# Bergatmen in Lech am Arlberg: Durchatmen, Loslassen und Ankommen

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- Veröffentlicht: 2023-10-17T11:39:00+02:00
- Autor: Monika Geisler

Wir sitzen auf einer Almwiese auf 1.450 Metern, irgendwo zwischen Warth und Schröcken,
und schauen auf Gipfel, die uns schweigend zurückschauen. Die Luft riecht nach Gras
und nach etwas, das sich schwer benennen lässt – vielleicht nach Abstand. Nach echter,
körperlich spürbarer Distanz zum Rest der Welt.

Kein Meeting-Ton. Kein Verkehrslärm. Nur Wind, der leise durch das Gras streicht–
und Carmen Drexel, die sagt: “Und jetzt atme einfach aus.” Ganz ehrlich? Der Satz
klingt banal. Aber was dann passiert, ist es nicht.

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## Bergatmen in Warth-Schröcken: Was steckt hinter dem Programm?

Bergatmen ist ein geführtes Atem- und Achtsamkeitsprogramm, das im Sommer in den
Walserdörfern Warth und Schröcken angeboten wird – zwei kleinen Orten im Vorarlberger
Bregenzerwald, auf 1.200 bis 1.500 Metern Höhe, mit kristallklaren Seen, pollenfreier
Luft und Almwiesen, die grüner sind als alles, was man sich am Bildschirm vorstellen
kann.

Hinter dem Programm steht Carmen Drexel: Atem- und Entspannungscoach, Achtsamkeitstrainerin–
und vor allem ein echtes Naturkind aus der Region. Aufgewachsen in einem kleinen
Weiler, umgeben von Wäldern und Wiesen, war die Natur ihre erste Lehrerin. Ihre 
Ausbildung hat ihr das Handwerk gegeben, das weiterzugeben, was die Berge ihr schon
als Kind gegeben haben: Ruhe. Klarheit. Den Reset-Knopf.

Carmen ist hier verwurzelt – und ein echtes Naturkind. Aufgewachsen in einem kleinen
Weiler, umgeben von Wäldern, Wiesen und dieser stillen Weite, die man nicht vergisst.«
Meine Spielwiese war die Natur», sagt sie. Eine Verbundenheit, die sie bis heute
prägt.

Mit ihrer Ausbildung zur Atem- und Entspannungscoach hat Carmen einen Weg gefunden,
Stress und Anspannung bewusst zu lösen. Für sie ist der Atem weit mehr als eine 
körperliche Funktion – er ist ein direkter Zugang zu Ruhe, Klarheit und innerer 
Balance. «Atemübungen wirken wie ein Reset-Knopf – schnell, effektiv und überall
anwendbar.»

Was ihr selbst geholfen hat, möchte sie heute weitergeben: mit einer Prise Natur,
einem tiefen Atemzug und viel Leichtigkeit zurück zu sich selbst.

## Beim Bergatmen sinken die Stresshormone – Natur als Reset

## Piko-Piko-Atmung: Hawaiianische Atemtechnik mitten in den Alpen

Mitten auf der Wiese, am Fuss der Berge, merken wir, wie viel Kraft in einem einzigen
Atemzug liegen kann. Hier, wo die Natur weit wird und der Alltag leiser, halten 
wir inne. Wir atmen. Wir kommen an. Bei uns selbst.

Carmen begleitet uns mit viel Ruhe, Erfahrung und ihrer spürbaren Leidenschaft für
Achtsamkeit, Resilienz und ein leichteres Leben. Schon nach den ersten Übungen verändert
sich etwas: Die Schultern sinken, der Atem wird tiefer, die Gedanken werden weicher.
Es ist dieser kleine Moment, in dem wir merken, wie viel Anspannung wir eigentlich
mit uns getragen haben.

