Southern Right Whales. Wobei hinter diesem Namen
eine ziemlich unschöne Geschichte steckt. «Right Whale» nannte man sie früher, weil
sie für Walfänger als der «richtige Wal» galten: langsam, häufig küstennah unterwegs
und nach dem Töten an der Wasseroberfläche treibend. Wenn man heute an den Klippen
von Hermanus steht und ihnen beim Spielen, Atmen oder einfach nur beim Dahingleiten
zusieht, wirkt dieser Ursprung fast unvorstellbar.

Zum Glück ist die Walker Bay heute kein Jagdrevier mehr, sondern Kinderstube. Jedes
Jahr ziehen die Southern Right Whales aus den kalten, nahrungsreichen Gewässern 
rund um die Antarktis an die südafrikanische Küste. In den geschützten, wärmeren
Buchten finden die Weibchen genau das, was sie brauchen: Ruhe, Sicherheit und Zeit
für ihren Nachwuchs. Hier bringen sie ihre Kälber zur Welt, säugen sie und bleiben,
bis die Kleinen kräftig genug für die lange Reise zurück in den Süden sind.

Vielleicht berührt einen dieser Ort genau deshalb so sehr. Weil man nicht einfach
Wale beobachtet, sondern Mütter mit ihren Jungen. Weil man plötzlich versteht, warum
sie ausgerechnet hierherkommen. Und weil aus einem spektakulären Naturschauspiel
etwas erstaunlich Persönliches wird.

Das Schöne daran: Du musst dafür nicht einmal aufs Boot. Ich bin den Cliff Path 
bei bestem Frühlingswetter kilometerweit allein entlanggelaufen, das Meer immer 
im Blick, und habe an mehreren Stellen Wale entdeckt. Mal zeigte sich nur ein Rücken,
mal eine Flosse, dann wieder verriet eine Bewegung im Wasser, dass da draussen gerade
etwas passiert. Dieses Schauen, Suchen und Warten gehört für mich zum Zauber dazu.

Unterwegs bin ich immer wieder mit Locals ins Gespräch gekommen. Viele von ihnen
haben selbst beim ganz normalen Spaziergang mit dem Hund ein Fernglas dabei. Die
Wale gehören hier einfach zum Alltag und schaffen es trotzdem jedes Mal, alle stehen
bleiben zu lassen.

Rund um den Old Harbour ist am meisten los. Je weiter du dem Cliff Path folgst, 
desto ruhiger wird es, denn die meisten Besucher bleiben in Hafennähe. Wenn du Zeit
hast, ist mein Tipp deshalb ganz klar: weiterlaufen. Irgendwann begegnet dir kaum
noch jemand.

Genau dort habe ich mich schliesslich hingesetzt und über eine Stunde lang zwei 
Walen zugeschaut. Ganz allein, mit bestem Blick aufs Meer. Und als einer von ihnen
plötzlich aus dem Wasser sprang, kam mein lautes «Wow!» völlig automatisch.

Sievers Point und der Old Harbour gehören zu den bekannten Spots, doch eigentlich
kann dir dieses Erlebnis fast überall entlang der Küste begegnen. An manchen Stellen
gibt es sogar Sitzplätze wie in einem kleinen Amphitheater.

Ganz allein sind die Southern Right Whales hier übrigens nicht. Auch Buckelwale 
ziehen auf ihrer Route vorbei, während Brydewale das ganze Jahr über in der Region
unterwegs sind. Im September herrscht vor Hermanus also einiges an Verkehr.

Wer die Tiere vom Wasser aus erleben möchte, kann rund 40 Autominuten entfernt in
Gansbaai mit Marine Dynamics, die zu einer wissenschaftlichen Stiftung für Meeresbewohner
gehören, zu einer Marine Big 5 Tour starten. Je nach Sichtung begegnen dir dabei
Wale, Haie, Delfine, Robben und Pinguine.

Und falls du dich schon vor der Reise ein wenig auf Hermanus einstimmen möchtest:«
Der Walausrufer» von Zakes Mda passt erstaunlich gut zu diesem Ort. Denn Hermanus
hat tatsächlich einen Whale Crier. Das ist touristisch, gehört aber tatsächlich 
zur Identität des Ortes.

![Whale Crier von Hermanus mit Kelp-Horn beim Whale Watching an der Walker Bay](
https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/hermanus-walker-bay-suedafrika-walausrufer-
whale-crier.jpg)

Ein Beruf, den es so wohl nur in Hermanus gibt: Der Whale Crier hält Ausschau nach
Walen und macht mit seinem Horn aus getrocknetem Kelp auf Sichtungen aufmerksam.

## Der Cliff Path von Hermanus

Zwölf Kilometer Küstenweg, vom New Harbour bis zum Grotto Beach. Felsen, Brandung,
Fynbos, Wildblumen, kleine Wasserfälle und schroffe Klippen. Ein Weg, der gleichzeitig
meditativ ist und wachhält. Morgens, wenn die Luft noch kühl ist, fast menschenleer,
nachmittags belebt von Spaziergängern, die alle dasselbe suchen: Abstand vom Alltag
und Nähe zum Meer.

