# Conservation Travel in Südafrika: Was Nashörner und Löwen von unserer Safari haben

- Link: https://nineteengolf.guide/news/conservation-travel-safari-suedafrika/
- Published: 2026-10-21T10:47:03+02:00
- Author: Monika Geisler

Eines der Fotos, die wir aus Südafrika mitgebracht haben, zeigt vor allem ein Hinterteil.
Ein Nashorn, das uns seelenruhig den Rücken zukehrt und gemächlich im Busch verschwindet.
Es ist eines jener Bilder, die uns von dieser Reise am längsten begleiten.

Denn dass dieses Nashorn im [Shamwari Private Game Reserve](https://nineteengolf.guide/news/shamwari-game-reserve-big-five-born-free/)
im Eastern Cape so unbekümmert durch die Landschaft spaziert, ist alles andere als
selbstverständlich. Und genau hier beginnt das Thema Conservation Travel in Südafrika.
Dahinter steckt die Idee eines Tourismus, der nicht nur von intakter Natur profitiert,
sondern aktiv zu ihrem Schutz beiträgt und den Erhalt bedrohter Tierarten mitfinanziert.

Das klingt nach einer schönen Geschichte. Die Frage ist nur, wie viel davon tatsächlich
bei den Tieren ankommt. Und ob wir mit dem Etikett «Conservation Travel» nicht vor
allem unser eigenes Gewissen beruhigen.

![Ansicht Nashorn von hinten](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/shamwari-
private-game-reserve-south-africa-rhino-back.jpg)

## Conservation Travel und Nashornschutz: Damit das Horn am Nashorn bleibt

Ein Nashorn begegnet uns mit der Nase tief im Dung. Was nach einer eher unappetitlichen
Beschäftigung aussieht, ist in Wahrheit Detektivarbeit. Das Tier ist auf Spurensuche
nach einem Kontrahenten, denn Nashörner lesen an solchen Dunghaufen ab, wer in ihrem
Revier unterwegs ist. Brad, unser Guide, gehört zu den Menschen, die nicht ständig
reden. Wenn er aber etwas erklärt, sitzt es, und wir schauen danach nie wieder gleich
auf einen Haufen Mist.

Was uns an diesen Begegnungen besonders auffällt: Die Nashörner in Shamwari tragen
ihre Hörner. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Reservate entfernen den
Tieren vorsorglich die Hörner, um sie für Wilderer uninteressant zu machen. In Shamwari
dürfen sie bleiben. Geschützt werden die Tiere stattdessen durch eine spezialisierte
Anti-Wilderei-Einheit und die laufende Überwachung jedes einzelnen Nashorns. Uns
ist diese Haltung ausgesprochen sympathisch. Ein Nashorn ohne Horn ist sicherer,
aber eben auch ein bisschen weniger Nashorn.

Wie ernst die Lage ist, zeigen die Zahlen der Weltnaturschutzunion IUCN. Ende 2024
lebten in ganz Afrika noch rund 22’540 Nashörner, 6,7 Prozent weniger als im Jahr
davor. Bei den Breitmaulnashörnern betrug der Rückgang sogar 11,2 Prozent, während
sich die Spitzmaulnashörner leicht erholten. Die Wildereirate fiel 2024 zwar auf
den tiefsten Stand seit 2011. Anfang 2025 wurden allein in Südafrika jedoch wieder
mindestens 83 Breitmaulnashörner gewildert. Wenn uns also drei Breitmaulnashörner
gemeinsam vor die Linse laufen, ist das kein Zufall, sondern das Ergebnis von sehr
viel Arbeit, die wir als Gäste kaum zu sehen bekommen.

 [  Shamwari Game Reserve | Hier klicken  ](https://www.shamwari.com/)

## Born Free Big Cat Sanctuary: Ein sicherer Ort für Tiere, die nie mehr frei sein werden

Die Löwen in Shamwari haben ein ausgeprägtes Faible für Asphalt, oder genauer: für
die rote Erde der Pisten. Mehrmals begegnen wir einer Gang Löwen-Teenager, zwei 
Männchen und zwei Weibchen, etwa anderthalb Jahre alt, die mit bemerkenswerter Gelassenheit
mitten auf der Strasse liegen. 