Ein besonderer Teil des Programms ist die Piko-Piko-Atmung – eine traditionelle 
hawaiianische Atemtechnik. «Piko» bedeutet auf Hawaiianisch so viel wie «Punkt» 
oder «Zentrum». Beim Einatmen lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf einen bestimmten
Punkt des Körpers, etwa den Scheitel. Beim Ausatmen wandert der Fokus zu einem anderen
Punkt, zum Beispiel zum Nabel. So entsteht eine bewusste Verbindung zwischen Atem,
Körper und Geist.

Und plötzlich fühlt sich Atmen nicht mehr selbstverständlich an, sondern wie ein
leiser Dialog mit uns selbst. Jeder Atemzug wird zu einer Einladung, tiefer hineinzuspüren.
Nach wenigen Minuten wird der Kopf klarer, das Herz ruhiger, der Körper leichter.
Wir fühlen uns geerdeter. Verbundener. Als würde die Natur uns für einen Moment 
in den Arm nehmen.

Genau deshalb gibt es kaum einen besseren Ort dafür als draussen. Auf der Wiese,
im Wald, am Fuss der Berge reagiert unser Nervensystem fast unmittelbar: Wir fahren
herunter, finden unseren Rhythmus wieder und lassen den Alltag Stück für Stück los.

«Mit unseren Achtsamkeits- und Atemübungen kann jeder seine eigene Balance finden»,
sagt Carmen Drexel. «Unsere Angebote vereinen Theorie mit Körperübungen und Aktivitäten
in und mit der Natur. So lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, neue Wege zu
erkennen, um Stressfaktoren besser zu bewältigen.»

Während wir tief ein- und ausatmen, spüren wir, wie die Ruhe der Berge in uns hineinströmt.
Wir werden stiller, klarer, präsenter. Für einen Moment zählt nichts anderes als
dieser Atemzug, diese Wiese, dieser Blick, dieses Gefühl.

Das Schönste daran: Das Programm dauert nur 30 Minuten – und fühlt sich doch an 
wie ein kleiner Reset für Körper und Seele. Für Gäste mit Inclusive Card kostet 
die Auszeit 20 Euro, externe Besucherinnen und Besucher zahlen 35 Euro. Eine halbe
Stunde, die bleibt.

## Bergatmen buchen: Preise, Dauer und Inclusive Card in Warth-Schröcken

30 Minuten. Mehr braucht es nicht. Eine halbe Stunde auf der Almwiese mit Carmen
Drexel, und der Körper weiss wieder, wie sich Ruhe anfühlt.

Gäste mit Inclusive Card: 20 Euro
Externe Besucher: 35 EuroOrt: Warth-Schröcken,
Vorarlberg, auf 1.200 bis 1.500 Metern HöheBuchung & Infos: warth-schroecken.at

 [  Carmen Drexel | Hier klicken  ](https://www.warth-schroecken.at/de/sommer/achtsamkeit-resilienz-glueck.html)

## Für wen lohnt sich Bergatmen in Lech am Arlberg?

Für alle, die zwischen zwei Golfrunden mal wirklich abschalten wollen. Für alle,
die merken, dass nicht nur ihr Handicap gerade runtergehen sollte. Für alle, die
von der Arlberg-Region ohnehin immer nur die Pisten oder die Fairways kennen – und
noch nicht wissen, was die Almwiesen im Sommer zu bieten haben.

**Unser Tipp: **Bergatmen ist kein Massenprogramm. Es ist das Gegenteil davon: eine
stille, persönliche Auszeit, die länger nachwirkt, als man vorher erwartet.

Wir haben das Programm auf der Almwiese von Warth-Schröcken ausprobiert – und glaubt
uns: Wir sind weit entfernt von Esoterik und waren anfangs durchaus skeptisch. Doch
genau das macht die Erfahrung so überraschend. Nach wenigen Minuten wird es stiller
im Kopf, der Atem tiefer, der Blick weiter. Man muss nichts leisten, nichts verstehen,
nichts können. 