Und die spürst du hier wirklich. Wenn die Brandung gegen die Felsen schlägt, liegt
die Gischt in der Luft, setzt sich auf die Haut und irgendwann schmeckst du das 
Salz auf den Lippen. Der Cliff Path selbst wechselt dabei ständig seinen Charakter.
Mal läufst du über einen schmalen Steinweg, mal schlängelt sich der Pfad direkt 
durch den Fynbos, dann wieder geht es über Holzplanken oder über Stahlstege, die
direkt an den Klippen befestigt sind. Genau das macht ihn so abwechslungsreich. 
Unterwegs führen immer wieder kleine Abzweigungen zu Aussichtspunkten und Buchten
wie Skulpiesbaai, Langbaai, Kammabaai und Voelklip Beach.

Einer der bekanntesten Spots ist Sievers Point. Je weiter du dich vom Zentrum entfernst,
desto ruhiger wird es. Immer wieder stehen Bänke am Wegesrand, auf denen man eigentlich
nur kurz Platz nehmen möchte und dann doch viel länger sitzen bleibt. Schliesslich
könnte jederzeit ein Wal auftauchen.

Rund um den Old Harbour und Gearing’s Point zeigt sich der Cliff Path noch einmal
von einer ganz anderen Seite. Zwischen Felsen, Fynbos und Meer tauchen plötzlich
Skulpturen auf. Manche bunt und ein bisschen verrückt, andere so zurückhaltend, 
dass sie beinahe mit der Landschaft verschmelzen. Sie gehören zu «Sculpture on the
Cliffs», einem Kunstprojekt des Hermanus FynArts Festivals, das seit 2014 zeitgenössische
Kunst an die Küste bringt. Andere Orte hätten vermutlich einfach noch eine Aussichtsplattform
hingestellt. Hermanus stellt Kunst hin.

Fast genauso spannend fand ich allerdings die Männer in den leuchtend grünen Westen
mit der Aufschrift «Cliff Path Management». Ich habe sie immer wieder beim Schneiden,
Pflegen und Aufräumen gesehen. Erst dabei wurde mir bewusst, dass sich zwölf Kilometer
Küstenweg eben nicht von allein in Schuss halten. Die Cliff Path Management Group
kümmert sich gemeinsam mit der Gemeinde um Wege und Aussichtspunkte, schützt die
empfindliche heimische Vegetation, entfernt invasive Pflanzen und pflanzt Fynbos
nach. Kurz gesagt: Während wir spazieren, Wale suchen und Fotos machen, sorgen andere
dafür, dass es hier auch morgen noch genauso schön aussieht.

Und dann wären da noch die Klippschliefer. Kleine, pelzige Tiere, die erstaunlich
zutraulich zwischen den Felsen umherhuschen und dabei aussehen, als könnten sie 
keiner Fliege etwas zuleide tun. Und jetzt kommt’s: Zu ihren nächsten lebenden Verwandten
gehören tatsächlich die Elefanten. Ja, richtig gelesen. Warum ich das weiss? Weil
ich als Kind eindeutig zu viel Heinz Sielmann und David Attenborough geschaut habe.

> _Bei NineteenGolf.Guide stehen echte Erlebnisse im Mittelpunkt. Alle Bilder auf
> dieser Website stammen aus eigener Produktion und zeigen Hotels, Golfplätze, Restaurants
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> und ehrlich. Die Fotos wurden vom Nineteen-Team aufgenommen und unterliegen unserem
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## Hermanus Reisetipps

### Fernkloof Nature Reserve: 

Wenn du Hermanus nicht nur auf Wale reduzieren möchtest, lohnt sich ein Abstecher
ins Fernkloof Nature Reserve. Das Schutzgebiet liegt praktisch oberhalb der Stadt,
umfasst rund 1.800 Hektar und bietet etwa 60 Kilometer Wanderwege durch den Fynbos.
Besonders schön ist es im südafrikanischen Frühling, wenn überall Wildblumen blühen.
Wanderschuhe statt Wal-Fernglas, zumindest für ein paar Stunden.

### Hemel-en-Aarde Valley: 

Der Name bedeutet übersetzt «Himmel und Erde», und zumindest beim Wein wurde hier
nicht zu viel versprochen. Wenn du Pinot Noir und Weissweine magst, solltest du 
einen halben Tag für das Tal einplanen. Zahlreiche Weingüter liegen nur wenige Kilometer
ausserhalb von Hermanus.

### Samstag ist Markttag: 

Wenn du am Wochenende in Hermanus bist, lohnt sich ein Besuch auf dem Hermanus Country
Market. Samstags von 9 bis 14 Uhr gibt es lokale Produkte, Essen und Kunsthandwerk.
Ebenfalls am Samstag findet im Hemel-en-Aarde Village der Hermanuspietersfontein
Food & Wine Market statt. Frühstück, Wein und Wochenende. Kann man schlechter beginnen.