Und dann sind da die drei Löwenjungen, gerade einmal vier Monate alt. Sie sind genau
das, was ein gesundes Rudel ausmacht: Nachwuchs, der in Freiheit aufwächst und nie
einen Menschen braucht, um satt zu werden. Ganz ehrlich? Solche Momente sind die
beste Werbung für den Naturschutz, und sie kommen ganz ohne Werbung aus.

![Schlafender Löwein im Born Free Sanctury im Shamwari Private Game Reserve](https://
nineteengolf.guide/wp-content/uploads/shamwari-private-game-reserve-south-africa-
angela-lion-born-free-scaled.jpg)

Am Abend hören wir sie, bevor wir sie sehen. Gebrüll, irgendwo hinter dem Gebüsch.
Das sind Tsar und sein Bruder Jamil, sagt Brad und amüsiert sich sichtlich. Die 
beiden Löwen leben im Born Free Big Cat Sanctuary, einer ganz anderen Welt als die
der wilden Löwen auf der Strasse. Als wir am nächsten Tag dort stehen, bleiben die
Brüder unsichtbar. Zu sehen ist nur Angela, eine alte Löwin. Tsar und Jamil haben
offenbar beschlossen, dass ein Auftritt pro Besuch genügt.

Die Organisation Born Free betreibt in Shamwari zwei Schutzstationen für gerettete
Löwen und Leoparden. Derzeit leben hier 14 Grosskatzen, zwei Löwen sind inzwischen
gestorben. Viele dieser Tiere haben Jahre in Gefangenschaft hinter sich, teils unter
erschütternden Bedingungen. Auswildern lassen sie sich nicht mehr. Was sie hier 
bekommen, ist ein Zuhause und Betreuung für den Rest ihres Lebens, und dafür wurden
die Einrichtungen international für ihre Tierschutzstandards anerkannt.

Gerade in Südafrika hat dieses Thema eine besondere Brisanz. Das Land hat jahrzehntelang
eine Industrie geduldet, in der Löwen in Gefangenschaft gezüchtet werden. Im Juli
2025 kündigte die Regierung an, die Gründung neuer kommerzieller Zuchtstationen 
zu verbieten und die intensive Zucht langfristig auslaufen zu lassen. Ein Schritt
in die richtige Richtung. Für Tiere wie Angela kommt er zu spät, und genau dafür
gibt es Orte wie diesen.

 [  Born Free Sanctury | Hier klicken  ](https://www.shamwari.com/conservation/born-free-big-cat-sanctuaries/)

## Conservation Travel: Retten, schützen, rehabilitieren – wo liegt der Unterschied?

Hier lohnt sich eine Unterscheidung, die in Safari-Hochglanzprospekten gern verschwimmt.
Der Schutz der Nashörner ist Artenschutz: Er sichert den Bestand einer bedrohten
Art in freier Wildbahn. Das Wildlife Rehabilitation Centre in Shamwari behandelt
verletzte, kranke und verwaiste Wildtiere mit dem Ziel, sie wieder auszuwildern.
Und das Born Free Sanctuary rettet keine Art, sondern gibt einzelnen Tieren einen
sicheren Lebensabend. Alle drei haben ihren Wert, aber eben einen unterschiedlichen.
Dass Shamwari alle drei Seiten unter einem Dach vereint, macht das Reservat zu einem
ziemlich guten Lehrstück darüber, wie vielschichtig Tierschutz tatsächlich ist.

## Conservation Travel in der Karoo: Wie Samara die Wildnis zurückbringt

![](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/Gross-Samara_Cheetah8.jpeg)

Ein Jahr vor Shamwari waren wir im [Samara Karoo Reserve](https://nineteengolf.guide/news/amara-karoo-lodge-safari-naturschutz-karoo/)
in der Grossen Karoo zu Gast. Dort haben wir gesehen, wie Naturschutz aussieht, 
wenn er bei null beginnt. Ab 1997 kauften Sarah und Mark Tompkins elf ausgelaugte,
überweidete Viehfarmen zusammen. Heute sind daraus rund 27’000 Hektar Schutzgebiet
geworden. Spitzmaulnashörner kehrten 2013 nach mehr als 180 Jahren zurück, Elefanten
aus dem Addo Elephant National Park 2017 nach über 150 Jahren.

