# Cueva de los Verdes und Jameos del Agua auf Lanzarote

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- Veröffentlicht: 2025-09-07T10:29:34+02:00
- Autor: Monika Geisler

Du steigst hinab in eine andere Welt – dunkel, geheimnisvoll und voller Geschichten.
Die Cueva de los Verdes im Norden von Lanzarote, in der Gegend von Haría gehört 
zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten der Kanaren. Der Lavatunnel entstand vor
5’000 Jahren  beim Ausbruch des Vulkans Monte Corona. Auf einer geführten Tour entdeckst
du Hallen, enge Gänge und geheimnisvoll glitzernde Formationen.

Heute kannst du durch dieses unterirdische Labyrinth wandern: gewaltige Hallen, 
enge Gänge, plötzlich aufbrechendes Licht – ein Spiel aus Schatten und Farben, das
dich glauben lässt, die Erde atme. Früher ein Zufluchtsort für Inselbewohner vor
Piraten, ist die Höhle heute ein faszinierendes Kulturdenkmal und Teil der Kunst-
und Naturwerke von César Manrique, der ihre Inszenierung mitgestaltet hat.

## Cueva de los Verdes Lanzarote – Magie der Lava

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Gewaltige Hallen, enge Gänge und geheimnisvoll glitzernde Formationen machen die
Höhle zu einem der beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote.

## Entstehungsgeschichte der Höhle Cueva de los Verdes

Fast acht Kilometer lang zieht sich dieser Lavatunnel, entstanden vor rund 23’000
Jahren beim Ausbruch des Vulkans La Corona. Die Tour dauert rund 40–60 Minuten, 
geführt. Etwa 1 km davon kannst du erkunden. Die Luft ist kühl, die Stimmen der 
Gruppe hallen von den Wänden wider, und dann dieses Gefühl, dass die Insel dich 
verschluckt – Wände, die in Wellen erstarrt sind, Gewölbe, die wie Kathedralen wirken,
Lagunen, die geheimnisvoll glitzern. Die Temperatur in der Höhle ist das ganze Jahr
über sehr angenehm, etwa 18 °C.

Jahrhundertelang nutzten die Bewohner von Lanzarote die Cueva de los Verdes als 
sicheren Zufluchtsort vor Piratenangriffen. Später verwandelte der Künstler Jesús
Soto, enger Freund von César Manrique, die Höhle mit Lichtinstallationen und Klangkunst
in ein faszinierendes Kulturdenkmal.

In den 1960er-Jahren brachte der Künstler Jesús Soto, ein Weggefährte von César 
Manrique, die Höhle endgültig ins Licht – im wahrsten Sinne. Mit gezielten Installationen
aus Licht und Klang verwandelte er das Lavagestein in ein Kunstwerk. Du siehst nicht
einfach nur vulkanische Formationen – du erlebst eine Inszenierung, die das, was
da ist, poetisch verstärkt.

Hier gibt es keine grellen Spots, keine kitschigen Effekte. Nur sanfte Lichter und
Klänge, die so wirken, als würden sie aus der Tiefe selbst stammen.

Renommierte Interpreten der klassischen Musik, der Fusion, des Jazz, der Oper oder
des Flamencos treten in der Cueva de los Verdes auf – geprägt von der mythologischen
Schönheit der Höhle, ihren besonderen akustischen Eigenschaften.

Gut zu wissen: Der Weg zur Cueva de los Verdes führt von Arrecife aus über Arrieta
und Los Picachos. Geöffnet ist die Höhle täglich von 09:30 bis 16:15 Uhr. Der Eintritt
ist moderat für ein Naturwunder dieser Grösse: Erwachsene zahlen EUR 16.–, Kinder
von 7 bis 12 Jahren gerade einmal EUR 8.– unter 7 Jahren gratis.

 [  Cueva de los Verdes​ | Hier klicken  ](https://cactlanzarote.com/de/zentrum/cueva-de-los-verdes/)

### Jameos del Agua Lanzarote – César Manriques Meisterwerk

Nur rund 0,8 km trennen Cueva de los Verdes und Jameos del Agua – du bist in 2–5
Minuten mit dem Auto bzw. in ~10–15 Minuten zu Fuss dort. 

Wieder steigst du hinab in die Tiefe, und wieder verändert sich alles: Das Licht
wird dunkler, die Luft kühler, der Klang der Schritte hallt von den Wänden wider.
Das hier ist César Manriques visionärer Kunst- und Kulturort mitten im Nirgendwo.
Diese teilweise eingestürzte Lavaröhre hat er in eine Kulisse verwandelt, in der
Kunst, Architektur und dramatische Geologie miteinander verschmelzen, erzählt uns
Barbara unser persönlicher Tour-Guide während der Tage auf Lanzarote. „Jameo“ stammt
aus der guanchischen Sprache und bezeichnet jene Öffnungen im Tunnel, die durch 
eingestürzte Decken entstehen.

Manrique, selbst auf Lanzarote geboren, war nicht nur Künstler, sondern auch Architekt.
Mit Jameos del Agua schuf er Zwischen 1966 und 1977 eines seiner ersten grossen 
Meisterwerke und verwandelte diese rohe Natur in ein Gesamtkunstwerk: mit einem 
Eingang über eine schmucke Treppe, einem Restaurant, einem türkis glitzernden Pool,
üppigen Gärten, einem unterirdischen See, einem Auditorium aus Naturstein und sogar
einem Museum – dem Casa de los Volcanes. Dort erfährst du alles über die Entstehung
und Dynamik der Vulkane – mit interaktiven Simulationen, Experimenten und sogar 
einem Spiegelraum, in dem man spielerische Bilder machen kann.

