# AMURA im BELMOND Mount Nelson: Wo die Fischküche aus Cádiz und Kapstadt sich zu Tisch treffen

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- Veröffentlicht: 2026-09-09T16:34:40+02:00
- Autor: Monika Geisler

Schon beim Eintreten war klar, dass das kein gewöhnliches Dinner werden würde. Und
ehrlich gesagt: Amura ist derzeit einer der spannendsten Gründe überhaupt, im legendären«
Nellie» zu übernachten und wer dies nicht möchte, wenigstens zu Dinieren. Nicht,
weil es «noch ein Fine Dining Restaurant in Kapstadt» ist, sondern weil hier zwei
kulinarische Welten aufeinandertreffen. Die Atlantikküste Südafrikas und die andalusische
Meeresküche Spaniens.

Bevor wir zum Essen kommen, noch kurz zur Kulisse, denn sie ist Teil des Erlebnisses.
Das Belmond Mount Nelson Hotel in Kapstadts Stadtteil Gardens ist kein Hotel, das
man erklärt. Man kennt am Kap diese zartrosa Fassade, diese geschwungenen weissen
Veranden, diesen Garten, der wirkt, als hätte ein viktorianischer Landschaftsarchitekt
alle seine grössten Ideen an einem einzigen Ort verwirklicht. Seit über 120 Jahren
empfängt das «Nellie», wie es liebevoll genannt wird, Könige, Schriftsteller und
Staatsleute. Winston Churchill soll hier logiert haben, Nelson Mandela war Gast,
und heute schlagen die Belmond-Gäste bei einem Nachmittagstee unter Palmen auf der
Terrasse ihre Zeit auf ähnlich elegante Art tot. Hinter den Rosenbüschen beginnt
der Trubel der Stadt. Im Hotel selbst gilt eine andere Uhr.

## Belmond Mount Nelson in Kapstadt: Eine Hotellegende in Rosarot

![Belmond Mount Nelson Hotel in Kapstadt mit Tafelberg und Palmen](https://nineteengolf.
guide/wp-content/uploads/mount-nelson-belmond-kapstadt.jpg)

Rosa Fassade, Palmen und dahinter die Berge Kapstadts: Das legendäre Belmond Mount
Nelson ist die ebenso elegante wie geschichtsträchtige Heimat des Amura Restaurants.

![Belmond Mount Nelson Hotel Kapstadt Interior mit historischen Leuchten](https://
nineteengolf.guide/wp-content/uploads/amura-restaurant-belmond-mount-nelson-kapstadt6.
jpg)

Ein Haus mit Geschichte und ohne Angst vor Farbe: Das Belmond Mount Nelson gehört
seit über 120 Jahren zu den grossen Hoteladressen Kapstadts.

## Das Konzept eines Drei-Sterne-Koch kommt nach Afrika

Hinter Amura steht Ángel León, in Spanien besser bekannt als «El Chef del Mar», 
der Koch des Meeres. Mit seinem Restaurant Aponiente in Cádiz wurde er mit drei 
Michelin-Sternen ausgezeichnet und gilt als einer der innovativsten Fischköche der
Welt. Statt Luxus über Kaviar oder Hummer zu definieren, beschäftigt er sich seit
Jahren mit nachhaltigen, oft übersehenen Meeresprodukten und den Möglichkeiten des
Ozeans. Amura ist sein erstes Restaurantkonzept ausserhalb Spaniens. Die tägliche
Küchenleitung vor Ort übernimmt eine regionale Küchenbrigade auf höchstem Niveau,
die Leóns Handschrift Tag für Tag neu für Kapstadt übersetzt.

![Fisch-Chorizo und Fisch-Sobrasada und Brioche](https://nineteengolf.guide/wp-content/
uploads/amura-restaurant-belmond-mount-nelson-kapstadt12.jpg)

Wurst, nur eben aus dem Meer: Im Amura werden Thunfisch und Seebarsch zu Fisch-Chorizo
und Sobrasada verarbeitet – eine Idee aus Cádiz, die in Kapstadt erstaunlich überzeugend
auf dem Teller landet.

## Amura Restaurant: Ein Dialog zwischen zwei Küsten

Im Dezember 2025 hat Belmond ein neues Restaurant in einen Raum eingebettet, der
nicht als Restaurant gedacht war, was ich nur als mutig bezeichnen kann. Mutig, 
weil man sich für einen Koch entschieden hat, der nicht einfach «Fine Dining» macht,
sondern konsequent denkt, und für ein preisgekröntes Interior Design, das schon 
beim Betreten auffällt und klarmacht, dass das Amura nichts mit den üblichen nautischen
Klischees anfangen kann: keine Anker, keine Fischernetze, kein Marineblau. Stattdessen
hat der südafrikanische Designer Tristan du Plessis im ehemaligen Planet Room und
dem früheren Cape Colony einen Raum geschaffen, der an einen Tauchgang erinnert:
hohe Decken, Grüntöne wie ein Kelpwald, warmes Holz, Bronzedetails, bernsteinfarbene
Glaslüster, die alles in ein unterwasserartiges Dämmerlicht tauchen, und eine beeindruckende,
doppelstöckige Weinbibliothek. In der Mitte eine runde Bar aus grauem Marmor im 
Art-déco-Stil, mit einem Rondell aus Dekantern darüber. Ehrlich gesagt hätte man
den Negroni hier auch einfach stehen lassen und weiterschauen können. Aber dann 
wäre man ja nicht zum Wesentlichen gekommen.