### **Gut zu wissen, bevor du losfährst**

### Anreise: 

Am unkompliziertesten erreichst du Hermanus mit dem Mietwagen oder per Taxi bzw.
Uber-Transfer ab Kapstadt. Dafür solltest du mit rund CHF 100 bis 125 rechnen. Die
Route führt über die N2 und R43. Je nach Verkehr solltest du mit rund eineinhalb
bis zwei Stunden Fahrzeit rechnen.

### Beste Reisezeit: 

Für Whale Watching sind die Monate Juli bis November ideal, wobei August bis Oktober
als Hochsaison gelten. September hat uns besonders gut gefallen. Die Chancen auf
Southern Right Whales und Mutter-Kalb-Paare sind ausgezeichnet, gleichzeitig beginnt
am Kap der Frühling und der Fynbos blüht. Eine Garantie gibt es bei Wildtieren natürlich
nie. In Hermanus stehen die Chancen aber ziemlich gut, dass du dein Fernglas öfter
brauchst als deine Geduld.

Auch ausserhalb der Walsaison lohnt sich Hermanus, etwa im Februar und März bei 
sommerlich warmem Wetter. Plane ein paar Tage ein, dann hast du Zeit für einen ausgedehnten
Spaziergang auf dem Cliff Path, das Walker Bay Nature Reserve und vielleicht noch
einen Ausflug Richtung Gansbaai. Hermanus ist ohnehin viel zu schön, um es im Sehenswürdigkeiten-
Schnelldurchlauf abzuhaken.

### Sicherheit: 

Ich habe Hermanus als angenehm und entspannt erlebt. Ich bin hier als Frau mehrfach
allein kilometerweit auf dem Cliff Path unterwegs gewesen und auch allein durch 
die belebten Einkaufsstrassen im Zentrum gelaufen. Die Menschen waren durchweg freundlich,
und ich hatte zu keiner Zeit Angst oder Bedenken. Natürlich gelten auch hier die
üblichen Vorsichtsmassnahmen, die ich auf Reisen grundsätzlich beachte, wie ab der
Dämmerung lieber ein Taxi zu nutzen, auch für die kleinsten Wege. Mein persönliches
Gefühl vor Ort war jedoch durchweg positiv. Und spätestens, wenn selbst die Einheimischen
beim Gassigehen mit Hund und Fernglas unterwegs sind, merkt man ohnehin schnell,
worauf hier die grösste Aufmerksamkeit gerichtet ist: aufs Meer.

## Aktivitäten rund um Hermanus: Kulinarik, Wein, Golf

![Tapas Gericht im Ficks Restaurant Hermanus am Cliff Path](https://nineteengolf.
guide/wp-content/uploads/ficks-restaurant-hermanus-suedafrika2-400x300.jpg)

Fischrestaurant

###  󠀁[ Die besten Restaurants in Hermanus ](https://nineteengolf.guide/news/die-besten-restaurants-in-hermanus/)󠁿

Hermanus, der kleine Küstenort, hat sich kulinarisch zu einer sehr guten Adresse
entwickelt, bei der man erstaunlich schnell merkt: Hier

 [ weiterlesen u00bb ](https://nineteengolf.guide/news/die-besten-restaurants-in-hermanus/)

![Abschlag an Loch 10 des Hermanus Golf Club unter bewölktem Himmel](https://nineteengolf.
guide/wp-content/uploads/hermanus-golf-club-suedafrika-golfplatz5-400x300.jpg)

Golfplatz

###  󠀁[ Hermanus Golf Club: 27 Löcher zwischen Fynbos und wilder Natur ](https://nineteengolf.guide/news/hermanus-golf-club-suedafrika-western-cape/)󠁿

Schwül ist es, und der Nieselregen hat offenbar beschlossen, uns die ganze Runde
Gesellschaft zu leisten. Als wir am Hermanus

 [ weiterlesen u00bb ](https://nineteengolf.guide/news/hermanus-golf-club-suedafrika-western-cape/)

![](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/IMG_2966-400x273.jpg)

Afrika

###  󠀁[ Benguela Cove Lagoon Wine Estate Hermanus – Cool Climate, Wein und Weitblick ](https://nineteengolf.guide/news/benguela-cove-wine-estate-hermanus/)󠁿

Wer die N2 von Kapstadt Richtung Hermanus fährt, passiert irgendwann die Abzweigung
zum Bot River – und wer dort abbiegt,

 [ weiterlesen u00bb ](https://nineteengolf.guide/news/benguela-cove-wine-estate-hermanus/)

![](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/IMG_2990-400x264.jpg)

Afrika

###  󠀁[ Arabella Golf Course – Einer der schönsten Golfplätze Südafrikas ](https://nineteengolf.guide/news/suedafrika-kleinmond-arabella-golf-course/)󠁿

In einer Landschaft, die irgendwo zwischen „Mitten im Nirgendwo“ und „Wow, ist das
schön!“ liegt, findest du das Arabella Country

 [ weiterlesen u00bb ](https://nineteengolf.guide/news/suedafrika-kleinmond-arabella-golf-course/)