Den bewegendsten Moment erlebten wir zu Fuss. Tracker A.J. spürte mit dem Peilsender
eine Gepardenmutter auf, die mit ihren vier halbwüchsigen Söhnen im Gras ihr Nachmittagsschläfchen
hielt. Zwei putzten sich gegenseitig, einer döste, der vierte wusste nicht recht,
wohin mit sich. Wir geben es zu: Da flossen Tränen, vor purer Freude. Alle vier 
stammen von Sibella ab, jener Gepardin, die 2004 nach einem fast tödlichen Angriff
durch Hunde nach Samara kam, sich erholte und danach neun Jahre lang frei durch 
das Reservat streifte. Sie zog 20 Junge gross, 17 davon wurden erwachsen. Sibella
ist damit das Gegenstück zu Angela: das Tier, bei dem Rehabilitation gelungen ist.
Zum Abschied pflanzten wir einen Spekboom, samt Dornenkranz als Bodyguard gegen 
hungrige Giraffen.

 [  Samara Karoo Game Reserve | Hier klicken  ](https://www.samara.co.za/)

## Naturschutz für Kapgeier im Cape Vulture Nature Reserve

Auf derselben Reise, ein Jahr vor Shamwari, lernen wir bei Hoedspruit ein Restaurant
der besonderen Art kennen. Das Team des [Cape Vulture Nature Reserve](https://nineteengolf.guide/news/cape-vulture-nature-reserve-eco-lodge-bei-hoedspruit-am-kruger/)
nennt es liebevoll das «Cape Vulture Restaurant». Auf der Karte steht an diesem 
Tag eine Giraffe. Zwei Tage zuvor war sie in eine Schlingenfalle geraten, ausgelegt
von Wilderern, die es auf Fleisch abgesehen hatten. Ein tragischer Beifang. Statt
den Kadaver wegzuschaffen, überlässt man ihn den Geiern. An diesem versteckten Beobachtungsposten
finden gezielte Fütterungen statt, für Gäste, Schulklassen und Ornithologen, die
hier in aller Ruhe forschen.

Frikkie, Biologe und General Manager des Reservats, lehnt sich an den Geländewagen
und schaut hinauf zu den Klippen des nördlichen Drakensberg-Steilhangs. Dort nisten
über 728 Brutpaare des Kapgeiers. «Ich erinnere mich noch an die 70er», erzählt 
er. «Damals waren unsere Himmel voller Geier.» Dann wurde es stiller, eine Brutkolonie
nach der anderen verschwand. Zwischen 1992 und 2007 ging der Bestand in Südafrika
um schätzungsweise 60 bis 70 Prozent zurück. 2021 stufte die IUCN den Kapgeier immerhin
von «stark gefährdet» auf «gefährdet» herab. Für Frikkie kein grosser Sieg, aber
ein Lichtblick.

Der Kapgeier ist die grösste Geierart der Region, bis zu elf Kilogramm schwer und
nur im südlichen Afrika zu Hause. Die Paare bleiben ein Leben lang zusammen und 
ziehen meist ein einziges Küken gross. Ein Imageproblem haben die Vögel trotzdem:
Geier gelten als hässlich, landen regelmässig bei den «Ugly Five» und werden mit
Tod und Verwesung verbunden. Dabei sind sie die Gesundheitspolizei der Savanne, 
weil sie Aas beseitigen, bevor sich Krankheiten ausbreiten können.

Genau das wird ihnen zum Verhängnis. Im Mai 2025, nur wenige Wochen vor unserem 
Besuch, vergifteten Wilderer im Kruger-Nationalpark einen Elefantenkadaver mit einem
Pestizid. 123 Geier starben, darunter 20 Kapgeier, 83 Vögel konnten gerettet werden.
Wilderer vergiften Kadaver, um Körperteile der Geier zu verkaufen oder damit kreisende
Geier die Ranger nicht auf frisch gewilderte Tiere aufmerksam machen. «Sie haben
nur getan, was sie immer tun», sagt Frikkie. «Sie haben aufgeräumt. Und dafür mit
dem Leben bezahlt.»

Das Cape Vulture Conservancy umfasst rund 1’800 Hektar und wurde in nur vier Jahren
offiziell als Naturreservat anerkannt. Es habe länger gedauert, die Wasserleitung
bewilligt zu bekommen, als den Status als Naturreservat, scherzt Frikkie. Eine eigene
Anti-Wilderer-Einheit ist täglich unterwegs, und im Bildungszentrum lernen Kinder
und Erwachsene aus der Umgebung, warum Geier wichtig sind. Statt auf harte Strafen
setzt man hier auf Aufklärung. Wer versteht, schützt. Die Lodge mit ihren neun Zeltsuiten
ist dabei, wie Frikkie sagt, eigentlich nur ein Beiwerk.