Sogar der Name ist Programm. «Amura» kommt aus der Seemannssprache und bezeichnet
den Bug eines Bootes, jenen Teil, der als Erstes durch die Wellen schneidet. Vorwärtsbewegung,
Richtung, Absicht: Genau das will das Restaurant auch auf dem Teller schaffen.

> _**«In Kapstadt zu kochen bedeutet, das Meer aus einem anderen Blickwinkel, einer
> anderen Kultur, einem anderen Herzschlag zu erleben», sagt León. «Hier spricht
> das Meer mit einem anderen Salz, einem anderen Licht. Wir sind nicht gekommen,
> um uns aufzudrängen, sondern um zu lernen.»**_

Und das spürt man.

Kapstadt und Südspanien sind sich auf den ersten Blick nicht ähnlich. Ganz im Gegenteil.
Und doch teilen sie etwas Tieferes: eine maritime DNA, jahrhundertealte Fischereitraditionen,
Kulturen, die durch die Nähe zum Meer geformt wurden.

> _**«In Cádiz konservieren wir Fisch schon seit Jahrhunderten mit Salz und Essig»,
> erklärt León. «Hier in Kapstadt gibt es dieselben Traditionen. Andere Fische, 
> vielleicht andere Gewürze, aber derselbe Respekt vor dem Meer, dasselbe Wissen
> über Gärung, Feuer und Konservierung.»**_

Amura ist also keine spanische Küche in Kapstadt. Es ist ein Gespräch zwischen zwei
Küsten.

![Offene Küche im Amura Restaurant mit den Köchen](https://nineteengolf.guide/wp-
content/uploads/amura-restaurant-belmond-mount-nelson-kapstadt8.jpg)

Blick in die offene Küche: Hier wird Ángel Leóns Philosophie Tag für Tag von der
Kapstädter Küchenbrigade auf den Teller übersetzt.

## Das Amura Wintermenü: Was bei uns auf den Tisch kam

Wir durften uns durch das komplette Wintermenü essen, jeden Gang, ohne Auswahl treffen
zu müssen, dazu noch ein paar Überraschungen eingebaut. Apropos: Auch beim Geschirr
überlässt Amura nichts dem Zufall. Die Teller und Schalen kommen von [Mervyn Gers Ceramics ](https://mervyngers.com/)
aus Kapstadt und werden dort von Hand gefertigt. Ein bisschen unperfekt, ziemlich
individuell und viel zu schön, um darauf einfach nur Essen abzustellen.

Es beginnt, bevor es beginnt. Vor dem eigentlichen ersten Gang kommt eine Pilz-Seaweed-
Brühe an den Tisch, fast schwarz in der Optik, intensiv in der Konsistenz, mit einem
Hauch Trüffel im Abgang. Kein Amuse-Bouche zum Warmwerden, sondern gleich eine Ansage.

Um uns kümmert sich Nyasha, gebürtig aus Simbabwe, mit einem Service, der herzlich
ist und trotzdem nie aufdringlich wird. Genau die Balance, die ein Abend wie dieser
braucht. Er ist aufmerksam, hervorragend geschult und immer einen Schritt voraus,
ohne dass man das Gefühl hat, ständig umsorgt zu werden. Jeden Gang erklärt er souverän,
kennt Zutaten, Zubereitung und die Geschichte dahinter. Und überhaupt ist es das
gesamte Team im Amura, das uns an diesem Abend beeindruckt: herzlich, professionell
und mit einer Selbstverständlichkeit im Service, die man nicht lernen kann – zumindest
nicht komplett.

Dann die Wurst. Fischwurst, um genau zu sein, aus Thunfisch und Seebarsch, in einer
Textur, die verblüffend an Chorizo erinnert. So etwas hatten wir noch nie gegessen.«
Die beiden (a. d. R. Küchenchefs) haben mal etwas davon gehört und dann so lange
herumprobiert, bis am Ende tatsächlich eine Wurst aus Fisch dabei herauskam», erzählt
uns Restaurantchef Markus, während die Küchenbrigade unter Küchenchef und Sous-Chef
genau dieses Gericht für Kapstadt adaptiert hat. Erfunden wurde die Fischwurst im
Stammhaus in Cádiz, von dort kam sie über den Atlantik nach Amura.