Gemeinsam gehören sie zur La-Corona-Röhre; deren untermeerische Fortsetzung, der
Túnel de la Atlántida, ist mit ~1,5 km der längste bekannte vulkanische Untersee-
Lavatunnel weltweit und darf bei keinem Besuch auf Lanzarote fehlen. 

### Unterirdischer See & Albino-Krabben – das Symbol der Jameos

Auf der Terrasse blickst du hinunter zum unterirdischen See. Das Wasser glitzert
geheimnisvoll, und wenn du genau hinsiehst, erkennst du die winzigen weissen Jameitos–
streng genommen Knotengarnelen (Munidopsis polymorpha), endemisch im unterirdischen
Brackwassersystem Lanzarotes – aber der Einfachkeit halber Albino-Krabben genannt.

Manrique machte sie zum Symbol der Jameos del Agua – eine riesige Krabbenstatue 
am Eingang erinnert daran. Sie ist nur eine der drei grossen Symbole von Manriques
Schaffen: neben dem Fisch für den Aussichtspunkt Mirador del Río und dem Feuerteufel„
El Diablo“ für den Timanfaya-Park. Der Künstler liebte Details: Selbst die Türgriffe
sind in Form kleiner Krabben gestaltet.

 [  Los Jameos del Agua​ | Hier klicken  ](https://cactlanzarote.com/de/zentrum/jameos-del-agua/)

**Zusammengefasst**: Nur wenige Minuten von der Cueva de los Verdes entfernt liegt
Jameos del Agua, ein weiteres Highlight, das César Manrique in den 1960er-Jahren
in ein Gesamtkunstwerk verwandelte.

Die halb eingestürzte Lavahöhle beherbergt:

 * ein Restaurant in einzigartiger Kulisse
 * einen türkisfarbenen Pool (nicht zum Baden)
 * einen unterirdischen See mit Albino-Krabben
 * ein Naturstein-Auditorium
 * das Vulkanmuseum Casa de los Volcanes

### Restaurant Jameos del Agua – Essen in der Lavahöhle

Es gibt Orte, an denen Architektur, Natur und Kulinarik so vollkommen verschmelzen,
dass man das Gefühl hat, in einem Gesamtkunstwerk zu sitzen. Das Restaurant der 
Jameos del Agua ist ein solcher Ort. César Manrique hat diesen Teil der eingestürzten
Lavahöhle in den 1970er-Jahren in einen kulturellen Treffpunkt verwandelt – und 
dabei nie vergessen, dass Menschen auch essen und verweilen wollen. Schon der Weg
hinab über die geschwungene Treppe ist ein Erlebnis: Du betrittst eine andere Welt,
in der das Lavagestein selbst die Wände formt, wo Wasser, Licht und Klang die Atmosphäre
bestimmen.

##### **Einzigartige Lage – Essen mit Blick auf den unterirdischen See**

Das Restaurant liegt wie eine Terrasse im Herzen der Grotte. Holztische und rote
Kissen setzen warme Akzente gegen das Braun und Schwarz des Basalts, Pflanzen lehnen
sich scheinbar zufällig aus den Ritzen des Gesteins. Von hier schweift der Blick
hinunter auf den unterirdischen See, in dem die weissen Jameitos leuchten. Es ist
ein Ort, der von Stille getragen wird und zugleich voller Leben ist.

##### **Kulinarik auf Lanzarote – Authentisch, regional, zeitgemäss**

Die Küche ist eine Hommage an die Kanaren – einfach, regional und doch mit einem
zeitgemässen Anspruch. Typische Tapas wie Papas Arrugadas mit Mojo Rojo und Mojo
Verde eröffnen die Tafel, dazu Käsevariationen von Ziegen, die in den Bergen Lanzarotes
weiden. Frischer Fisch aus der nahen Küste wird meist gegrillt oder sanft gegart
serviert, begleitet von Gemüse der Saison. Auch Fleisch findet seinen Platz – Kaninchen,
Zicklein oder Schwein, stets in Verbindung mit den aromatischen Gewürzen der Insel.
Nichts wirkt aufgesetzt oder übertrieben, sondern so, als würde die Höhle selbst
den Ton vorgeben: erdig, salzig, unverfälscht.

Das Besondere hier ist jedoch nicht nur, was auf den Tellern liegt, sondern der 
Rahmen, in dem es geschieht. Während sich über dir die Lavadecke wölbt, hörst du
das leise Echo von Gesprächen, das sich mit dem Tropfen von Wasser mischt. Manriques
Architektur sorgt dafür, dass selbst ein einfaches Mittagessen zur Inszenierung 
wird: das Licht, das gedämpft durch Öffnungen fällt, die Reflexionen auf dem See,
die Stille, die alles begleitet.

Am Abend verwandelt sich das Restaurant in einen fast mystischen Ort. Kerzenlicht
flackert an den Lavawänden, der See liegt wie eine dunkle Fläche im Hintergrund,
und manchmal wird der Abend von Konzerten im Auditorium nebenan begleitet. Dann 
wird der Genuss doppelt intensiv – ein Essen, das in Musik übergeht, eine Höhle,
die zur Bühne wird, ein Moment, der sich kaum wiederholen lässt.

##### **Authentizität statt Sterneküche**

Das Restaurant der Jameos del Agua ist nicht die Bühne für Sterneküche, sondern 
für Authentizität. Es ist die Essenz Lanzarotes: roh und schön, elementar und poetisch.
Wer hier Platz nimmt, versteht, dass Kulinarik manchmal weniger im Teller beginnt
als im Raum, in dem sie stattfindet.

![](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/lanzarote-by-nineteen14.jpeg)

Restaurant Jameos del Agua in Lavahöhle