![](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/capevulture2.jpeg)

 [  Cape Vulture Nature Reserve | Hier klicken  ](https://capevulturelodge.co.za/)

## Weitere Conservation-Reserves in Südafrika und ihr Fokus

Samara, Shamwari und das Cape Vulture Nature Reserve sind keine Einzelfälle. Südafrika
hat eine ganze Reihe von Reservaten, die aus ehemaligem Farmland entstanden sind
und den Naturschutz in den Mittelpunkt stellen. Jedes setzt einen eigenen Schwerpunkt:

**Tswalu Kalahari: **Mit rund 118’000 Hektar das grösste private Wildreservat Südafrikas,
zusammengefügt aus über 50 ehemaligen Farmen. Der Fokus liegt auf der Forschung.
Die Tswalu Foundation unterstützt Wissenschaftler, die im Dedeben Research Centre
unter anderem untersuchen, wie sich der Klimawandel auf Schuppentiere und Erdferkel
auswirkt. Dazu kommt der kleinste Gästefussabdruck des Landes: Jede Buchung hat 
ihr eigenes Fahrzeug, ihren eigenen Guide und Tracker.

**Kwandwe: **Rund 30’000 Hektar ehemaliges Farmland im Eastern Cape. Seit 2000 leben
hier wieder Spitz- und Breitmaulnashörner, und mit Kwandwe kehrten die Geparden 
ins Tal des Great Fish River zurück, wo sie seit 1888 verschwunden waren. Bis April
2025 wurden über vier Millionen Spekboom-Setzlinge gepflanzt. Besonders transparent:
Jeder Gast zahlt pro Nacht eine eigene Abgabe für Naturschutz, Gemeinden und Reservat.

**Madikwe:** Hier begann 1991 die Operation Phoenix, bei der über sieben Jahre fast
10’000 Tiere angesiedelt wurden, damals die grösste Umsiedlung ihrer Art. Das Reservat
an der Grenze zu Botswana funktioniert als Partnerschaft zwischen Provinzbehörde,
Privatwirtschaft und lokalen Gemeinden, einige Lodges gehören den Gemeinden selbst.
Bekannt ist Madikwe für seine Afrikanischen Wildhunde, und malariafrei ist es obendrein.

**Phinda: **Im Norden von KwaZulu-Natal holte &Beyond ab 1991 Land zurück, das fast
ein Jahrhundert lang für Ananas, Rinder und Sisal genutzt worden war. Heute steht
Phinda unter anderem für die Initiative Rhinos Without Borders gegen die Wilderei
und für den Schutz der Schuppentiere, der weltweit meistgeschmuggelten Säugetiere.

**Manyoni: **Das frühere Zululand Rhino Reserve entstand 2004 als Partnerschaft 
von WWF, der Naturschutzbehörde Ezemvelo KZN Wildlife und 17 privaten Landbesitzern,
gezielt als neues Zuhause für Spitzmaulnashörner im Rahmen des Black Rhino Range
Expansion Project. Nach wiederholter Wilderei wurden hier 2015 allen Nashörnern 
die Hörner entfernt. Ein ehrlicher Gegenentwurf zu Shamwari, und ein Hinweis darauf,
dass es im Nashornschutz keine einfache richtige Antwort gibt.

Ein eigenes Modell hat sich im **Greater Kruger** entwickelt. Mehrere private Reservate
teilen sich dort eine Landschaft ohne Zäune mit dem Kruger-Nationalpark und ihren
Nachbarn, die Tiere ziehen frei hin und her. Wie unterschiedlich die Schwerpunkte
trotzdem sind, zeigen drei Beispiele, die der Lodge-Betreiber Sun Destinations in
einem aktuellen Beitrag zu verantwortungsvollem Safaritourismus beschreibt:

**Klaserie Private Nature Reserve: **Hier fliesst ein Teil der Mittel in einen eigenen
Rhino Protection Fund. Er finanziert die Ausbildung und Ausrüstung von Rangern, 
Hundestaffeln, Überwachungstechnik, Kontrollflüge aus der Luft sowie den Unterhalt
der Zäune.