Von der eigentlichen Menükarte geht es weiter mit der Amura Gilda, jenem baskischen
Pintxo, den man in jedem Aponiente-Ableger findet, gefolgt von Yellowtail Sashimi
mit Feigenblatt-Escabeche und Kräutern, die aussehen, als seien sie eben erst von
den Klippen gepflückt worden. Auf der Karte steht als Nächstes eigentlich eine Entscheidung
an: Squid Ink Croquette oder Prawn Toast. Bei uns nicht: Wir bekamen beides, kein
Sowohl-als-auch-Dilemma, einfach beides. Danach Dry Aged Seabass mit karamellisiertem
Zwiebelpüree, geröstetem Lauch und Kohlschaum, ein Gang, der zeigt, dass Fisch auch
ohne jede Show funktioniert, wenn das Handwerk stimmt.

Das Wintermenü selbst kostet 750 Rand pro Person, umgerechnet rund 40 Euro beziehungsweise
38 Schweizer Franken, Weinbegleitung nicht inbegriffen. Für einen Abend mit drei
Michelin-Sternen als Konzept im Hintergrund ein Preis, bei dem man kein zweites 
Mal nachrechnen muss.

Wenn du in Kapstadt bist und Fine Dining zu deinem Reiseprogramm gehört, dann musst
du hier essen gehen. Unbedingt!

![Küchenteam des Amura Restaurants im Belmond Mount Nelson Kapstadt](https://nineteengolf.
guide/wp-content/uploads/amura-restaurant-belmond-mount-nelson-kapstadt7.jpg)

Die Menschen hinter den Tellern: Das Team des Amura bringt die Ideen aus Cádiz mit
südafrikanischen Produkten und eigener Handschrift zusammen.

## Vom Dessert zum eigenen Gang

Zum Schluss übernimmt die Patisserie, und aus dem Dessert wird ein vollwertiger 
Gang. Choco Loco heisst das Ding: vier verschiedene Texturen von Schokolade, dazu
eine Seaweed-Konfitüre und ein Zitrussorbet. Was nach einer gewagten Kombination
klingt, ergibt am Gaumen erstaunlich viel Sinn. Das Meer hört eben auch beim Dessert
nicht auf, mitzureden.

## Weinbegleitung im Amura: Südafrika trifft Natural Wine

Zum Abschluss ein Sherry, der einiges über den Ehrgeiz dieses Hauses verrät: ein
PX von Ximénez-Spínola. Und nein, dieser PX ist nicht schwarz wie Motoröl, wie man
es von einem Pedro Ximénez erwartet. Er ist hell und golden wie Honig und schmeckt
nach Weihnachtsapfel. Genauso ungewöhnlich wie der ganze Abend.

Für die Weinbegleitung zuständig ist Kegan, der die klassische Neue Welt zwar aus
dem Effeff beherrscht, dessen eigentliche Leidenschaft aber woanders liegt: Natural
Wine, Orange Wine, Pet-Nat. Wer sich traut, lässt sich von ihm entführen und fragt
bewusst nach einer modernen, freaky-funky Weinbegleitung. Man wird nicht enttäuscht.

## Unser Fazit zum Amura: Lohnt sich das Restaurant in Kapstadt?

Amura hat innerhalb weniger Monate enorm an Aufmerksamkeit gewonnen: Best New Restaurant
South Africa 2026 bei den Eat Out Awards, Aufnahme in die Condé Nast Traveler Hot
List 2026 der besten neuen Restaurants weltweit und von zahlreichen Restaurantkritikern
als eines der aufregendsten Fine-Dining-Konzepte Afrikas bezeichnet. Kaum sechs 
Monate nach der Eröffnung ist Amura bereits das, worüber Kapstadt spricht. Was für
eine Stadt, die in Sachen Gastronomieszene nicht auf den Mund gefallen ist, keine
Selbstverständlichkeit ist.

Im Mount Nelson isst du also nicht einfach zu Abend. Du reist kulinarisch zwischen
zwei Meeren. Das kalte Wasser des Atlantiks vor Kapstadt trifft auf die jahrhundertealte
Fischküche Andalusiens. León bringt dabei nicht einfach seine Rezepte nach Südafrika,
sondern seine Philosophie: Das Meer soll nicht kopiert, sondern verstanden werden.

Und wir müssen sowieso wiederkommen. Denn das Wintermenü war für uns an diesem Abend
eigentlich nur die kleine Variante für zwischendurch – wir hatten tagsüber schlicht
schon zu viel gegessen. Die neun Gänge des regulären Menüs warten also noch auf 
uns. Natürlich kannst du im Amura auch ganz unkompliziert einzelne Gerichte à la
carte bestellen. Aber manchmal ist es ja ganz praktisch, sich einen guten Grund 
für die Rückkehr nach Kapstadt offenzulassen.

 [  AMURA im BELMOND Mount Nelson | Hier klicken  ](https://www.belmond.com/en/hotels/africa/south-africa/mount-nelson-cape-town/restaurants-and-bars/modal/amura?srsltid=AfmBOorvlJ3ag0BRyUesm_UjzSQ_CDL4iWL-fDpoXbgK4gZU4d0b3gY9)

## Bildergalerie AMURA im BELMOND Mount Nelson

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