**Selati Game Reserve: **Seit 2016 arbeitet hier ein eigenes Forschungsteam. Es 
untersucht Leopardenbestände, den Einfluss der Elefanten auf die Vegetation, Geparden,
Nashörner und die Gewässer, mit Kamerafallen, Funkhalsbändern, Drohnen und einem
eigenen Funknetz. Die Selati Wilderness Foundation unterstützt zudem das Monitoring
von Spitzmaulnashorn, Gepard, Schuppentier und einer seltenen Palmfarnart.

**Balule Nature Reserve: **Neben der Zählung von Raubtieren und dem Entfernen invasiver
Pflanzen gehört hier eine jährliche Bestandsaufnahme der Geier und Wasservögel zum
Programm. Die Kapgeier vom Drakensberg-Steilhang dürften es zu schätzen wissen, 
schliesslich fliegen sie regelmässig zur Futtersuche ins Kruger-Gebiet.

 

## Woran du echten Tierschutz auf Safari erkennst

Seien wir ehrlich: Wer von der Schweiz nach Südafrika fliegt, hinterlässt einen 
beträchtlichen CO₂-Fussabdruck. Den redet auch die schönste Naturschutzgeschichte
nicht weg. Conservation Travel ist deshalb kein Freifahrtschein, und nicht jede 
teure Safari dient automatisch den Tieren.

Dazu gehört ein Punkt, den viele Gäste unterschätzen: Naturschutz kostet Geld, und
zwar jeden Tag. Auch dann, wenn gerade kein Gast ein Nashorn zu Gesicht bekommt.
Viele private Reservate in Südafrika erhalten keine staatlichen Mittel und finanzieren
sich über Lodges und Gäste. Deshalb zahlt man dort zusätzlich zum Zimmerpreis eine
Conservation Levy, eine Naturschutzabgabe pro Nacht. Je nach Reservat bezahlt sie
Ranger und Anti-Wilderei-Einheiten, Hundestaffeln und Überwachung aus der Luft, 
Tiermonitoring und Forschung, Umsiedlungen, Wasser- und Feuermanagement, Strassen
sowie Umweltbildung in den umliegenden Gemeinden. Auch die staatliche Parkbehörde
SANParks betont, dass Einnahmen aus dem Tourismus massgeblich zur Finanzierung ihrer
Schutzgebiete beitragen. Wer also bei der Buchung über die Abgabe stolpert: Sie 
ist kein Kleingedrucktes, sondern der eigentliche Kern des Versprechens.

Im Golf zählt am Ende die Scorekarte, nicht der schöne Schwung auf der Range. Genauso
lohnt es sich, bei der Wahl einer Lodge auf überprüfbare Ergebnisse zu achten. Gibt
es nachvollziehbare Zahlen zu Tierbeständen und Wilderei? Wird in Anti-Wilderei-
Arbeit und Monitoring investiert? Und wie geht ein Ort mit Tieren um, die nicht 
mehr in die Wildnis zurückkönnen? Ein guter Hinweis: Wo du Löwenbabys streicheln
oder mit Löwen spazieren gehen darfst, steht in aller Regel nicht das Wohl der Tiere
im Vordergrund. In Shamwari bekommst du die Grosskatzen im Sanctuary manchmal gar
nicht zu sehen. Und das ist ein ziemlich gutes Zeichen.

Unser Blick auf Safaris hat sich in diesen Tagen verändert. Nicht weil wir weniger
begeistert wären von Löwen auf der Strasse oder einem Nashorn mit Horn. Sondern 
weil wir heute anders fragen. Nicht mehr nur, welche Tiere wir sehen werden, sondern
was dafür getan wird, dass sie auch in zwanzig Jahren noch da sind.

![Sundowner neben einem Shamwari Safari-Fahrzeug bei Sonnenuntergang](https://nineteengolf.
guide/wp-content/uploads/shamwari-private-game-reserve-south-africa-sindile-camp-
safari-sundowner-view-400x267.jpg)

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![](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/Gross-Cape-Vulture-Lodge-and-Reserve58-
400x300.jpeg)

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![](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/Gross-Samara_Cheetah11-400x267.
jpeg)

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![Gemütliche Sitzecke mit Aussicht](https://nineteengolf.guide/wp-content/uploads/
Gross-SamaraKarooLodge_nineteen2552-400x300.jpeg)

Afrika

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Quadratkilometern fast so gross wie Deutschland und

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